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Man wird so da rein gezogen, das man meinen könnte man ist selber auf dem Schiff. Es war sehr Lesenswert. Sebastian Fitzek hat eine Art zu Schreiben , die mich immer wieder begeistert. Die Bücher sind so komplex, das man immer wieder in eine falsche Richtung gelockt wird. Das Buch war zwar komplex aber dennoch so locker und spannend geschrieben, das ich es nur einsaugen konnte. Es hat mich absolut gefesselt. Was ich allerdings schade fand war das ich mit Martin Schwatz nicht warm werden konnte.

Seine Geschichte hat mich berührt und er tat mir auch sehr leid. Aber oft konnte ich nicht nachvollziehen warum er jetzt so handelt. Ich kann es gar nicht richtig erklären, aber er war für mich ein leeres Blatt. Man konnte ihn einfach nicht greifen. Natürlich kann es daran gelegen haben, weil ich mich einfach nicht in seine Situation hinein versetzen konnte. Aber für mich war er leider einer der schwächeren Charaktere der Fitzek Bücher.

Für mich Spiegelt es genau die Geschichte wieder. Traurig, düster und trotzdem ein kleiner Ausblick. Also Top, eines der Besten Cover. Er nennt sich Doktor , allerdings nicht promoviert, warum auch. Seine Methoden medizinisch tätig zu sein aber sind endgültig und tödlich, auch für den durch trainierten Sportler, der gerade auf dem Tisch liegt.

Es hat ihm nichts genutzt. Ein zutrauliches kleines Mädchen auf Deck kommt dem Doktor jetzt wie gelegen, sein nächstes Opfer? Er nimmt sie an der Hand und geht mit ihr unter Deck zu seiner Kabine. Er hasst dieses Schiff und würde es nie mehr betreten. Der geheimnisvolle Anruf einer alten Dame veranlasst ihn jedoch sofort mit ihr Kontakt aufzunehmen und unverzüglich an Deck zu erscheinen.

Kann sie ihn von seinen Qualen und der Verzweiflung befreien? Was verbirgt sich auf diesem Schiff? Allein schon aus der Leseprobe erkenne ich wieder einen grandiosen nervenaufreibenden Psychothriller von Sebastian Fitzek. Er steht mittlerweile mit vorne an der Spitze meiner deutschen Lieblingsautoren. Habe das Buch von einem Freund geschenkt bekommen und als ich einmal anfing, konnte ich nicht mehr aufhören. Ich fand es wirklich super spannend bis zum Schluss.

Ein echter Fitzek eben! Geradee habe ich dieses Buch ausgelesen. Also es liest sich wirklich sehr zügig, die Spannung hält das ganze Buch an und ich war ruckzuck durch. Die Handlung ist durchaus nachvollziehbar, obwohl es doch zum Teil sehr brutale Stellen enthält.

Trotzdem hat es mir gefallen. Ich will hier nicht zu viel verrraten: Hochspannung und Nervenkitzel auf ständig hohem Niveau - dass schafft niemand so gut wie Sebastian Fitzek. Hardcover, Droemer HC Links Der Krimi-Leserliebling ! Leselounge Auf dem roten Teppich: Pressestimmen "Sebastian Fitzek steht für Nervenkitzel der feinsten Art.

Da überlegt man sich den Urlaub auf hoher See. Lassen Sie das Licht an! Lesetipps Du hast dieses Buch schon gelesen? Für dieses Buch kann und werde ich allerdings nur 3 Ster.

Kapitel nicht zum Rest des Buches. Schreibstil, man liest das Buch in fast einem Rutsch durch In dem Klappentext ist eigentlich schon alles spoilerfrei erzählt. Kreutzfahrtschiffen sofort an Passagier 23 denken.

Es bleibt bis zum Ende spannend! Im letzten Drittel ist einfach zu viel Abgehobenes und Unwahrscheinliches eingefügt worden, das dem Ganzen den Sinn und echten.

