Mit dem Wohnmobil nach Portugal, Camping- und Reise­tipps



Also auch von mir einen Bericht. Meeresrauschen aus dem Küchenschrank war definitiv nicht, was wir wollten. Der Löwe greift die Maus, diese aber fleht ihn an:. Always the right advice and product, very prompt delivery. Also liebe Hundehalter, ich bin keiner, trotzdem mag ich Hunde sehr.

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Viel mehr noch, es ist kaum möglich, sich das zum Mond fliehende Wasser als eine einzige gerichtete Bewegung zu denken, die aufgrund von Perspektiven Stellung des Mondes zur Erde zweigeteilt erscheint. Ich kann den Meereskörper auf die humane Form, den menschlichen Körper, übertragen, sie unterwerfen sich beide der Mondkraft.

Aus diesen Körpern erwächst deren abstrakte Form, der Gedichtkörper, der sich aus beiden Formen zu speisen versteht.

Der grausame Mond hinterlässt bei Ebbe das nackte Skelett der Dinge, das sich der Interpretation entzieht, macht sie verständlich und begehbar. Der liebe Mond befüllt die nackten Knochen mit Fleisch und formt sie zum multidimensionalen Individuum, nicht selbsterklärend, nicht ohne Einsatz begreifbar.

Er kennt die Zahl. Fast wirken die Texte wie eine kabbalistische Beschwörung. Mystik, die sich ins Absurde wendet, aus dem Absurden aber auch wieder heraus. Zuweilen erinnert das an automatisches Schreiben. Als hätte Breyger die Souveränität ganz an die Sprache abgegeben, als setzte er sich ihr aus, ihren Feinheiten, ihren Konnotationen, auch dem Schweren, das sie birgt. Breygers Verssprache ist Fluss und Sediment zugleich.

Wie kann ich solche Fragen verhandeln, in Sprache, in Handlung? Und er besticht durch die Vielfalt in Sprache und Stimmung: Tugend, Schönheit, Vergänglichkeit, Tod.

Wo ruht denn dein Youtube-You, man meint, es tapse, ganz Tierbaby, rührend in deinen Stapfen, tut, als wärs du, jedoch dein Du spielt, Flaum von Pappeln, in deiner Frisur, Hauptsache, nicht du als Double, du, du, wer schenkte dir deine überirdisch helle Gestimmtheit?

Gehört dies Hampeln zu dir, strickst du dir Gewichte? Wir trinken auf dein Bleiberecht im Pferch, verjubeln mit Behufe unsre Buhrufe, dein Gesicht justiert mitnichten des Aliens Mienenspiel, einen knuffigen Hund imitiert es, blinzle ihn hin, lass ihn glücken, schaffst du sacht Hervorlugen unter Stirnfalten, kannst du brachial artig sein?

Kein hautfarbener Hauptpart, nur Zotteln, Troddeln, warum schmilzt du nicht hin? Das Zottlige der Welt, wenn man Glanz nicht kann, ist seine eigene, lahmarschige Trambahn. Einige Türen gehen einfach zu. Das sind die Buchstaben. Ich musste unbedingt zu den Schafen hin, musste ihre Wärme wiederspüren, verlangte inbrünstig nach ihnen, ihre beinahe menschlichen Stimmen überall in meinem Ohr auf freiem Feld. Und der Schäfer sagte: Wieso hattest du denn nichts gesagt?

Als du in deinem Ge- mäuer Hirt auf Herd zu reimen dachtest. Und es nicht fassen könnend, immer weiter ziehen zu müssen und dabei nicht im Geringsten fremd zu sein. Und mit dieser Farbe wollen Sie da reingehen? Hast du gesehen, den Schmerz vorbeigegangen? Ja, ich hab den Schmerz vorbeigehen sehen. Er zog vor meinen Augen vorüber, mit wohltuender Musik, Bestiales begleitend.

Musik ist kein Träger von Moral. Und damit bist jetzt nicht du gemeint. Ich liebe den Garten des Glücks. Die Sprache hat gar nichts angerichtet. Fast in eine Negierung des eigenen Körpers. Ist das hinein oder hinaus? Seine Sprachirritationen und kleinen Sinnverstörungen entwickelt er aus Überschneidungen und der Kontamination von Fremdem, aus dem plötzlichen Abbruch von scheinbar konsistenten Argumentationslinien, die ihren Anfang nicht selten in und aus der Sprachlogik nehmen und sich dann unerwartet gegen diese kehren.

Damit steht Traxler in einer anregenden Auseinandersetzung mit Texten von August Stramm bis hin zu Oswald Egger, ohne dass es epigonal wirkt. Jetzt sind wir aber doch sehr fachlich geworden. Vielleicht ist er aber auch alles das, was ein Gedichtband ist oder sein könnte. Da dieses Buch alle Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Dichtung eröffnet, jede Tür aufkickt oder zuknallt, sich für die Ankunft oder den Anruf bedankt Es sind Wanderzeichen oder Symposien, Zusammenkünfte und Weiterentwickeltes.

Traxler kennt die Bergpfade und Rutengänger. Das ist selten genug und hoch beachtlich. Zuerst kaum ansprechbar, dann ganz zart. Du hast nie wirklich deine Verlangen gestillt und schützt dich noch gegen den Regen. Ein bootsförmiger Hut als umgedrehtes Kentern. Die Sehnsuchtszeit ist das, was nicht mehr geschehen würde, steht in dem Gedicht Hebräische Sprache von Jacek Gutorow.

Du musst mir also nur sagen, was du nicht mehr willst, dann kannst du diesen Tisch einfach verlassen. Und singend laut in Fröhlichkeit: Je kleiner der Gedanke, umso grösser muss das Kunststück sein. Trugst das weisse T-Shirt, damit die Flecken, wenn du getroffen würdest, drauf sichtbar sein könnten.

Aber das Blut nahm dann einen ganz unerwarteten Verlauf. Zurück auf den Hügel. Authentisch kommst du nie als der Falsche rüber. Losen wir dem Geschirr zu die Gefässe. Konnte mal erkennen, wohin das Heimatgefühl kann. Woher das Heisshungergefühl kam. Wie immer unvorsichtig verzeihen. So ausgeschlossen kann man dich nicht einschliessen. Jahrhundert in Frankreich entwickelte.

Von einem Tag auf den anderen in eine unverständliche Klangwelt versetzt, durchlief das Kind zum zweiten Mal den Prozess der Sprachaneignung. Wie formen Fiktionen meinen Alltag, indem sie in ihm anwesend sind, in Denk- und Sprachpraxis, mein Handeln mit- gestalten?

Und mit welchen, auch künstlerischen, sprachlichen Strategien lässt sich dem entgegenwirken? Elastische Fährten, die von Ohren aus expandieren. Schmirgeln, Schlürfen, Knarzen und Quietschen. Unwuchten, wo Erosion sichtbar wird. Wo jemand überempfindlich ist, etwas nicht schon versteht.

Der Wille des Ichs ist nicht mehr Garant seines Könnens, sondern flimmernder Grund der Architekturen und Ich-Territorien, der Begriffe und vom Ich aufgerichteten Wahrheiten, aus denen es selbst nun lugen und lügen will. Eine klanglich-anorganische Paronomasie, um auch die strenge Sprache der Lyrikanalyse zu bemühen, beziehungsweise eine Anomalie deutsch-französischer Freundschaft ist ausschlaggebend für die vielleicht schönste Zeile des Bandes: Es ist eine weiche und sanfte, wirklichkeitstaugliche und im Überfluss der Verknüpfungen lebende Tonalität, die nicht nur aufrüttelt, sondern auch denkerisch überzeugt und wieder einmal zeigt, wie sehr Sprache und Denken strukturell bis in die Einzelheiten der Syntax zusammengehören.

In einem Gedicht wird notiert: Warum gelingt das Daniela Seel so gut? Es ist der Eigensinn, der betört, die Art, wie sie die Ablagerungen in den Wörtern ausforscht, wie sie Gefühle darstellt, Bilder auf ihre Glaubwürdigkeit abklopft, das eigene Erinnern seziert. Dann diese, die blattförmige Störung. Ja reiten sie denn, die alten Weisen?

Gewöhnungen vorgelagert, schlägt Welle an und erbt einen Strand. Es rauscht wie aus Projektoren. Ich meine es ernst bis genau zu dem Punkt, wo Sie mir entgegenkommen. Aber die Nebengeräusche, die Zähnchen. Ihr schreckliches Keckern über rostroten, verwirbelten Feldern.

Ein Tagesmarsch noch ins Basislager. Funken Widerstand über Grenzen des Datenempfangs. Dass niemand die Passage allein durchsteige. Ich weinte, versuchsweise bei. Soll Liebe derart beschaffen sein, oder zubereitet?

Ein Satz wie ein Seil. Woran Fremde mikroskopisch zerstiebt, schüttelt von Schultern Prärie, rippenlicht. Denk an frühe Nächte im Park. Nicht innehalten angesichts solcher Landschaft. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Falbs Gedichtzyklus sprengt alle traditionellen Erwartungen an Lyrik. Statt Metrum, Reim und Strophe regiert das mehrbezügliche assoziative Verknüpfen von prägnanten Bildern und Redeteilen.

Das Gedicht als ein Ort reiner Möglichkeiten. In strömenden, tauchenden und steigenden Sprachbewegungen treibt Falb seinen Text Richtung Erkenntnisgewinn voran. Hier wird Scholastik mit Wissenschaftsdisziplinen wie Historischer Geologie enggeführt und für die Kunst fruchtbar gemacht. Die Hand derjenigen, die die rites de passage der Lesung nicht durchstehen will die auf sich zeigende Hand der Immanenzebene der Dichtung nicht loslassen, die aus dem goldgestickten Sammetmantel heraussteht.

Ortszeit des Texts ad Sprevum. In dieser Lage hilft nicht mehr viel weiter, eines aber hilft immer: Zur Nachtschicht aller Zöglinge der Augenblickskunde. Es sind altmodische Chansons, also kein Pop in dem Sinn. Die Krypto-Diva steht am Rand und tonlos lacht sie.

Dann lacht sie wieder laut, doch tanzen tut sie nicht. Ein Rabe hebt sich in die Lüfte. Neben ihm stürzt ein Wunsch, der keine Flügel hat, in die letzte Tiefe. Kommt sogleich wieder herauf, stemmt sich über die Kante und singt mit der Diva ein schwieriges und liebes Duett.

Die CD wurde kongenial von Andreas Töpfer gestaltet. Lied vom Stiegenhaus Freunde, kommt mit in das Stiegenhaus. Wir steigen lässig Schritt für Schritt hinauf, bis wir ganz oben unterm Dachfirst stehn, jetzt kann es nur noch in die Wolken gehn, für den Absturz ist später noch Zeit. Der Herbst bei kookbooks. Zum Anschauen hier lang. Wird da, wo abstruse Zwänge wirken, das Konzept von Zwang selbst karnevalisiert?

Dichter, Leser und Idiot haben sich aufgemacht, die brennendsten poetologischen Fragen der letzten Jahre zu beantworten. Das Kirmespony, das jahrelang Nacht für Nacht alles noch einmal durchgemacht hat, ist losgeschirrt. Der Sonntag des Metaphernmenschen dämmert, die Trommel rollt ins Bergwerk zurück. Es geht um die Dialektik von Schutz und Schutzlosigkeit und darum, was nach der Poesie kommt.

Denn wenn das Salz dumm wird, womit wollen wir es salzen? Woher die Konjunktur der Figur des Idioten? Wann wurde die Peepshow endgültig zum Sarg? Und was ist eigentlich mit der Diva passiert? Erfahren Sie, warum Sie wirklich unglücklich sind und woran diese Gesellschaft eigentlich krankt. Lesen Sie Witze, die so unfassbar gut sind, dass der Verlag dazu rät, bei der Lektüre einen Helm zu tragen und finden Sie Türen, wo vorher keinen waren.

Der Essay als Literatur zweiten Grades oder auch: Der Essay aber auch als geistiges Hinterland der Lyrik. Das alles ist ungeheuer turbulent, atemberaubend klug, auch mal überkandidelt, dabei immer anregend, gebildet, stolz, überschwänglich und traurig. Bleibt nur, dem Idioten, der Diva und der Dichterin ein schönes Fest zu wünschen. Sie werden es nicht bereuen. Indem man sich überfordert, sagt Monika Rinck.

Erst einmal streiten diese Essays für etwas, nämlich für das Gedicht und seine Relevanz in der gegenwärtigen Gesellschaft. Monika Rinck wagt eine Bestandsaufnahme, was die Lyrik heute überhaupt noch will und kann. Und dann streitet dieser Band wider die Ignoranz gegenüber dem Gedicht.

Und sie streitet wider den Usus, die Lyrik als geschätztes Kulturgut zu hätscheln und zu tätscheln, ohne sich mit ihrer Gegenwart auseinanderzusetzen. Auf die selbstgestellte Frage, ob die Autorin gerne schwierig sei, findet sie, wie zu erwarten, keine schnelle Antwort.

Doch der direkte Angriff ist die Sache des Idioten nicht. Zunächst muss er parieren, und Rinck pariert im Stile einer Aikido-Kämpferin, die die Energie des Angreifers aufnimmt und gegen ihn selbst wendet. Der Idiot steht einer Allgemeinheit gegenüber, die ihn nicht versteht, oder zumindest nicht verstehen will. Das letzte aber, was Rinck will, ist, diesem Umstand mit Larmoyanz zu begegnen. Zentrale Begriffe sind Albernheit und Humor. Fühlt sich die verständliche Sprache eigentlich herausgefordert, da es die poetische Sprache gibt?

So wie sich die poetische Sprache herausgefordert sieht, von der Tristesse der Verwaltungssprache und dem Einerlei der Mediensprache und dieser Misere etwas entgegensetzen will. Etwas, das nicht mehr aufgeht in Information und nur unter Verlust von Schönheitssinn und Schuppenmosaik referierbar ist. Ja, sicher, das ist das Mindeste, was ich tun kann, nach allem was geschehen ist. Flammarions Greyout Stirn aushebeln, Gaumen quer, Brille putzen, und los Die Reflexion etwa auf das Sprachmaterial von der poetischen Bewegung zu lösen, sie ins Verhältnis zu setzen, bedeutet, einen Teil ihrer Dynamik anzuwenden: Jeder Ansatz ist im Voraus überformt Wie die Pfeile ins Öde gehen, triftig oder sediert.

Und der Schreck vor der Erstreckung bei gleichzeitiger Beschränktheit jetzt. Die Gedichte holen die Sprache der digitalen Welt, der Ökonomie und der Politik in ihren Rhythmus und spielen sie neu durch. Dieser Eindruck des Unaufdringlichen und zugleich Reflektierenden verdankt sich der Form, die sie für ihre Texte gefunden hat.

Es ist ein Verfahren der Überblendung, das die Texte bestimmt. Das beginnt bei den Wörtern selbst, die kleinen lautlichen Variationen unterzogen werden, auf dass sich Verschiebungen in der Bedeutung zeigen: Rotiere, axial, öffne die Lavapümpchen, hinten, über den Gruben, wo einst die Fittiche, ja. Voll hehrer abendländischer Referenzfallen ist das ständig überraschende Vokabular dieser Verse und voll ekstatischem Spott über allen hehren Glauben an die reine Tradition.

Als würde höchstes Bildungsgut lustvoll mit Autotune-Stimmverzerrer vorgetragen, ergibt sich immer wieder die Frage nach der synthetischen Gemachtheit aller Erfahrungen, die aus dem künstlich spiegelnden Venice-Venedig dieses Bandes heraus auch eine nach der Gemachtheit der Geschlechter ist.

Echtes Begehren, gibt es sowas? Mir wurden Bohnen versprochen. Ich setze die 3 D-Brille ab und bemerke, wie flach der Kopf meines Vorsitzers ist. Überhaupt scheint Verwunderung und Verstörung so etwas wie der Grundantrieb der lyrischen Produktion vom Brockes zu sein.

Und auch ihre Nähe zur bildenden Kunst. Im Zyklus Gemäldegalerie zum Beispiel nimmt sie das in anderen Texten tastende der Spracharbeit zurück zugunsten des Beschriebenen, dessen Tasten wiederum auf die Beschreibung und sein Subjekt zurückwirkt.

Vielleicht bin ich es, die sich an ihnen vergeht, wie leblos, die sich einklinkt, um eine Seele zu finden? Diese Vorsicht bedeutet jedoch nicht, dass die Autorin auf Verwegenheit verzichtet. Behutsam mischt sie Bedeutungsebenen und verwegen zersetzt sie begriffliche Grenzen. Diese Kombination mag paradox klingen, entwickelt in den Texten aber einen ganz eigenen erkenntnisfördernden Reiz. Anrede Auszug Dass Sie mir fortbleiben, ist wichtig für unsere Leiber, die, Sie werden es zügig bemerken, sich nur durch Pusten kurzzeitig runden, denn sie sind perforiert.

Dieses Pusten ist das eigentlich Lächerliche, und dennoch ist es zu würdigen. Es fehlen die Techniker, die herausheben aus dem Humus. Oder doch keine Fanta? Je mehr Menschen Ihnen gestorben sind, desto mehr Augen schauen auf Sie und baden selbst sich als Wasser. Ob aus Ihnen, abgespiegelt und strahlend im blinden Kopfhinterfeld, oder aus dem schrägen ziehenden Ort, durch den sie geschluckt sind. Und ihre Augen geöffnet, als trüge das Schaudern kein Umriss, wie nur bei Augen, die für immer geschlossen sind.

Zum ersten Mal kann ich das sagen. Und nach Jahrzehnten noch gäbe es keine Kartoffelchips im Ausschnitt. Zum ersten Mal kann ich das sagen, weil das Lieben nicht in der Spitze seiner spitz zulaufenden Tüte erstickt; ich liebe Sie. Sie sind mir flimmernd, Sie kennen das, und zwischen uns saust das Sein. Kunde Das Doktorphantom auf der Terrasse.

Wenn du jetzt deine Slipper ausziehst beschützt dich die Schlange oder greift sie dich an? Nein du hast keine Ahnung. Zahlst die Pommes und taumelst bläst in den Pan-Hals, knackst und denkst an Gregor, Saskia oder Ev mit dem dicken, sichtlich erschöpfenden Haar. Sie trägt ihr Kind wie angeboren, dazu ein Broschenaccessoire. Während du reinkriechst, mal wieder die Brüste verspielst beheben und zur Büste versteinst. Jetzt beschützt dich die Schlange oder greift sie dich an?

Jahrhunderts in seiner Missionstätigkeit bis nach Amerika gelangte. Auch der Sektenselbstmord in Jonestown und säkulare Heilsbewegungen wie die Chicago Boys schwingen hinein; zudem gibt es Anklänge an Rockkonzerte und Hausbesetzerszenen. Alles ist erfunden und doch aufs Köstlichste wahr. Denn hier entfaltet der Autor seine Geschichte pietistischer Renitenz in weiten erzählerischen Bögen, ohne diese narrativen Elemente sprachkritisch zu relativieren.

Seine poetische Kraft bezieht der Band aus der Erfindung skurriler Figuren und einer überbordenden Fabulierlust. Das Prosagedicht lässt sich als zugespitzte Mentalitätsgeschichte des heutigen Berlins lesen, die bis ins Jahr zurückreicht.. Am Ende jedoch begeht ihre radikalisierte Sekte Selbstmord.

Das Frühjahr bei kookbooks. Ein Vogel im Flug: Ich versuche ihm beizukommen, indem ich seine reale Bewegung durch eine Bewegung des Textes ersetze.

Ich muss das nicht tun. Das Flügelflattern wird als Wort synchron, im Satz beginnt es wieder zu flattern wir sagen: Die Überformung des alltäglichen Lebens durch die konformistische Ökonomie des Kapitalismus muss aufgelöst werden, will man hinter die Kulissen blicken. Diesen Blick gewährt der in vielerlei Hinsicht erstaunliche und kühne Band tatsächlich, für einen kurzen Moment. Dabei wird die Sprache, ihre Wortmaterialität, ihr fluktuierender Klang, nicht nur Malmittel für die Imagination, sondern zugleich zum zweiten Gegenstand der Wahrnehmung..

In ihren englischen Versen, in der fremden Sprache, erklingt ein lockerer, alltagsnaher, erzählender Ton. Das Gewicht der Welt offenbart sich an den kleinen Dingen. Wie wäre es, wenn man wirklich alles hinter sich lässt? Rike Scheffler verleiht diesen Phantasien durch ihr musikalisches Gespür einen Drive, der eine hypnotische Wirkung entfaltet: Das gefällt den schwarzen Bienen, sie sammeln seit der Steinzeit.

Ein Picknick mit Bienen ist immer auch ein Potluck: Friedlich ist das Summen der Bienen nicht. Ein Therapeut reicht beim Picknick Bestechungsgläser mit Pfefferminzbonbons rum. Darüber die Bienen, eigensinnige Mobiles, die den Wind korrigieren. Welche geheimnisvollen Botenstoffe treiben sie an? Welche Schwarmbindungen gehen sie ein? Wenn seine Einschätzung zutrifft, dann vermittelt uns Karla Reimert eine Form von Wahrheit, weil es existenzielle Fragen sind, die unser Leben als Schatten wirft und die in diesem Band poetisch in den Blick des Lesers gerückt werden.

Das tröstet insofern, da der Abschied von ihren Gedichten ein Abschied auf Zeit ist, weil man diesen Band gern wieder zur Hand nehmen wird. Geradezu meisterhaft um diesen etwas angestaubten Begriff zu benutzen spielt Reimert auf dieser dialektischen Klaviatur im für mich zentralen Kapitel des Buches: Der Titel kündigt es an. Hier wird religionswissenschaftliches Vokabular mit gedanklicher Reiseerfahrung verknüpft.

Das ist einzigartig und in seiner Verknüpfung von Aufklärung und Mystik ein politischer Kommentar zu den Verwerfungen unserer Zeit. Das macht diesen Text so aktuell wie kaum einen anderen. Und so endet er: Weder dass die Krängung nur ein Buchstabe von der Kränkung trennt, noch das Picknick, oder das es mit schwarzen Bienen stattfindet.

Karla Reimert hat ihren ganzen Gedichtband bewundernswert dicht und doch durchlässig gewoben.. Wie kann man den Faden benennen, der alles durchläuft? Dieses Verhältnis von Ehrgeiz und Schmerz, dass sich nur mit grimmigem Humor auflösen lässt? Und so wird dieser Gedichtband wohl noch lange ein Buch bleiben, mit dem ich nicht fertig werde.