Mein Fazit Für mich zu übertrieben, zu verworren, zu unglaubwürdig. Da ich das BUch so gut fand habe ich auf meinem Blog auch eine Rezi dazu geschrieben. Passagieren des Luxusdampfers Sultan of Seas während der Reise. Überraschung zur Auflösung bereit. Für Passagier 23 muss man noch nie an einer Kreuzfahrt teilgenommen haben und hat trotzdem das Gefühl des kennens. Wieder ein Fitzek Buch das man nicht aus der Hand legen möchte. Die Charaktere hinterlassen einen bleibenden Eindruck beim Lesen.

Zudem schweifen die Beschreibungen nie zu sehr aus, sodass die Geschichte an keiner Stelle langweilig wird. Ich habe seit Langem nicht mehr ein Buch in solch einem Rekordtempo durchgelesen. Das Buch ist so spannend und schnell geschrieben, dass man es kaum aus der Hand legen mag. Eine ungewöhnliche Geschichte, die es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Der Inhalt war sehr logisch und spannend. Ergo, ich wurde nicht enttäuscht.

Jetzt warte ich bis zum Herbst, wenn der neue Fitzek erscheint. Ergo, ich wurde nciht enttäuscht. Bei Kreuzfahrten werde ich in Zukunft wohl einen seltsamen Beigeschmack haben, aber das Buch war es wert. Mir war nicht bewusst, dass so viele Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden. Dass das überhaupt der Fall ist war für mich neu. Besonders, wenn man schon mal eine Kreuzfahrt mit gemacht hat, kann man sich das alles so richtig vorstellen. Das Szenario auf einem Kreuzfahrtschiff ist so aktuell, wie es nicht anders sein könnte.

Wie jeder Fitzek endet auch diese Story mit einem grandiösem Finale!!!! Aber nach den ersten Seiten, in denen ich noch nicht so ganz wusste, wo die Reise hinführt, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Denn dann wurde es spannend bis zur letzten Seite. Und wirklich bis zur letzten Seite, denn so mancher Plottwist wartet dort noch Dies macht es so spannend sie zu lesen. Für mich einer ger genialsten Thrillerautoren. Dazu auch noch sympathisch, wie ich auf der Buchmesse Frankfurt feststellen konnte. Fitzek ist einfach ein Meister seiner Künste und ich es war mal etwas anderes eine Geschichte auf dem Ozean zu lesen.

Kann es nur weiter empfehlen! Die obgligatorische Wendung am ende des Buches war natürlich auch wieder dabei und echt gut. Die von vorne bis nach hinten einen fesseln, schockieren, zum Nachdenken anregen und das Herz auf eine nicht verliebte weise höher Schlagen lässt. Auch dieses ist so geschrieben, dass man es gar nicht weglegen möchte. Über einen alten Kontakt wird er auf der Sultan of the sea gebraucht, denn da verschwinden Menschen… Gruselig, spannend und haarscharf am Horror vorbei!

Wie bei Noah schon entfernt sich Fitzek langsam aber sicher von der düsteren Menschenpsychologie, die man bei Der Augensammler oder Der Seelenbrecher lieben gelernt hat. Passagier 23 ist ein sehr guter Thriller aber meiner Meinung nach kein Psychothriller. Diejenigen, die immer noch nach der Lösung des Rätsels aus der Danksagung suchen und seitdem immer noch in einem Starrezustand sind, werden mit Passagier 23 endlich befreit ; Die Handlung ist wirklich sehr spannend.

Zusätzlich zur Thematik des Verschwindens auf hoher See behandelt Fitzek auch das Thema des Kindesmissbrauchs, was für weitere Emotionsschübe sorgt. Das Buch ist schwer wegzulegen, auch wenn die üblichen Cliffhanger zum Schluss der Kapitel weniger "krass" ausfallen wie in den vorigen Büchern.

Es sollte also denjenigen gefallen, die diese Cliffhanger für "übertrieben" gehalten haben. Wie üblich sind die Kapitel relativ kurz, vor allem in den letzten Seiten, und die Geschichte wird von verschiedenen Perspektiven dargestellt. So lernt man nach und nach alle anwesenden Figuren und deren Erlebnisse kennen.