Das Manuskript zurück mit neunzig Kommentaren. Nicht klar genug die Zusammenhänge zwischen Marienerscheinungen bei Kindern und Verflachung mystischer Erfahrung durch Demokratisierungsprozesse.

Schwankende Haltung, schwer vermittelbare Ambivalenz. Dazu Nebenwirkungen des Heiligen: Ressentiments, Haarausfall und eine schmerzhafte Wundrose im Gesicht. Bespiegelt, wo genau sich Geschichte mischt mit Humanismus und Theologie. Fehlender Trost von Haustieren. Feiere ein Picknick mit Wein. Lade Kinder zu Besuchen bei Toten. Notizen auf dem Schreibtisch: Gott als Ausweg aus der Sprache ist so gut wie jeder andere auch.

Verlängerung der Abgabefrist um weitere drei Monate. Denn in der Arbeit steckt ein stark narratives Element, ich möchte eine Geschichte oder die Geschichte zu einer Geschichte erzählen. Fotografie kann sich glücklicherweise heute von dem Zwang befreien, sich einordnen lassen zu müssen.

Ich arbeite eher phänomenologisch. Ich versuche, mich Dingen aus verschiedenen Perspektiven anzunähern. Es kann sein, dass ich mit dieser Herangehensweise auch einmal scheitere, aber ich bin auch der Überzeugung, dass ich nicht zwangsläufig zu einem wie auch immer gearteten Ergebnis gelangen muss.

Es sind die sinnlichen Wahrnehmungen, die eine Grundlage für die Darstellung bilden. Insofern geht es um Farben, Formen, Geräusche, Gerüche.

Es spricht eine rhetorisch versierte globale Playerin, ein Ich zwischen Chart-Analyse und Spekulation, betrieben dank Herdendynamo, müde im Labor. Man kann daher diese Gedichte durchaus gesellschaftskritisch lesen. Sie sind aber nie so verkniffen oder simpel wie es politischer Dichtung manchmal unterläuft. Nein, Katharina Schultens hat Humor, und ihre Gedichte knistern erotisch Die Börsensprache arbeite ja mit Mystifizierungen, meint Schultens im Gespräch.

Da habe eine Vereinnahmung stattgefunden, die wolle sie rückgängig machen. Gerade die Chartanalyse verwende faszinierende Metaphern: Und dann gebe es Worte, die ganze Heldengeschichten transportieren, oder Fabelwesen, den Bären und den Bullen zum Beispiel Medusa, die für die Entweihung ihres Tempels von Pallas Athene in ein Monster verwandelt worden ist, sei eine Leitfigur ihrer Gedichte, weil sich an ihr die Frage stellen lasse, ab wann ein Verhalten oder eine Formulierung eigentlich monströs werde, erklärt Schultens und wird gleich konkret: Sie interessiere sich für die Prozesse, die ablaufen, wenn das Berufliche ins Private einwandere, wenn Freunde beispielsweise auf einmal auf To-do-Listen landen.

Zum einen schafft sie es als einzige deutschsprachige Dichterin hinter die Fassaden unserer hauptsächlich durch die Finanzwirtschaft hervorgerufenen Krisen zu schauen, zum anderen präsentiert sie damit ein Netz aus Mythen und surrealen Zusammenhängen. Selbst da, wo ihre Bildkombinationen noch so schrill sind, bringt sie das mit einer fast unheimlichen Selbstverständlichkeit rüber und stellt damit eine glaubwürdige, hochfiktive Realität her. Aber schliesslich produziert die Beobachtung der Beobachtung selbst nur subjektive Realitäten, denen oft der ontologische Verweis verloren geht, so dass sich dieses Konstrukt in reiner Fiktion auflöst.

Da aber ein Beobachter auch immer ein Ausgeschlossener bleibt, hängt man als Leser, also als Beobachter dritter Ordnung, oft ein bisschen in der Luft und bleibt theoretisch nur an der Oberfläche des Textes.

Obwohl das mitnichten wenig ist, fallen die Texte tendenziell wieder in die Autoreferenzialität und die Dekonstruktion zurück. Doch das ist jetzt ein Problem der praktischen Theorie. Vergesst sie und geniesst das Buch! Eine gesichtslose Medusa, schlangenumrankt, modisch und mondän gekleidet.

Weil sie mit bedenklicher Leichtigkeit aufzeigen, wie weit die Verquickung von Leben und Kapitalismus fortgeschritten ist. Dass Schultens stellenweise einerseits plakativ wird und andererseits sehr intime Themen aufgreift, verstärkt das noch: Unkommentiert steht die lautstarke Wut auf das System neben der Hilflosigkeit und Verlorenheit der zum Normalzustand geronnenen Entfremdung.

Das reibt sich zwar aneinander, schlägt aber deswegen umso mehr Funken.. Oder auch Scheinheiligkeit, Heuchelei. Der Kapitalismus hat kein Gesicht, dafür aber viele Masken, unter denen die Krisen schwelen. Es ändert jedoch zuerst nichts, noch nicht. Denn der Kapitalismus steckt in uns, so wir auch in ihm stecken.

Wir kalkulieren die Menschen um uns, ganz so wie und eben weil sie uns taxieren. Das wirklich Schlimme, das Grauen erregende ist daran, dass wir das nicht mehr realisieren, geschweige denn reflektieren. Das tut weh, sicherlich. Es mag an ihrer Widerständigkeit liegen. Wer gute Gedichte will, muss sie auch aushalten können.

Daneben bin ich froh, so wenig zu wissen. Und das, was ich gerade geschrieben habe, überholt sich doch gleich wieder selbst. Na ja, wenn du mich vielleicht etwas früher gefragt hättest. Und es gibt vielleicht auch ein politisches Moment in diesen Texten, das Anderssprechen, als eine Art Befreiung vom Zugriff, von lähmenden Sinntiraden.

Und nichts gegen Herkömmliches. Mir gefällt einfach nur das Zulassen. Aber jetzt komme ich ins Schwatzen, reime auch schon. Reime mir was zusammen. Über die Landschaften östlich von Isfahan und im Berblinger Weitmoos hätte ich vielleicht noch etwas sagen können. Und über den Garten. Ein Spiel mit der Wahrnehmung von etwas, das so alltäglich ist, dass man es kaum wahrnimmt, es sei denn, man misst ihm Bedeutung bei.

Und bei Showghi hat alles Bedeutung, vor allem das vermeintlich Unbedeutende, das, was man zu übersehen neigt, was die selektive Wahrnehmung aus dem Grundrauschen des Alltags zuverlässig rausfiltert. Assonanzen, Alliterationen, Rhythmus, all das wird behutsam und sicher eingesetzt. Man kann sie als Vermessung der Zeit, als Orientierung im Raum und Vergewisserung des sich auf diesen Achsen bewegenden Ich und seiner Körpergrenzen lesen. Doch die Suche selbst gerät in Fluss.

Liegt Zauber erst einmal auf der Hand, dann schon woanders, lässt sich dieser Vorsprung leicht mit Flurlicht verwechseln und gleich verlieren vor lauter Luft.

Sehen rechts oben einige Fadenwolken, wie uns hier, in der entstandenen Situation. Wir bewegen Tee und Obst und was dazu passt: Zucker als einzelnes Wort mitten im Garten. Der helle Schein kommt jetzt von der Sonne links oben. Und findet das Kind, das meine Hände, eine Weile auch mit einer Reichweite hat. Hin zur vergehenden Zeit. In dieser entstandenen Situation. Jeder bescheuerte Spiegel fragt: Wer ist die Schönste im ganzen Land? Alle Gesten sind schon da. Das Thesenartige, Essayistische drängt sich hier in den Vordergrund, Szenen und Figuren werden mit nur wenigen Sätzen skizziert.

Das verleiht dem gesamten Text etwas Glasklares, eine erfrischende Kühle des Denkens, die sich oft in faszinierend ungewöhnlichen Bildern niederschlägt.. Dennoch ist es vielleicht symptomatisch, dass dieser Roman abseits der Saison im kleinen und extrem feinen Berliner kookbooks-Verlag erscheint und von einem Autor stammt, der.. Das Buch hat bei aller amüsanter Schrägheit etwas Herbes, Ungeschliffenes; es kommt ohne das Bling-Bling vieler anderer zeitgenössischer Romane aus.

Genau darin aber, in seiner Überwindung des Popromans, zeigt sich sein zukunftsweisender Wert. Es gibt keinen Ausweg aus dem Verbrauch, und die Dinge lachen sich tot darüber. Und dann geht es los, ich kann nichts dafür: Meine Schuhe vibrieren von einem Muhen, eine Kuh fordert ihre Haut zurück, sie will das Leder schrittweise wiederhaben.

Dazu ist sie nur kurz in der Lage, mein Blick bohrt ihr ein Vergessen ins Bild. Bisher ist es meistens glimpflich ausgegangen, nur einmal musste ich ein obszön sich aufweichendes, sich nach und nach in alle Einzelteile auflösendes Automobil beobachten.

Doch ich kann den Gedanken nicht loswerden, dass wenigstens die Anorganischen in den Bilderfallen bleiben sollten. Paul ist ein kritischer Mensch, einer derjenigen, die ihre Stimme am Denken schulen wollen, eine selten gewordene Spezies. Ihr könnt zusehen bei eurem Zerfall, keine Chance.

Es gibt die tollsten Apparate, die all das aufnehmen, ihr seht es in Überschärfe am Bildschirm, in irgendeiner Casting-Show, ihr könnt es mit Grafikprogrammen aufbrezeln, falls gewünscht. Die pure Vorbereitung aufs Marketingleben, das Profil- und Exzellenzleben, ein ununterbrochenes Bewerbungsleben, das erbrochene Kontrollleben, ein komfortables Auto- und Handyleben, ein beglaubigtes Vertrags- und Medizinleben und vermutlich auch ein Pluto- und Saturnleben.

Schrei in den Hörer und melde dich mit einem tief empfundenen Hallo, das dir das Trommelfell verdreht, denn du bist mittendrin in diesem einen Leben, wenn du etwas sagen kannst. Du bist dein eigener Berater, es kommt auf dich an und auf dich zu, denn auch du bist Europa, kannst Europa sein, ganz allein. Dein Gehirn, dein Land, dein Reich komme. Ihre Gestaltung spiegelt das Selbstverständnis einer Gesellschaft, die ihren Platz in der Evolution immer neu definiert.

Der absolutistischen Herrschaftsidee entsprechend, richtete er diese konzentrisch zum Betrachterstandpunkt des Sonnenkönigs aus. Gerechte Hege erbaut uns heute mehr als gebaute Hegemonie. Nicht positivistischer Bildungshunger treibt uns, eher schon suchen wir in den Landschaftskulissen nach Reservaten der Sehnsucht.

So hat sich das Projekt Zoo gleichsam invertiert: Kulisse einer Menschensehnsucht, eingebettet in eine Urbanität, die er vergessen machen soll, obgleich sie ihn erst ermöglicht.

Letztlich konkurriert er schon heute mit den Freigeländerevieren an den Rändern der Ballungsgebiete, die wiederum längst mit den angestammten Lebensräumen der letzten noch wild lebenden Tiere konkurrieren. Welche Menschen bauen was für Tiergehege und warum?