Die Figur von Martin Schwartz hat mir sehr gut gefallen. Trotz seine Macken ist er sehr liebenswert und man erlebt die Geschehnisse der Kreuzfahrt richtig mit. Die anderen Figuren waren mir ehrlich gesagt mehr oder weniger gleichgültig. Ich habe mich aber gefreut, von Diesel aus Amokspiel wieder zu lesen: Den Epilog fand ich zwar als Antwort zum Prolog ziemlich wichtig, allerdings hatte ich das Gefühl, dass diese "Zusatzgeschichte" nicht so richtig zum Rest passte.

Ich fand sie ein wenig unglaubwürdig. Wie üblich ist die Danksagung ein Genuss. Bitte unbedingt bis zur letzten Seite lesen, denn Fitzek hat dann noch eine Überraschung parat! Alles in allem war es ein sehr guter Thriller, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde.

Meist überfliege ich den Schlussteil mit all den "Danke schöns", aber so ganz war ich nicht zufrieden mit dem Ende und siehe da, Herr Fitzek ist immer für Überraschungen gut, da kam ja noch was! Aber erstmal zur Story: So gigantisch, dass man nicht von einem Ende bis ans andere schauen kann.

Da geht schon mal jemand über Bord, die Reeling, in den Müllschlucker oder verschwindet in den Tiefen des Riesenbauchs. Vor einigen Jahren verschwanden seine Frau mitsamt Sohn auf oder von diesem Schiff. Ist seine Frau damals wirklich in den Tod gesprungen? Bin ja froh, dass Herr Fitzek kein Kapitän wurde, sondern Thriller schreibt. Die Charaktere, gezwungen lustig, ein Scherzkeks nacheinander. Seltsame, sehr gestörte Persönlichkeiten ohne Persönlichkeit.

Ein Ermittler, ganz schön angeknackst, hinterfragend aber alles in Kauf nehmend. Lediglich die ein oder andere Gestalt hatte mich in den Bann gezogen. So ein riesiges Schiff hat aber auch Platz. Da gibt es so manchen nicht entdeckten Ort. Da können allerhand Dinge geschehen und das tun sie auch in diesem Buch. Der Autor hat nicht gespart mit den einzelnen Erzählungen um seine Protagonisten, allerdings hat er nicht alles zu Ende erzählt oder es kam einfach viel zu kurz. Die ein oder andere Sache weniger, dafür intensiver auf das Wesentliche eingegangen, dass wäre 'mein' Fitzek gewesen.

Eine geballte Ladung an Grausamkeiten hat dabei das Kopfkino ganz schön zum schwirren gebracht. Passagier 23 hat mich zwar durchaus unterhalten, aber das war es dann auch schon. Kein Buch das bei mir 'hängen' bleibt.

Da gibt es weitaus bessere von Sebastian Fitzek. Martin Schwartz ist Polizeipsychologe. Vor fünf Jahren ist ihm das Schlimmste passiert, dass man sich vorstellen kann. Seine Frau und sein kleiner Sohn sind von einem Kreuzfahrtschiff verschwunden, es soll Selbstmord gewesen sein.

Er selbst befand sich in dieser Zeit als verdeckter Ermittler im Gefängnis. Sein Leben hat seit diesem Unglück für ihn keinen Sinn mehr und er nimmt deshalb gerne Aufträge an, die ihn sein Leben kosten könnten. Nach einem Anruf einer alten Dame die sich als Thrillerautorin bezeichnet, befindet er sich plötzlich an Bord der "Sultan of the Seas", dem Schiff das für seinen Zustand verantwortlich ist.

Ich muss gestehen, dass ich mit ziemlich hohen Erwartungen an "Passagier 23" gegangen bin, denn ich habe schon einige tolle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen. Die ersten Seiten haben mich gefesselt und der Prolog versprach mir eine blutige Angelegenheit.

Im Buch hatte ich dann das Gefühl, dass dieser Prolog überhaupt nicht zur Geschichte passte. Obwohl auch dort hin und wieder Blut floss, würde ich die Story doch eher als Drama sehen und nicht als Psychothriller. Mir hat die Geschichte gefallen und da es dort auch um Kinder geht, hat mich das Thema betroffen gemacht. Ich finde es interessant, dass wirklich so viele Leute spurlos von Schiffen verschwinden und das die Reedereien das unter Selbstmord verbuchen. Niemals habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was passieren kann wenn sich so viele unterschiedliche Leute auf engstem Raum befinden und keine Polizei in der Nähe ist.

Die Charaktere auf der Sultan waren vielseitig und interessant. Martin Schwartz wirkt teilweise wie ein kranker Psychopath, scheint aber sein Herz am richtigen Fleck zu haben. Seine Trauer merkt man ihm auch fünf Jahre später noch an und auf der Sultan erfährt er einige Dinge über seine Frau die er zwar vermutet, aber gleichzeitig verdrängt hat. Immer wieder stellt man sich die Frage wer für die Zwischenfälle auf dem Schiff verantwortlich ist, denn es laufen mehrere Geschichten gleichzeitig.

Neben Martin ist auch die angebliche Thrillerautorin Gerlinde Dobkowitz interessant. Sie ist sehr skurril und auch witzig und lockert mit ihrer Anwesenheit die ganze Angelegenheit etwas auf.

Als Mutter würde ich mir gerne einige Mütter aus diesem Buch vorknöpfen und sie auseinander nehmen, denn einige scheinen nicht zu wissen was für ein Glück Kinder sind. Im Epilog nach der Danksagung gab es dann noch ein paar Seiten die zum Prolog passten.

Für mich war der Epilog überflüssig, denn auch wenn es im Buch dazu einmal kurz eine passende Anspielung gab, hätte man diese Seiten zusammen mit dem Prolog getrost über Bord werfen können. Eine interessante und teilweise traurige Geschichte, die ich aber absolut nicht als Psychothriller bezeichnen würde. Ein Buch, dass seicht über d. An Ende fand ich es sogar richtig gut!

Kollegin im Schnelldurchlauf erzählen lassen. Die Geschichte plätscherte für mich so vor sich hin, um immer wieder mit entsetzlichen, z. Hier passierte neben Kindesentführung, grausamer Vergewaltigung, Fesselung, Knebelung, Schlägerei, erzwungener Nahrungsentzug, mit todbringenden Würmern versetzter Reis als Speisung wirklich alles was man sich in einem kranken Kopf vorstellen könnte. Es wurde sich jedes Klischees bedient, aber die eigentliche Action blieb auf der Strecke.

Da verschwundene Menschen auf Kreuzfahrten ja nun wirklich der traurigen Wahrheit entsprechen, hatte ich mir ein mehr realitätsnahes Szenario gewünscht — besonders, da ich selbst auch schon auf Kreuzfahrt war. Seitdem stürzt sich Martin in jeden noch so extremen Kriminalfall, sein Leben ist ihm seit dem Verlust seiner Familie nichts mehr wert. Als er das kleine und verstörte Mädchen kennenlernt und auch noch den Teddy seines eigenen Sohnes Timmy wieder in den Händen hält, muss er unbedingt die Wahrheit herausfinden, was es mit dem ständigen Verschwinden von Menschen an Bord des Schiffes auf sich hat, insbesondere was seine eigene Familie betrifft.

Wird er die Lösung finden? Der Schreibstil ist schön flüssig und lebhaft, bereits nach den ersten Seiten ist der Leser Begleiter von Martin Schwartz und taucht in die angeblich glamouröse Kreuzfahrtwelt ein.

Die Spannung wird bereits mit dem Prolog aufgebaut und steigert sich von Kapitel zu Kapitel, die recht kurz gehalten sind und durch die ständigen Wechsel der Schauplätze die Spannung noch weiter erhöhen. Als Leser wird man regelrecht gezwungen, in verschiedene Richtungen zu denken und nach neuen Erkenntnissen ständig die Verhältnisse neu zu überdenken. Darin ist Sebastian Fitzek ein Meister, er lässt einem im Dunkeln tappen, spielt ein Versteckspiel mit ihm, so lange es möglich ist, um den Nervenkitzel zu erhöhen.