Mögen die Kamele, wie sie wohnen? Und wie fasst man das in Worte? Schos schmaler Band wiegt auf seine Weise eine Menge staubiger Studien auf und gibt der Erkenntnis etwas zurück, was sie im akademischen Aufklärungs- und Postaufklärungsbetrieb verloren hat: Ihre sinnliche und witzige Komponente, ohne dass dadurch ihr ernstes Anliegen gestört würde, vielmehr wird es dadurch in seiner Ernsthaftigkeit noch bestärkt.

Wollen wir von einem Wunder sprechen? Kein zweiter Pelz so dicht und heute kaum mehr zu bezahlen. Hier in den Speiskübel verladen. Oder einfach zwei Otter, die sich nun eingefunden haben zu einem stillen Komplott und dann zusammen eingeschlafen waren über den Plänen von regennasseren Tagen, einer Idee von Spülung, Unterhöhlung, Strömung und fortgetragen werden.

Zu viele endeten hier als Wrack, vor den Küsten ebenso wie in der Stadt. Zwei Ozeane zum Sinken. Lasst mich zum Schlafen hier im herben Liebesrausche.

Frankreichweit sind die Platanen krank. Ein Pilz, der nicht behandelt werden kann, frisst sich gnadenlos durch ihre Wurzeln.

Der Canal du Midi , Unesco Weltkulturerbe immerhin, bekannt für seine kilometerlange Platanenallee, sieht traurig aus, tausende Platanen wurden bereits gefällt. Die amerikanischen Platanen sind resistent gegen diesen Pilz, nicht so die französischen.

Kein Dorfplatz in Frankreich ohne Platane, keine Allee, kein Bouleplatz ohne diese schattenspendenden Bäume, deren Laub seit Jahren und selbst im Frühjahr nicht mehr grün, sondern nur noch gelblich fahl wird.

Noch werfen die boulistes unter ihrem Schatten die metallisch klackernden Kugeln. Heute vor hundert Jahren ging der Erste Weltkrieg mit einem Waffenstillstandsabkommen, der sogenannten Armistice , zu Ende. Ich schreibe seit Jahren am November darüber und dieses Jahr natürlich auch. Wird die Erinnerungsarbeit jedes Jahr am Im Fernsehen, in der Presse, in allen Schulen und quasi überall geht es nur noch darum. Hier ein Sonderbeitrag von Karambolage.

Seit einer Woche tingelt unser Präsident schon an der ehemaligen Frontlinie entlang. Bei der letzten Station habe ich gehofft, es würde vielleicht ein Foto geben, der Präsident auf Knien vor der kleinen Wollarmee, an der ich seinerzeit mitgestrickt habe, Sie erinnern sich.

Denn dort ist sie nämlich jetzt, die Ausstellung. Schon seit September und sie geht heute, am Aber nein, leider, kein Foto von Macron und den Wollsoldaten. Wir wissen nicht, ob Macron die Installation überhaupt gesehen hat.

Die Frage, was nach den vier Jahren in denen die Installation durch die ganze Welt reiste mit den Stricksoldaten passieren sollte, stellte sich. Fast alle, die mitgestrickt haben und die sich immer noch in einer FB-Gruppe austauschen, waren bereit einen kleinen Soldaten oder auch zwei zu adoptieren.

Anna, der Künstlerin hinter dem Wool War I aber war das zu wenig. Als Preis wurden 30 Euro pro Soldat festgesetzt. Anna hatte Sorge, dass zwar alle die Soldaten niedlich finden, aber letztlich niemand sie kaufen würde. Aber klar, in nicht mal zwei zweiten Tagen waren alle Wollsoldaten weg!

In zwei Tagen kamen so Tolles Ende dieses einzigartigen Kunstwerks, oder?! Wie war sie denn nun diese Lesung? Na, was für eine Frage: Danke also an dieser Stelle allen, die da waren! Es gab nämlich ein paar Fotos vom Mercantour im Hintergrund und etwas Musik. Dann habe ich ein bisschen gelesen, wie man das so macht bei Lesungen und danach beantwortete ich Fragen, signierte Bücher und wir kamen noch angeregt ins Plaudern.

Ich hatte mich zwar extra nochmal auf den aktuellen Stand in der Wolfsfrage gebracht und Bücher und Recherchematerial gesichtet und mitgebracht, aber es wurde viel weniger und auch viel weniger heftig als ich erwartet habe über den Wolf diskutiert, als über das Leben in den Bergen und in Südfrankreich generell.

Es war ein richtig schöner, harmonischer und runder Abend und ich bin immer noch ganz beglückt! Kennen Sie vielleicht auch schon, ist genau wie Vivian Maier, von der ich neulich sprach, gar nicht so unbekannt, wie ich in der Zwischenzeit festgestellt habe, nur ich kannte sie mal wieder nicht. Nach dem Ersten Weltkrieg! Das muss man sich vorstellen!

Eine frühe Europäerin, zu einer Zeit, in der der überall der Nationalismus blühte beinahe wie heute, könnte man sagen. Das Buch, von dem sie sich ein kleines Einkommen erhoffte, wurde kein Erfolg.

Niemand wollte nach dem Krieg etwas von dem Elend der Verfolgten wissen. Das war in Deutschland so und in Frankreich nicht anders. Vor ein paar Jahren wurde in Nizza ein Exemplar ihres Buches auf einem Flohmarkt entdeckt und wieder aufgelegt. Patrick Modiano, der Literaturnobelpreis erhalten hat, hat das liebevolle Vorwort verfasst. Ich habe die französische Version gelesen. Es ist eine sehr berührende Lektüre. Die Unmittelbarkeit der Entstehung sie begann schon während ihrer Flucht darüber zu schreiben macht, dass der Text detailreich und intensiv ist, fast als läse man einen aktuellen Tagebuchblog.

Eine sehr ausführliche und fundierte Besprechung könnten Sie hier nachlesen, wenn Sie nicht sofort das Buch selbst zur Hand nehmen wollen. Dass ich heute so dringend darüber schreiben wollte, hat damit zu tun, dass ich just heute gestern ich habe den Text gestern schon begonnen von einer deutschen Freundin handgeschriebene!!! Nicht nur, dass es jedes Mal eine Freude ist, von ihr und ihrer Familie zu lesen, auch die Art, wie es geschieht ist immer einzigartig und überbordend vor Phantasie.

Beide arbeite te n aus Leidenschaft für die französische Literatur, für die Kultur und für Europa. Reich wird man nämlich nicht mit dem Verkauf französischer Bücher in Berlin. Reich wird aber sowieso kaum noch ein unabhängiger Buchhändler in diesen Zeiten.

Weshalb es schön ist, dass es seit vier Jahren den Deutschen Buchhandlungspreis gibt, der das Engagement unabhäniger Buchhandlungen auszeichnet. Die Freundin arbeitet übrigens in einer der in diesem Jahr ausgezeichneten Buchhandlungen , der Büchergilde in Wiesbaden und wir gratulieren sehr herzlich!

Ich bin leider ein kleines bisschen zu spät mit der Ankündigung für die kleine Feier, die gestern dort anlässlich dieser Auszeichnung stattgefunden hat.

Wir gratulieren selbstverständlich auch allen anderen ausgezeichneten Buchhandlungen! Ich finde das eine sehr nette Idee, sich mittwochs und halb Neun mit sich selbst und virtuell mit vielen anderen zum Lesen zu verabreden.

Ein paar Mal habe ich schon mitgemacht! Falls Sie nicht immer selbst lesen wollen, dann lassen Sie sich vorlesen! Von mir zum Beispiel. Jetzt folgt noch ein bisschen Eigenwerbung — überhaupt scheint man das nun stets dazuschreiben zu müssen, bei jeder Verlinkung, die irgendwohin führt — ich verstehe meinen Text und meine Links generell nicht als Werbung, ich wurde nicht beauftragt und auf jeden Fall für nichts bezahlt.

Jetzt aber mache ich Werbung für mich: Denn Christine Cazon wird, wie kürzlich schon angekündigt, am kommenden Dienstag, 6. Die Lesung ist auf Deutsch. Der Eintritt ist frei. Als ich den Berlin-Text schrieb, grübelte ich lange wegen der Überschrift, weil ich kurz vorher einen Beitrag gelesen hatte, dass man dem Leser der Leserin Überschriften bieten solle, die ihn sie anziehen und ihm ihr etwas versprechen. Wir kommen gerade viel rum, weil hier gerade viel gestorben wird. Beerdigungstourismus könnte man das nennen, um dem Anwärter auf das Unwort des Jahres ein anderes hinzuzufügen.

Das aber nur am Rande. Nun, wir waren zwar drei eigentlich nur zwei Tage in Paris, aber eine Beerdigung bietet nicht so richtig viele prickelnde Geheimtipps. Und nein, es wird auch kein Beitrag über die schönsten Friedhöfe in Paris, aber ich bin ja serviceorientiert und liefere Ihnen gern diese oder andere Informationen. Auch wenn zumindest Monsieurs Herz schwer war und ihm der Sinn nicht nach allzviel Zerstreuung stand, hatten wir am Tag unserer Ankunft tatsächlich etwas Zeit, um durch Paris zu laufen.

Neben Parkbänken in idyllisch-versteckten Ecken und einem Gedenkstein für nicht gerettete deportierte jüdische Kinder gibt es auch einen kleinen Kräuter- und Gemüsegarten. Und in diesem kleinen Paradies liegt dann überall Müll. Nun, Sie denken es sich, wir haben auch dort, wie es so unsere Art ist, den Müll aufgehoben und ordentlich entsorgt. Ich wollte dieses Mal etwas mehr wissen vom Viertel, in dem Schwule ausgehen die erste Schwulenbuchhandlung in Paris gab und gibt es hier im Viertel orthodoxe und weniger orthodoxe Juden leben, in dem es schicke Modeboutiquen en masse gibt und trotzdem auch viele kleine alternative ….

Ich habe diesen Film gefunden — er ist natürlich in Französisch und dauert über eine Stunde — aber er zeigt Le Marais wie es ist. Jung, lebendig und quirlig, aber auch problematisch, wie so oft, wenn ein einfaches Arbeiterviertel schick wird: Und keine Angst, es geht nicht die ganze Zeit um schwule Subkultur. Abends fuhren wir wieder zurück nach Paris. Monsieur und Madame A. Doch, sie sei schon mehrfach mit dem Rollsuhl umgefallen, erzählte sie mir, sie sei auch schon bestohlen worden und einmal, als die Busfahrer plözlich wegen eines Streiks nicht mehr weiterfuhren, hat sie Paris im Regen fast komplett im Rollstuhl durchquert.

Seitdem trägt sie einen kleinen selbst gehäkelten Daumenschutz, denn damals hat sie sich beim pausenlosen Drücken der Tasten für den elektrischen Rollstuhl den Daumen wundgescheuert. Was für ein Luxus! Die ich leider nicht selbst fotografieren konnte, da ich die ganze Zeit fuhr.

Und es war kalt. Doch doch, der Süden kann sehr kalt sein. Ich trug zum ersten Mal Stiefel. Seit dem letzten Wochenende heizen wir übrigens und haben wir wieder das Winterdeckbett aufgelegt Immerhin hat es gestern nicht geregnet, obwohl es seit Tagen schüttet und stürmt — der gemütliche Landregen hat sich dann doch wieder in das klassische Unwetter-Szenario verwandelt, und es kommt näher … das Nachbardepartement Var ist schon wieder überschwemmt!