Die vielen Charaktere sind breitgefächert angelegt, jeder hat so seine Leichen im Keller, allerdings vermag es kein einziger, eine gewisse Sympathie beim Leser auszulösen. Vielmehr sind es schon fast zu viele Protagonisten, so dass man oft Schwierigkeiten hat, den Zusammenhängen zu folgen.

Dies ist auch der Komplexität der Handlung geschuldet. Hier wäre weniger wohl doch etwas mehr gewesen. Martin Schwartz ist seit dem Verlust seiner Familie ein Grenzüberschreiter, sein eigenes Leben ist für ihn nichts mehr wert. Er setzt ständig sein Leben aufs Spiel, hat keine Angst vor dem Tod.

Mal wirkt er kompetent und knallhart, mal verwirrt und nicht Herr der Lage. Der beste Charakter war eindeutig Gerlinde Dobkowitz, die mit ihrer verschrobenen Art und Fantasie und einer eigenwilligen Form von Humor ein wenig herausstach. Fans des Autors sollten also etwas auf der Hut sein. Der Roman ist unterhaltsam, spannend und verursacht einen gewissen Nervenkitzel, besonders, wenn man es in.

Für Fans von Sebastian Fitzek ein absolutes muss Und wer sich nicht zuviel erhofft, dem werden garantiert schöne Lesesrunden damit beschert. Von einer schrulligen alten Dame, die mehr oder weniger ihren Lebensmittelpunkt auf dem Kreuzfahrtschiff "Sultan of the Seas" hat, erfährt er, dass ein Mädchen, welches vor Monaten auf eben diesem Schiff verschwand, wie aus dem Nichts wieder aufgetaucht ist.

In der Hand einen Teddybären.. Schwarz lässt alles liegen und stehen, um die Ermittlungen auf dem Schiff aufzunehmen. UNd der Teddybär, den das plötzlich aufgetauchte Mädchen bei sich hat gehört eindeutig seinem Jungen Ein typischer Fitzek, konstruiert, spannend, manchmal unglaubwürdig und oft ein bisschen over the top.

Ich habe das Buch verschlungen, manchmal den Kopf geschüttelt, aber muss einfach zugeben: Und eine Überraschung folgt der nächsten. UNdurchschaubarer Thriller mit tollem Setting und sehr überraschendem Ende! Nicht unverdient auf der Bestsellerliste! Es wird ein kleiner Blick durchs Bullauge gewährt und man fragt sich was der Autor für einen bereithält. Und der Titel ist einfach nur geheimnisvoll.

Tja und schon die ersten Sätze bestätigen genau diese Hoffnung. Man wird wie so oft ins Geschehen geworfen und die erste Gänsehaut kriecht über die Haut. Doch bevor man überhaupt darüber nachdenken kann, wechselt die Szenerie. Man lernt das erste Mal Martin Schwartz kennen und auch die Dämonen mit denen er schon so lange lebt.

Er wirkt von ihnen gejagt und sie scheinen der Grund zu sein sich in eine waghalsige Situation nach der nächsten zu stürzen.

Martin scheint keine Angst vor dem Tod zu haben sondern eher darauf zu warten, zu hoffen das er endlich erlöst wird. Und trotzdem mochte ich Martin von Anfang an. Er wirkt nicht düster, nur lebensmüde. Ihn treiben ganz andere Dinge an und so lebt er regelrecht auf als es neue Erkenntnisse zu seinem Sohn und seiner Frau gibt.

Er folgt diesen und muss dafür nicht nur auf das Schiff zurück auf dem die beiden gestorben sind sondern muss auch auf den Kapitän von damals treffen.

Doch die Hoffnung dass sein Sohn vielleicht doch noch lebt, die Hoffnung auf Antworten lassen ihn diesen Schritt tun. Ab da jagt ein Ereignis das andere. Man wird von Szene zu Szene geschleudert, die Handlung ist rasant, komplex und verwirrend.

Man muss den verschiedenen Personen folgen und versuchen nicht auf dem Schiff verloren zu gehen. Umso tiefer man in die Geschichte abtaucht, umso weiter wird man in die Irre geführt. Das Buch lässt einen aber auch nicht mehr los. Erst wenn man am Ende ankommt, darf man es verlassen.