Auf dem Rückweg hatte der Fabrikverkauf der Nougatfabrik schon geschlossen, so dass ich meinen obligatorischen Nougat an der Raststätte kaufen musste immerhin gab es die richtige Marke! Wollen Sie selbst Nougat herstellen? Ich versuche es morgen noch einmal. Und wissen Sie warum? Erst beim Veröffentlichen habe ich gemerkt, dass ich den falschen und unfertigen Text abgespeichert habe.

Jetzt ist er da, und glücklicherweise ist es ein mehrtägiger aber gemütlicher Landregen und sind es nicht diese sintflutartigen Wassermassen, wie wir sie vor drei Jahren hatten und wie sie dieses Jahr den Südwesten Frankreichs heimgesucht haben.

Endlich komme ich dazu, Ihnen meinen Sommer zu erzählen. Klar, Berlin ist so klasse, vor allem wenn man aus einer südlichen Provinzstadt kommt. Toller Rahmen, tolles Fest! Ich war schon so begeistert vom Ort und all diesen unterschiedlichen Menschen, jung, alt, und es gibt keinen Dresscode, oder wenn, dann ist er irgendwie hip und es ist nicht dieser bourgeoise Luxusmarkenschick, das ist so erholsam!

Ich habe so etwas noch nie erlebt! Ich verlinke Ihnen mal diese Kritik , nur so, falls es Sie interessiert. Erstmals lief ich auch durch die an mancher Stelle schon leicht abbröckelnden grauen Steine des Holocaust-Memorials und war beeindruckt und verstört. Darf man wirklich picknicken auf den Gedenksteinen, wie es so viele tun? Darf man durch die langen dunklen Wege rennen und Fangen spielen? Darf man von Stein zu Stein springen, als sei es ein Parcours?

Darf man das heute? Spielerischer Umgang mit Geschichte? Sollte da nicht mehr Respekt sein? Bin nur ich mit meiner deutschen Ernsthaftigkeit so streng? Bin ich gar zu alt? Nur am Rande, ich ertrage die Remix-Version des italienischen Partisanenliedes Bella Ciao, das ich früher inbrünstig und natürlich mit dem richtigen Bewusstsein an jedem Lagerfeuer zur Gitarre sang, auch nicht. Egal, es war in Nizza und tausende junge Menschen sangen auf der Place Massena begeistert mit: In meiner FB-Blase waren alle begeistert: So viele junge Menschen singen Bella Ciao!

Aber wissen sie, was sie singen?! Oder ist das egal? Und morgen machen wir einen Remix aus den Moorsoldaten? Ich sei haha vermutlich zu alt, um die Jugendkultur zu verstehen wurde mir freundlich zugerufen. Mit Mitte 50 schon reaktionär und verknöchert.

Oh partigiano, portami via …. Wenn schon, denn schon! Ich liebe Gerhard Richter. Zuguterletzt, das wissen Sie vielleicht alles schon, dann verzeihen Sie es mir, ich bin ja so weit weg nicht nur vom deutschen Kulturgeschehen, habe ich in diesen Sommer einen setzen Sie ruhig das g-Wort ein, wenn Sie wollen Film über die rätselhafte Vivian Maier gesehen: Zu Lebzeiten hat sie nicht eines ihrer über Über ihr merkwürdiges Leben und ihre Fotografien gibt derzeit auch eine Ausstellung in Berlin!

Und wie ich gerade begriffen habe, ist es schon die zweite Ausstellung in Berlin über Vivian Maier. Ich erzähle Ihnen also vermutlich wirklich nichts Neues. So ist es, wenn man in der südfranzösischen Provinz zu Hause ist. Davon und von Paris, um die Kurve zu Frankreich zu kriegen demnächst.

Wie war es denn jetzt dieses Rendezvous letzen Freitag? Hat es überhaupt stattgefunden? Stellenweise war es so trubelig, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand.

Aber nicht alle Gäste an diesem Nachmittag waren wegen mir gekommen. Wir aber haben, analoggeprägt, wie wir so sind, keine Selfies geschossen vom Rendezvous, nichtmal die Kaffee- und Teetassen haben wir fotografiert, so angeregt haben wir uns unterhalten, über die Krimis und über das Leben in Südfrankreich und anderswo.

Auch das war ganz reizend, selten hat man mich so ausdauernd zu den einzelnen Handlungen und Charakteren meiner Bücher befragt: Seit wann schreiben Sie?

Wo wohnt denn eigentlich der Kommissar? Gibt es das wirklich? Und die Alice in Band 3, gab es da ein echtes Vorbild? Die kennen Sie wirklich? Auch hier kein Selfie, aber einen spektakulären Sonnenuntergang! Nächstes Mal bedenken wir das alles mit, versprochen!

Sie haben richtig gelesen. Wann und wo … on verra! Haha, die Integration ist gelungen, ich bin schon eine richtige Französin geworden, wenn man meine Organisation so ansieht. In Frankreich ändert sich ja oft alles bis zur letzten Minute. Als ich letztes Jahr im Herbst zwei Austauschschülerinnen beherbergte und gerne le planning vorab bekommen hätte, um zu wissen, wann welcher Ausflug stattfindet, ist er nur für die Amerikanerinnen oder gehen die Französinnen mit, muss ich ein Picknickpaket vorbereiten oder zwei, fahre ich die eine zur Schule, die andere zum Bus usw.

So bleibt es die ganze Woche. Es wird dann aber doch kurzfristig ggeändert, weil es zu schlechtes Wetter ist, um auf die Insel zu fahren. Niemand findet das schlimm übrigens. Und die Zeit, in der ich die Augen darüber rollte, über dieses unorganisierte planlose und spontane Vorgehen, ist vorbei. Was ich nicht gedacht hätte ist, dass das Französische schon derart auf meine Art zu planen abgefärbt hat. Sagte ich Samstag sei ein Jour fixe und man könne ihn nicht ändern?

Hätte ich da nicht mal vorher fragen können, bevor ich das in die Welt hinaus rufe? Ja, hätte ich, habe ich aber nicht. Dachte, ach, das wird schon. Es wird also verbindlich ich war eben da und habe mit einer der Schwestern gesprochen, jetzt dann doch! Oktober , ab 16 Uhr statt.

Je nach Wetter auf der Terrasse …. Haben Sie Lust auf ein Treffen? Mit mir und Christine, versteht sich. Lesen Sie es noch einmal. Ich bin da absolut offen und ehrlich: Es ist mir zu viel. Ich erhalte immer noch Anfragen: Nur auf einen Kaffee, och komm, ein halbes Stündchen, nur für uns … Ich fuchtele abwehrend mit den Armen.

Na, dann ein anderes Mal …. Gut, seufze ich, dann also, weil Sie so lieb und treu nachfragen. Weil ich gerade etwas Luft habe … und ich schlage hiermit ein offenes Treffen vor, am kommenden Samstag Freitag Erklärung siehe unten!!! Nein, es gibt keinen Blick aufs Meer, aber es gibt eine nette kleine Terrasse, ein hübsches Interieur, und eine der Schwestern macht eine Patisserie zum Niederknien.

Es ist vollkommen untouristisch. Dort sitze ich bei Kaffee es gibt auch Tee übrigens! Und falls jetzt gar niemand kommt, denn, herrjeh, jetzt sind ausgerechnet SIE gar nicht da, höre ich Sie klagen, dann lese ich dort gemütlich und gehe gegen 17 Uhr wieder nach Hause. Und er könnte tatsächlich wiederkehrend wie für Jour fixe so üblich eingeführt werden.

Vielleicht gibt es zukünftig auch noch einen Termin im Frühjahr. Donc … s ehen wir uns? Oktober ab 16 Uhr! So, und falls der Samstag Freitagnachittag ist bestätigt! Besonders auch für Menschen, die wenig Ahnung von Hundeerziehung haben und alles kontrollieren möchten.

Das tollste ist noch immer wieder, die Hunde warten leidend im kalten angeleint und können sich nicht warmlaufen, während Herrchen und Frauchen sich ausgiebig klönen. Wenn von einer drei mal einer Stunde der Hund bis auf 5 Minuten angeleint ist, dann kann ich auch in derselben Zeit um Stubentisch joggen. Der Hund hat nichts davon und ich auch nicht. Wenn mich jemand bittet, den Hund anzuleinen, möchte ich auch den Grund wissen.

Angeleinten Hunden gehen wir sowieso aus dem Weg. Auf diese meistens angeleinten Hunde mit Leinenaggression und Kläfferei haben wir sowieso keinen Nerv drauf.

Wie kommt man überhaupt da rauf, dass nur Hundehalter auf alles und jedem Rücksicht nehmen sollen. Solange mein Hund keinen belästigt, möchte ich in Ruhe spazieren gehen, wie jeder andere ohne Hund auch. Gerne nehme ich auf andere Rücksicht und leine deshalb meinen Hund auch mal an, wenn es triftige Gründe gibt. Doch über meine Art der Hundehaltung entscheide ich immer noch selbst.

Ignoranz und Selbstverliebtheit in Reinform. Mein Hund ist gut erzogen, hört auf alle Kommandos, ist aber aufgrund seiner Vergangenheit aggresiv gegen andere Hunde.

Deshalb läuft er an der Schleppleine mit 10 Meter. Er hat trotzdem genügend Platz zum Toben, Schnüffeln usw. Man muss seinen A Dann hat der Hund genügend Auslauf. Hinzu kommt ich habe Hunde mit Jagttrieb, den kann man kontrollieren aber nicht austreiben! Sprich sie kommen an der Leine wenn wir unser Gassirunden machen, Auslauf usw.

Nach wie vor kenne ich das Problem: Ich habe lange sehr lange mit meinen gearbeitet, kann an Erzfeinden mit Leine inzw. Wir haben zwei Hunde. Sie braucht keinen Menschen. Wenn bei ihr die Leine weg ist, dann ist sie auch weg. Dann haben wir noch einen sehr unsicheren Hund. Beide gehen bei uns an der Leine. Wenn wir im Ort sind, dann an der normalen Leine. Und ich finde es nicht schlimm, dass die Hunde an der Leine sind. Und bei mir ist es auch schon vorgekommen, dass ich auf die Bitte, man möge seinen Hund zu sich kommen lassen, unangenehm angemacht wurde.

Das finde ich sehr schade und ignorant. Aber wenn ich darüber nachdenke, hat der Verfasser des Artikels recht Und die Leute haben vielleicht keine folgsamen Hunde Ich komme dieser Bitte bis auf eine Ausnahme auch entgegen.

Meine Hunde sind allgemein als lieb und gehorsam bekannt. Eigentlich sollte man darüber gar nicht diskutieren müssen! Ich sehe ein Mensch ob mit Hund oder ohne kommt mir entgegen, ich rufe meine Hunde zu mir, falls nötig wenn die Gefahr besteht, dass sie nicht bleiben leine ich sie an.

Der Mensch kann in Ruhe passieren. Alles ist wunderbar, niemand muss sich aufregen, meine Hunde und ich hatten die Gelegenheit Rücksicht zu zeigen, die ich im übrigen auch von anderen erwarte. Warum machen wir Hundehalter uns gegenseitig das Leben schwer? So sieht es aus!!! Das gehört einfach zum alltäglichen Miteinander und sollte eine Selbstverständlichkeit sein! Traurig eigentlich, dass manche Menschen mit so ein bisschen Rücksichtnahme und Freundlichkeit schon ein Problem haben.

Ich bin gerne Hundebesitzer, aber ich kann jeden verstehen der von meinem Hund nicht belästigt werden möchte. Und wenn mein Hund an der Leine ist, möchte ich dass mein gegenüber seinen Hund auch anleint. Ich halte das für Hundehöflich. Mein Hund hat übrigens sogar eine Begleithundeprüfung und eine Leinenbefreiung. Ach wie oft habe ich es schon erlebt, das ich darum bitte, das der entgegen kommende Hund angeleint oder wenigstens zurück gerufen wird.

Ich trainiere aber mit meinem "halbstarken", intakten Rüden 22 Monate an der Leine etc. Und ICH möchte gerne mitentscheiden, wer mit wem und wann und wo zusammen ist. Leider wird man nicht ernstgenommen und sogar belächelt. Aber wehe, es würde mal etwas passieren!!

Schade, das viele Menschen keine Rücksicht nehmen und nicht weiter als von der Tapete zur Wand denken: Ich habe vier Hunde , keiner kümmert sich um andere herannahende Menschen mit oder ohne Hund. Trotzdem muss mich niemand erst bitten, meine Hunde anzuleinen.

Es ist so einfach und völlig stressfrei. Dem schliesse ich mich voll und ganz an. Leider kommt nur selten mal etwas Dankbarkeit rüber. Dem weiche ich natürlich nie wieder aus, ab jetzt weicht der eben aus. Da ist nur leider die Leine Hirnrissig, dumm, idiotisch, keiner konnte mir bisher den Sinn solcher Manöver erklären.

Da sind links 2 Meter Platz und trotzdem wird man fast umgefahren und dann noch beschimpft. Einer hat bei so ner Aktion mich mal touchiert. Und ist im Graben gelandet. Ich nehme gerne Rücksicht, erwarte das aber auch vom gegenüber. Wie man in den Wald hinein ruft Danke für diesen Artikel, sie sprechen mir aus der Seele! Ich habe einen alten Hund, inzwischen 16 Jahre, der akustisch nichts mehr hört und zwei kleine Kinder.

Und dann wundern sie sich, wenn ich dem anderen Hund mal mit einem gepflegten Tritt zu verstehen gebe, das er abhauen soll. Mein Terrier-Rüde ist nun mal ein unkastrierter Rüde und reagiert entsprechend auf männliche Mitbewerber bzw. Es ist also irgendwie "dumm", seinen Hund zu uns ranzulassen. Mein Hund geht übrigens immer an der Leine, weil es eben nicht mehr möglich ist, ihn zurückzurufen, er hört es nicht mehr akustisch.

Die Zeichensprache funktioniert in solchen Momenten meist auch nicht, weil er dann mit dem Rücken zu mir ist und nicht drauf achtet. Auslauf hat er zu Hause im Garten genug. Seit den Kindern geht der Hund an der Leine, weil es mir schlichtweg zu viel ist, einen Kinderwagen, ein Kleinkind und einen herumtollenden Hund - gesellschaftsfähig - zu koordinieren. Ich finds immer sooo schön: Meiner tut doch nicht!

Und ganz ehrlich liebe Mithundehalter: So ist es bei uns leider auch. Wir haben Hunde seit über 40 Jahren.

Wir haben Hundesport Turnierhundesport gemacht, die Begleithundeprüfung und sind immer noch auf dem Hundeplatz, damit unserer Kontakt mit anderen hat und Gehorsam lernt.

Aber wegen den ignoranten Hundehaltern, vor allem mit kleineren, werden wir keine weiteren Hunde mehr haben, wenn unsere Bonita gegangen ist. Es ist traurig, wegen dem Egoismus und der Rücksichtslosigkeit anderer Leute so eine Entscheidung treffen zu müssen. Ihr habt ja sicher recht mit dem anleinen und der Höflichkeit, anderen Hundehaltern gegenüber.

Nun liebe Mithündeler, geht mal in Frankreich auf dem Lande spazieren. Eine unmögliche Angelegenheit und nervig, man kann ja die Hunde nicht verantwortlich machen. Hier in Frankreich hält man die Hunde einfach gefangen im Garten und wenn der Zaun mal kaputt ist, wird dieser auch nicht mehr repariert, die Hunde laufen einfach frei herum und stören die wenig korrekten Hundehalter enorm.

Mein Noura hat sich langsam an diese Mitläufer gewohnt, aber natürlich zieht sie an der Leine, weil die andern so schön frei laufen dürfen. Mittlerweile haben wir auch eine Lösung gefunden, die Hunde, es sind immer etwa die gleichen, folgen uns sowieso auf dem Spaziergang , und irgendwann lasse ich meinen dann frei und die spielen eigentlich dann ganz schön zusammen.

Hoffe nun dass sein Hund auch mal mit dem Meister spazieren darf und lernt, dass es auch Leinen gibt. So sieht das hier aus, man gewöhnt sich an alles und die Hunde wohl auch. Hunde sind zum Einsperren oder für die Jagd, basta!

Meine Hündin ist inzwischen 13 Jahre alt, sehr sozial, immer ohne Leine auf den Rheinwiesen zwischen vielen freilaufenden Hunden unterwegs gewesen. Natürlich gab es in diesen Jahren auch die eine oder andere Auseinandersetzung mit anderen Hunden. Deutlich aggressiver sind diese Diskussionen aber an der Leine! Die Hunde gebärden sich wie verrückt. Ich finde es nicht richtig, dann aneinander vorbei zu gehen.

Jeder guckt den anderen an, als wollte man ihn vernichten. Und siehe da, oftmals sind die Halter einfach zu ängstlich, die Hunde dann völlig entspannt. Lieber Ernst Vock, Sie haben den Artikel wie die Meisten Kommentare am Anfang nicht richtig verstanden, es geht nicht um Leinenzwang oder Kindererziehung, sondern einfach nur um ein freundliches und höfliches Miteinander. Ich habe ja immer noch die Möglichkeit einer Schleppleine der Hund kann laufen, aber wenn es nötig ist, kann ich ihn an die Leine nehmen.

Der Artikel hat völlig recht damit, dass der einzige Grund, warum die Hundehalter der Bitte nicht nachkommen in der Tatsache steckt, dass ihr Hund nicht erzogen ist, und dass wollen Sie vertuschen. Aber noch eins lieber Ernst Vock, Ihr Kommentar zeigt mir, dass Sie zu den rücksichtslosen und unverschämten Hundehaltern gehören.

Ich habe auch zwei alte Hunde und hatte kürzlich eine Begegnung mit einem völlig unerzogenen ca. Er hat sich, obwohl ich mehrmals die Bitte gebrüllt habe, den Hunde anzuleinen, aber es kam erst keine Reaktion des Hundehalters, dann kam ein warum, auf unseren geschmissen.

Es war noch ein junger Hund und er wollte nur spielen, meiner hat aber massive Probleme mit dem Rücken und wenn ich nicht mit vollem Körpereinsatz dazwischen gegangen wäre, dann hätte ich meinen Hund wahrscheinlich einschläfern lassen müssen.

Als ich aber auf den Hund losgegangen bin, ist der Hundehalter auf mich losgegangen. Zum Glück bin ich ausgebildete Hundetrainerin und hatte es in dieser Situation nur meiner Körpersprache und dem zum Glück noch jungen Hund zu verdanken, dass das nicht schlimmer ausgegangen ist.

Wegen solcher Leute gibt es die ganzen Gesetze, die dann wiederum alle Hundehalter treffen und auch alle Hundehalter schlecht machen, was dann wiederum zeigt, dass man trotz gut erzogenem Hund angepöpelt wird. Also meine Bitte, nehmt doch Rücksicht auf Andere und vor allem erzieht die Hunde, davon profitiert auch ihr.

Ich bin absolut sprachlos. Wer Angst vor Hunden hat soll also einfach nicht aus dem Haus gehen, weil es dem Hundehalter nicht zuzumuten ist auf nachfragen!

Und in Eurer Wahrnehmung sind tatsächlich Kinder gefährlicher als Hunde? Werden ja genug Leute von Kinder- und Jugendbanden ausgeraubt und zusammengeschlagen. Dass sich ein Rudel halbstarker Hunde zusammenrottet, um nen Rentner am Bahnhof aus Spass tot zu treten, kommt eher selten vor. Auch dass ein hund einem Menschen ein Messer in die Rippen jagd, um sich der Brieftasche zu bemächtigen, um neue Drogen zu kaufen, passiert eher selten ; Ich fühle mich jedenfalls in einem Rudel Hunde wohler und sicherer, als in einem Pulk halbstarker Kids.

Und da mein hund für mich Familie ist, fremde Menschen aber nicht, liegt der mir natürlich mehr am Herzen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man als Hundehalter Rücksicht nehmen sollte.

Ich leine meinen immer an, wenn Leute, andere Hunde oder Wildtiere in der Nähe sind. Wenn ich merke, dass die Leute unsicher sind, lasse ich ihn sogar neben mir abliegen. Leider ist Dankbarkeit in solchen Fällen oft nicht vorhanden, man wird trotzdem beschimpft.

Es gibt aber auch Gegenbeispiele, einige wenige bedanken sich ja doch, wenn man Rücksicht nimmt. Ich erwarte allerdings die gleiche Rücksicht. Der Jogger bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn er mal 30 Sekunden anhalten muss, damit man in Ruhe beiseite gehen kann. Der Radfahrer bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn er mit etwas mehr Abstand vorbei fährt und mir nicht in die Leine rast. Letztenendes haben die nicht mehr das Recht, diese Wege zu nutzen, als mein hund und ich.

Wie gesagt ich nehme Rücksicht, fordere die andererseits aber auch ein. Für mich braucht es da keine "Bitte", denn es ist für mich absolut selbstverständlich, dass ich meine Hunde anleine, wenn wir anderen angeleinten Hunden begegnen. Würde der andere Mensch seinen Hund freilaufen lassen wollen, dann hätte er es vermutlich schon längst getan. Für mich ist das einfach eine Frage des Anstandes und der Höflichkeit.

Auch, dass ich Joggern, Walkern, Radfahrern etc. Zu Anstand und Höflichkeit gehört es für mich übrigens ebenso, dass meine Rüden nicht alles in Grund und Boden markieren Autoreifen, Vorgärten, Häuserwände, Fahrräder etc.

Kurzum, ich versuche meine Hunde so zu führen, dass möglichst kein Mitmensch belästigt wird - ich finde das nicht schwer und es bricht mir dabei kein Zacken aus meiner Krone. Und vor allem, es kostet mich nichts, schafft aber vielleicht, beim einen oder anderen, das ramponierte Bild der Hundehalter mal wieder ein wenig aufzupolieren. Hundebesitzer leben in dem Glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und sie ungefragt jedem auszwingen zu müssen. Er, der Hund, hat gesehen, es harmoniert nicht.

Und ich sage noch, dass ich extra ausgewichen bin, weil es nicht passt. Aber nein, Frauchen schleppt irhen Hund zu meinem mit den Worten "da passiert doch nichts".

Und prompt knallt es und ihr Hund schreit. Und dann will sie ihren Hund auch noch rausrufen. Der ist diesmal aber klüger und ignoriert Frauchen und wartet auf Freigabe des anderen Hundes.