Und man kann darauf gefasst sein, das nicht so ist wie man es erwartet hat. Sebastian Fitzek ist mit Passagier 23 ein fulminanter und nervenzerfetzender Psychothriller gelungen. Der Gänsehautfaktor ist nicht messbar und die Spannung nicht zum Aushalten.

Geht am besten auch an Bord aber passt auf das ihr nicht auch ein Passagier 23 werdet! Ein Thriller mit Klasse der seinesgleichen sucht: Seite bleibt die Spannung hoch. Die Auflösung der Story ist zwar komplex, aber schlüssig und völlig unerwartet.

Dabei werden alle Handlungsstränge noch einmal zusammengeführt, ein echter Showdown also. Übrigens habe ich selten eine so unterhaltende und informative Danksagung gelesen.

Von der ersten bis zu letzten Seite wirklich lesenswert. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. Wie gewohnt, eine gute Story, allerdings wirkt diese manches mal ein wenig zu konstruiert! Das schadet der Spannung des Romans ein wenig. Das Ende konnte man am Anfang des Romans nicht vorhersehen, allerdings so ca.

Ich hoffe, das der nächste Roman wieder etwas mehr nervenzerreisende Spannung bieten wird, diese hat mir in diesem Roman etwas gefehlt. Auch Passagier 23 hat mir sehr gut gefallen. Noah hat mir schon etwas besser gefallen.

Aber einfach die Idee über Mysteriöse Verschwinden an Bord zu schreiben ist mal wieder ein sehr kreatives aber auch aktuelles Thema. Ich kann es nicht abwarten dass das nächste Buch rauskommt.

Ein packender Thriller vor der Kulisse heiler Welten im Traumurlaub. Der Umschlag mit dem Bullauge, das einen Blick auf den Wellengang auf See verschafft, gefällt mir gut. Dieses Buch ist ziemlich heftig und hat gleich zu Anfang für einen kalten Schauer gesorgt.

Der Bann war somit gebrochen und ich sog die spannungsgeladenen Kapitel förmlich ein. Trotz seiner teils emotionslosen Art ist er ein angenehmer Charakter. Hier gehen einige mysteriöse Dinge vor sich, die Martin zu lösen versucht. Die Kapitel sind wirklich sehr gut aufgebaut, wodurch sich das Buch schnell und flüssig liest. Man begleitet nicht nur den Ermittler, sondern auch Täter und Opfer. So bleibt das Buch durchgehend spannend. Sogar nach der Danksagung von Sebastian Fitzek blieb es so - da kam nämlich noch der Epilog Thriller- und Fitzek-Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

Passagiere nicht wieder zurückkehren. So auch vor fünf Jahren die Frau und der Sohn von Kriminalpsychologe Martin Schwartz, der seitdem als verdeckter Ermittler für die Berliner Polizei die schwierigsten und gefährlichsten Fälle übernimmt. So auch auf der aktuellen Kreuzfahrt der Sultan of the Sea. Wieder verschwinden eine Mutter und ihr Kind.

Wieder deutet alles auf Selbstmord hin, einer These, die die Reederei wie jedes Mal tatkräftig unterstützt. Doch als Martin einen Anruf bekommt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Eine alte Dame teilt ihm mit, dass das zu letzt verschwundene Kind wieder an Bord aufgetaucht ist, nach 2 Monaten.

Wenn dieses Kind überlebt hat, entgegen aller offizieller Stellungsnahmen, was ist dann mit seinem Sohn? Kurze Zeit später ist Martin an Bord des Luxusliners und versucht hinter das Geheimnis dieses Kindes zu kommen und damit vielleicht auch dem Rätsel um den angeblichen Selbstmord seiner Familie auf die Spur zu kommen. Sebastian Fitzek mal wieder von seiner besten Seite. Spannend, rasant, tiefgründig und mit einer charakterlichen Tiefe der Protagonisten, die seines Gleichen sucht.