Da bin ich eingeschritten und hab ihr gesagt, sie soll gefälligst ihren Mund halten und die Hunde das sauber zuende bringen lassen, was sie vermasselt hat. Diese Frau hat ihren Hund verraten, alles ignoriert, was ihr Hund, mein Hund und ich signalisiert haben, nur um mich zu bekehren. Und wer leidet darunter: Die Frau hat in den Augen ihres Hundes soviele Minuspunkte gesammelt, wie es überhaupt nur geht. Warum sind die Hundebesitzer so?

Ich habe einen Grund, dass ich ausweiche. Und ihr Hund hatte einen Grund, ganz bewusst nicht zu meinem Hund hinzugehen. Er versteht mehr von seinen Artgenossen als sein dummdämliches Frauchen. Viele "Hundehalter" haben schlichteweg null plan vom Sozialverhalten der Hunde allgemein. Die können weder Körpersprache lesen, noch eindeutige "Gesten" deuten. Und das weder bei ihrem Vierbeiner, noch bei anderen Menschen. Ich glaube das ist ganz oft keine böse Absicht sondern schlicht Unwissenheit und Dummheit.

Da würde ein Jahr Hundeschule mal Wunder bewirken. Ein guter Trainer bringt einem sowas bei. Aber viele Halter "vermenschlichen" ihre Wuffis und sind sich nicht mal bewusst, dass ihr Hund eine egene Sprache hat, die aus Gestik und Mimik besteht Das Problem hatte ich auch schon oft.

Meiner kommt aus einem Tierheim. Und davor aus einer Tötungsstation. Dafür ist ererstaunlich gut sozialisiert, er ist in einer Hundepension in einem Rudel, wenn ich im Büro bin, klappt alles. An der Leine reagiert er allerdings recht agressiv auf andere Hunde, speziell auf kleine Hunde. Das Phänomen, dass manche das als Aufforderung sehen, hinterherzudackeln oder ihren unangeleinten Hund gar zu mir zu schicken kenne ich.

Auch die Schimpftiraden, die man abbekommt, wenn ihr Hund bei der unerwünschten Begegnung mal eben ne Abreibung bekommt. Ich versuche in solchen Fällen immer, den Leuten zu erklären, was da gerade falsch gelaufen ist und dass sie die Verantwortung alleine tragen, weil ich meinen Hund an der Leine hatte und sie nicht: D Nach dem Motto: Auch ich leine meine Hunde an, oder halte sie, wenn ich sehe, Menschen haben Angst, Kinder kommen usw. Was ich absolut nicht haben kann, wenn uns Urlauber wir wohnen in Zell am See, Österr die von weitem sehen, meine Hunde laufen frei, anpöbeln, wir haben die Hunde anzuleinen.

Meine BX geht automatisch, wenn uns Menschen begegnen, zu mir und klebt regelrecht an mir. Es wurde noch nie jemand auch nur ansatzweise von ihr bedrängt. Ich mag es absolut nicht, wenn wir als Einheimische ständig angehalten werden, die Hunde am Besten gleich zuhause zu lassen, die Urlauber aber andererseits ihre Hunde frei laufen lassen, sie sogar zum Langlaufen und Joggen mitnehmen.

Besonders Kinder unserer Urlaubsgäste ich habe selbst auch 4 Kinder verhalten sich den Hunden gegenüber schrecklich.

Es vergeht kein Tag, an dem die Hunde nicht attakiert werden. Da sie ja sicher hinter dem Gartenzaun verwahrt sind, sind ein willkommenes Opfer für gelangweilte Urlaubskinder. Bevor bei uns die Leinenpflicht eingeführt wurde, also noch bis vor 2 Jahren, hatten wir nie Probleme mit unseren Hunden, es gab nie irgendwelche Beissvorfälle usw. Es wurden beide Seite respektiert. Seit es dieses Gesetz gibt, ist eine Massenhysterie ausgebrochen und jeder Hund wird als Bestie dargestellt!

Das finde ich schade. Es gibt sogar noch einen Grund, dieser Bitte nicht nachzukommen: Somit böte die Leine lediglich eine "optische Befriedigung" des Gegenübers, da sie für den eigentlichen Zweck den Hund bei sich zu halten überhaupt nicht gebraucht wird. Und zum "Befriedigungshilfsmittel" für wildfremde Leute degradiere ich meinen Hund sicher nicht.

Dass man aber seinen Hund zu sich ruft, wenn einem ein anderer Hund an der Leine entgegenkommt, oder jemand zu verstehen gibt, dass eine Hundbegegnung unerwünscht ist, ist eigentlich sebstverständlich.

Das sprachliche Bild ist etwas schief geraten: Andere Menschen sind ganz sicher nicht angehalten, den fremden Hund zu studieren, sie wollen aber darauf vertrauen können, dass sein Halter ihn wortwörtlich im Griff hat - die Leine.

Wenn ich sie an der Schleppleine laufen habe und sehe andere Leute ob mit oder ohne Hund entgegenkommen, halte ich sie definitiv kurz. Das gehört sich einfach so. Ich behaupte mal, dass es genug Wege in Deutschland gibt, auf denen man nicht alle 3 Minuten andere Menschen trifft und somit kann sich der Hund nach einer Begegnung mit Fremden dann immernoch austoben wenn man natürlich nicht irgendwo in der Innenstadt wohnt Auch wenn wir mal stärker besuchte Wege gehen müssen, kommen oft unangeleinte Hunde auf uns zu und ich werde dann blöd angemacht, weil ich die Hündin nicht frei laufen lasse.

Wenn man durch Wohngebiete laufen muss und dann anfeindungen kommen, dass die Hunde alles vollscheissen. Kann die Leute vollkommen verstehen. So oft machen Hunde mitten auf die Wege oder in die Vorgärten und es wird nicht weggemacht. Kotbeutel kosten nicht die Welt und passen ungefüllt natürlich in jede Hosentasche und wer sich davor ekelt, die Hinterlassenschaften seines Hundes wegzumachen, sollte sich keinen anschaffen.

Wenn jeder etwas Rücksicht nehmen würde, hätten wir in Deutschland nicht dieses Problem mit dem Hass gegen Hunde, aber die ignoranten Hundehalter sterben leider nicht aus was die Hundehalter mit Verstand dann ausbaden müssen.

Ein schöner Aufruf mit viel Wahrheit! Ich selber besitze keinen Hund, habe als Pferdebesitzer und Reiter auch schon die ein oder andere Begegnung gehabt: Fall 1 - ich reite mit meinem Pony an einem Mann und seinem Hund vorbei, der Hund läuft hinter das Pony und zwickt ihm leicht ins Bein.

Der Hundehalter sieht zu und unternimmt nichts. Bis ich ihn dann irgendwann aufklärte, dass mein Pony jetzt lamgsam die Faxen voll hätte und gleich mit einmal ordentlich austreten würde, ob er denn seinen Hund loswerden wolle?

Der Hundebesitzer sah mit nur verattert an, ich musste ihm doch tatsächlich noch erklären, dass ein Tritt von einem eisenbeschlagenen Huf so einen Hund töten kann Ich gehe mit einem Pony an der Hand an einer Hundebesitzerin vorbei. Der Hund läuft hinter und her und beginnt uns zu umkreisen.

Auch hier habe ich mit allen Mitteln versucht, mein Pony davon abzuhalten nach dem Hund zu treten, die Frau sah zu und fand das wohl alles sehr lustig! Erst auf die Frage, ob ihr bewusst wäre, dass ein Tritt mit dem Huf ihren Hund durchaus töten könnte, sah sich sich genötigt, zu versuchen ihren Hund einzufangen - ich war nett und blieb stehen, sond wäre sie und bzw.

Wie kann ich mienen frei laufenden Hund so unkontrolliert lassen? Und dabei sogar offensichtliche Gefahren für den Hund ignorieren? Ich freue mich immer über freilaufende Hunde von vorausschauenden Hundehaltern, die weder ihren Hund noch ihre guten Manieren vergessen! Also liebe Hundehalter, ich bin keiner, trotzdem mag ich Hunde sehr. Aber das ganze hat schlicht mit Rücksicht zu tun. Es gibt Menschen die panische Angst vor Hunden haben und die vielleicht ortsfremd sind und nicht wissen wo jetzt Spielwiese und wo nicht ist.

Es gibt einfach ein besseres Verhältnis zwischen Hundehaltern und nicht Hundehaltern. Vielleicht sogar weniger panische Angst vor Hunden wenn die prägenden Erlebnisse ausbleiben. Das könnte kommen wie bei den Rauchern. Wenn die Rücksicht bei den Rauchern fehlt dann schickt man sie halt raus legt sie an die Leine. Dies von einem Hundefreund ohne Hund. Wir leben mitten auf dem Land, wo Hundehalter die perfekte Möglichkeit haben, mit ihren Hunden stundenlang leinenfrei spazieren zu gehen.

Wenn wir unsere Pferde von der Koppel holen, treffen wir sehr häufig Hundebesitzer, die ihre Hunde auch auf unsere Bitte nicht anleinen: Auch die Hunde, die sich dann von ihren Haltern selbständig machen und auf unseren Hof und in die Stallgasse rennen, um die Pferde zu verbellen, sind für uns hoch gefährlich.

Einmal kamen zwei entfleuchte Hunde in unsere Stallgasse geschossen, als wir gerade ein mit einem wenige Tage alten Fohlen mit Mama zurück in die Box gebracht haben. Der Kleine wäre beinahe die Wand raufgeklettert vor Panik und hätte sich schlimm verletzen können. Das muss doch als Hundehalter in meinem eigenen Interesse sein: Was, wenn der Hund in ein Auto läuft? Was, wenn er von einem Pferd getreten wird einige unserer Mutterstuten würden ihre Fohlen mit dem Leben verteidigen?

Kann beides tödlich enden für den Hund! Unsere Pferde werden zum Teil auch darauf trainiert, ohne Halfter und Seil "at liberty" im Pferdejargon zu folgen, und wir würden uns durchaus zutrauen, sie so bis zur Weide zu bringen. Würden wir aber im Leben nicht tun, einfach, damit nicht doch einmal einer entwischt! Wenn wir ausreiten, machen wir Spaziergängern oder auch Hundespazierführern Platz, indem wir hintereinander aufmarschieren und den Weg frei halten.

Manchmal frage ich mich, wie wenig Hirn bei manchen Menschen vorhanden ist. Manche Kinder gehören eher an die Leine. So ist das doch keine artgerechte Haltung". Wen ich Menschen sehe die ihren Hund aus Prinzip nicht anleinen, erinnert mich das immer stark an ein kleines trotziges Kind. Es kann die verschiedensten Gründe haben wieso ein anderer Hundebesitzer mich bittet meinen Hund anzuleinen. Dann tue ich das kommentarlos!

Und wenn man einen angeleinten Hund sieht sollte man seinen Hund zumindest ran rufen und festhalten. Ich habe selber einen Hund. Und trotzdem habe ich den ein oder anderen pardon unerzogenen Drecksköter weggetreten. Mir sind schon einige brenzlige Situationen passiert aufgrund solcher ignoranten " Wiesen Kings" die es nicht für nötig halten ihren Köter fest zu machen. Oder das Pferd was Hunde hasst eben nen Tritt verpasst?!

WARUM sind einige einfach so beratungsresistent und ignorant? Das hat nichts mit " keine artgerechte Haltung" zu tun Danke Lea, Paige, etc.

Zu Anfang der Diskussion war ich wirklich entsetzt, wie viele ignorante rücksichtslose Hundehalter es doch gibt. Aber die letzten Beiträge zeigen mir, dass es zum Glück doch noch die Mehrheit ist, die Rücksicht nimmt.

Es wollten sich auch schon Kinder auf meine Hunde stürzen, um sie zu umarmen. Hat wunderbar geklappt und die Mutter hat sich bedankt und entschuldigt.

Auch unter den Reitern habe ich schon Situationen erlebt, die wenig rücksichtsvoll waren, dann hat man es angesprochen und man konnte einander wieder verstehen und hat Rücksicht genommen. Was ich allerdings immer!!!! Wenn ich beim Ausritt anderen begegne halte ich Abstand oder bleibe sogar kurz stehen, meine Hunde rufe ich zu mir, oder lasse sie sitzen, bis mein Gegenüber vorbei ist.

Und das ist artgerechte Haltung, dass andere ist verantwortungslos seinem eigenen Hund gegenüber der zu Schaden kommen kann.

Grundlage ist natürlich eine gute Grunderziehung, wo wir wieder beim Thema wären. Aber da gebe ich vielen anderen Vorrednern recht, die paar wenigen, die keine Rücksicht nehmen, verschärfen die Gesetze und den Hass gegen leider alle!!! Und es gibt nirgends soviel Uneinigkeit wie bei Hundehaltern.

Ich finde es schade, wenn überhaupt erst jemand darum bitten muss. Ich finde einfach, dass es sich gehört den Hund anzuleinen wenn jemand kommt. Egal ob mit oder ohne Hund. Meine Hunde haben daher einen Kurzführer am Halsband baumeln. Beinah traurig wieviele Leute sich dafür schon bedankt haben. Das sollte eine höfliche Selbstverständichkeit sein. Man kann sich doch unterhalten und die Hunde dann nach Absprache zusammenlassen.

Rücksicht muss sein, aber ich finde auch, dass mein Hund es verdient hat, auch Hund sein zu dürfen. Dabei ist das bei uns überhaupt nicht gerne gesehen. Darauf hin wurde sie von dem Mann mit einem Messer regelrecht abgeschlachtet. Angeblich fürchtete er um sein Leben. Der Richter gab ihm nun gerade erst recht und meinte, sie wären ja selbst Schuld gewesen, da sie die Leinenpflicht missachtet hätten. Ein Freibrief für jeden Verrückten und ein triftiger Grund mehr, den Hund im Griff zu haben und lieber einmal zu oft anzuleinen Entschuldige,aber wenn ein Hund nicht gehorcht,dann gehört er auch nicht ab der Leine!

Sogar meine 5 Monatige Beauceron Hündin weiss ganz genau was sich gehört,das lernen bei mir bereits die Welpen. Das der andere Herr so extrem reagiert hat,ist absolut nicht korrekt. Aber auch ich hätte der frei auf mich zuspringenden Hündin einen guten Tritt verpasst,denn wenn meine Hunde an der Leine sind,dann bin ich zuständig. Und ich toleriere in keiner Art und Weise ein solches unumsichtiges Fehlverhalten von solchen Hundführern. Ich bin einerseits erfreut zu sehen das es doch so viele Vernünftige Hundebesitzer gibt!

Andererseits finde ich es erschreckend wie ignorant und selbstherrlich manche Menschen hier doch auftreten. Ich selber liebe Hunde und hatte vor vielen Jahren selber einen Mischling. Allerdings mag meine Frau Hunde überhaupt nicht und deshalb bin ich nie mehr in den Genuss gekommen Hundehalter zu werden. Ich habe aber drei Kinder von denen eines extreme Angst vor Hunden hat. Durch einfühlsame Hundehalter in der Nachbarschaft , die Rücksicht auf die Ängste meines Sohnes genommen haben und ihm NICHT mit Gewalt versucht haben den Hund unter die "Nase zu drücken" sondern selbstverständlich ihren Hund an die Leine nahmen und immer behutsam auf ihn Rücksicht nehmend , meinem Sohn die Chance gaben sich an Hunde zu gewöhnen ist er mittlerweile so weit das er in der Lage ist an einem angeleinten Hund vorbeizugehen ohne mir auf den Arm zu springen!

Bei unangeleinten Hunden klemmt er sich allerdings immer noch heftigst an mein Bein , und dadurch das er mittlerweile sieben Jahre alt ist kann ich ihn auch nicht mehr so wie früher mal eben hoch heben! Ignorante Hundehalter wie so manche Schreiber hier meinten oft genug dann auch noch ihren Hund hochheben zu müssen um ihn meinem Sohn der mir quer über die Schulter hing und vor Panik schrie, unter die Nase zu halten , mit den berühmten Worten "der tut doch nichts"!

Ich gebe es zu , in den Zeiten als es besonders schlimm mit den Ängsten war, und wir von Hundebesitzern die unerlaubterweise im See mit ihren Hunden Badeten aufgefordert wurden wir sollen uns doch "Verpissen" , nachdem ich auf das Hundeverbot hinwies, in diesen Zeiten war ich ganz,ganz kurz davor Giftköder auszulegen - weil die Wut auf solche Ich habe mich aber beherrscht und zusammengerissen weil ich mir letztendlich vor Augen hielt das es die Tiere erwischt die nichts aber auch gar nichts für ihre unfähigen Halter können!!!

Meiner Meinung nach wäre die Einführung eines Wesenstests wichtiger als Leinenzwang und verbot von z. Allerdings ein Wesenstest für den Halter - nicht für die Hunde! Für meinen Staff habe ich 3 Sachverständigergutachten und sie wurde von der Leinenpflicht befreit. Grösstenteils habe ich sie immer ohne Leine laufen lassen. Sie ging im Höchstfall 3 -5 m von mir weg.

Jedoch sobald uns jemand entgegen kam habe ich sie sofort angeleint. Ich bin der Meinung, ich habe sie dadurch auch ihr ganzes Leben vor den Menschen beschützt: Ich habe schön öfters erlebt, dass mir entgegenkommende Leute schon von weitem entgegen gegrölt haben, ich sollte doch meine Tölen anleinen! Dann schalte ich natürlich auf stur! Wenn mich jemand in einem normalen Ton und mit Höflichkeit darum bittet, tue ich es gerne und ohne Probleme!

Prinzipiell bin ich immer gegen eine Anleinpflicht, weil ich der Meinung bin, dass ein Hund auch mal rennen muss und sich auspowern muss.

Ich bin Hundebesitzer und habe auch keine Angst vor Hunden. Aber wenn der Hund mir ins Auto rennt und ich dann wohlmöglich noch schuld bin oder ein anderer Hund meinen Hund anfällt oder wenn ich mit dem Pferd unterwegs bin und der tritt nachdem Hund Mensch Leute, habt Respekt voreinander und ruft euren Hund halt kurz zu euch, bis die "Gefahr" vorbei ist und dann kann er doch weiter laufen!

Aber scheinbar ist das mit mehr wie früher, als das noch selbstverständlich war ich bin 22, bin aber schon immer mit dem Hund unterwegs und andere Neu- Hundebesitzer haben sich sehr negativ verändert Abgeleint haut er ab und kommt aber auf zurufen nach 2 bis 3 Std. Da ich aber nicht oft soviel Zeit aufbringen kann muss er eben an die Leine und da "läufts" auch ziemlich gut.

Als würde man sie perönlich beleidigen wollen. Es stimmt auch, die gegenseitige Toleranz schwindet in der Bevölkerung mehr und mehr. Jener Hund kam aus einer Hofeinfahrt herausgeschossen und hat "uns" angefallen. Den restlichen Tag in der Tierklinik verbracht und danach vom Besitzer des anderen Hundes noch der Kommentar; ich hätte dafür zu sorgen, dass mein Hund mit anderen Hunden gut auskommt.

Daraus wurde dann einer Versicherungsfall. Genauso unverschämt finde ich es auch dass gerade in unserem Ort, wo kostenlose Hundekotbeutel-Spender stehen und die dazugehörigen Hundekotbehälter nicht genutzt werden. Mehrfach lassen einer oder auch andere ihren Hund direkt vor den Hundekotbehälter kacken.

Das sich daraufhin die Bevölkerung und auch ich provoziert fühlt liegt auf der Hand. Schade dass man so manchen Hundebesitzer nicht "erziehen" kann wie so manch gelehrigen Hund!

Das würde die Welt um so manches besser machen! Allen die das genauso sehen wünsche ich einen guten Rutsch nach Den anderen einen guten Rutsch auf der Hinterlassenschaft ihres Hundes!!! Es ist eine Frage des Anstandes und Rücksichtsnahme,wenn ich meine Hunde zu mir nehme und gegebenfalls sogar anleine,wenn mich jemand drum bittet oder eben ein angeleinter Hund kommt etc Hundehalter die das Gefühl haben,oh weshalb muss meiner an die Leine,die sollten lieber keinen Hund besitzen.

Besser für alle Parteien. Wir haben genug Anstandslose Mitmenschen. Respekt von beiden seiten und wir hätten all die Probleme nicht..

Maja, zu Ihren Beitrag: Mir ist unklar in welchen Zusammenhang wir beide stehen. Davon abgesehen, werden Sie es sicherlich schaffen, in Ihrem nächsten Beitrag meinen Namen richtig zu schreiben. Bitten möchte ich Sie, meinen Beitrag genau zu lesen, bevor Sie mich dafür verantwortlich machen, dass man als Hundebesitzer wer immer das auch alles sein mag angegangen wird. Ihre Behauptung empfinde ich als lächerlich. Hundebesitzer werden angegangen, weil diese die Hunde-Häufchen nicht wegmachen, weil der Hund mit oder ohne Leine nicht hört und andere belästigt.

Hundebesitzer werden angegangen, weil Leute einfach keine Hunde mögen und es immer mehr Hundehasser gibt. Dagegen steuern kann man mit einem hohen Ausbildungsniveau des Hundes und damit, dieses auch selbst zu haben.

Natürlich kann ich wildfremde Menschen damit beruhigen, dass ich meinen Hund an der Leine nehme. Tatsache ist, wenn das Kräfteverhältnis Mensch zu Hund nicht stimmt, nützt eine Leine leider überhaupt nichts. Ein 60 Kilo Hund, der nicht erzogen ist, kann sich ganz leicht des Menschen entledigen, um zu machen was er will. Da nützt eine Leine überhaupt nichts. Ansonsten bin ich entsetzt, was hier teilweise zu lesen ist.

Ein Mensch, der selbst einen Hund hatte, regt sich darüber auf, wenn Hunde im See baden. Ja das ist wahrlich ein Verbrechen. Eine Hundehalterin tritt andere Hunde. Da frage ich mich geht's noch? Wie wäre es, wenn jeder sich um eine gute Ausbildung seiner Hunde kümmern und diese artgerecht halten würde, dann gäbe es weniger Probleme mit und ohne Leine.

Also ich finde es schon sehr merkwürdig und ignorant, wie manche hier sich gebärden. Aber wenn ich gebeten werden rufe ich den Hund zu mir toll wenn ein Hund so erzogen ist, das er dies tut, hochachtung! Ich habe auch eine Angsthündin, meiner Bitte wurde auch nicht nachgekommen. Nachdem sie, da sie nicht ausweichen konnte, biss sie den Hund ins Gesicht.