Besonders Martin Schwartz, der fast schon depressiv lebensmüde Ermittler, mit all seinen körperlichen und vor allem seelischen Problemen, der ohne Rücksicht auf sein eigenes Befinden agiert, lohnt das Lesen dieses Buches alle Mal. Wer sich von einem hervorragenden Thriller fesseln lassen möchte, sollte an diesem Buch nicht vorbei gehen.

Dann konnte ich das Buch - so wie jedes Fitzek-Werk - nicht mehr aus den Händen legen. Jedes Kapitel endet auf dem Höhepunkt der Spannung. Ich hatte beim Lesen mehrmals das Gefühl, dem Täter auf die Schliche gekommen zu sein, aber dann ging es immer wieder in eine andere Richtung.

Offene Fragen werden zum Glück noch im Anschluss an die amüsante Danksagung aufgelöst. Für eine Atlantiküberquerung ist dieses Buch eindeutig zu wenig Lesestoff! Zusätzlich gibt einem das Buch Einblicke in die Bereiche eines Kreuzfahrtschiffes, die ein normaler Passagier sonst nicht hinkommt.

Es ist richtig klasse geschrieben, man kann es sehr flüssig lesen und ich habe die ganze Zeit gerätselt, wie wohl die Auflösung der Story sein wird. Neben dem wunderbaren, besonders schönen Cover also auch ein spannender, lesenswerter Inhalt. Generell mag ich die Art und Weise wie Sebastian Fitzek schreibt, er hat eine wunderbare Wortwahl, schreibt nicht verkompliziert, aber durchaus gewieft, wie ich finde.

Die Sprache ist nicht hochtrabend, manchmal durchaus vielleicht ein Sprachgebrauch, den ich ihm persönlich nicht zutraue weil eben sehr schlicht bis hin zu vulgär Ich habe inzwischen ja schon einige Bücher von ihm gelesen, von daher kann ich wirklich sagen, dass ich das mag. Die Geschichte an sich ist wirklich spannend, vielleicht nicht unbedingt so direkt aus dem Leben gegriffen wie es bei anderen Krimis oder Thrillern der Fall ist, aber das muss ja auch nicht sein. Er erklärt im Anschluss an das Buch auch noch einiges über das "Passagier 23"-Phänomen ich möchte da selbst nicht näher drauf eingehen, damit ich dem Leser nicht vorweg nehme!

Hätte es diese Infos im Danke-Kapitel zum Schluss nicht gegeben, so hätte ich selbst im Internet noch einmal nachgelesen. Finde ich sehr nett und sympathisch, dass er diese Infos bringt! Das Buch liest sich wirklich gut und ist richtig spannend, so dass ich es innerhalb von gut drei Tagen gelesen hatte, wirklich mal gute zwei Stunden am Stück ins Buch vertieft war und mich absolut nicht ablenken lassen habe.

Das macht es immer wieder sehr lesenswert! Wer gerne spannende Bücher liest, dem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Es geht mal nicht so blutrünstig zu wie beispielsweise im "Augenjäger", ist aber dennoch ein sehr spannendes und fesselndes Buch, das toll geschrieben ist.

Da gibt es noch ein Ende. Herr Fitzek hat sich mal wieder übertroffen. Ich hab 3 Tage gebraucht um es auszulesen. Es wirkt daher sehr konstruiert und so, als wäre mit Gewalt das Ende herbeigeschrieben worden.

Alles in allem aber auf jeden Fall ein guter und lesenswerter Thriller! Ich finde, dass das Cover total gelungen ist! Das Bullauge ist quasi ein Loch, sodass man direkt auf den Buchdeckel guckt und der ist, passend zum Buch, das Meer.

Ein richtiger hingucker im Regal! Ich habe zwar noch nicht alle Bücher von ihm gelesen, aber die, die ich gelesen habe, fand ich einfach richtig klasse. Daher habe ich mich auch sehr auf diese Buch gefreut und dementsprechend waren auch meine Erwartungen.

Ich muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Die Idee des Buches finde ich grandios. So etwas in der Art habe ich bisher noch nicht gelesen und habe genrell noch nichts darüber gehört, dass Menschen auf Kreuzfahrtschiffen verloren gehen, das machte es umso spannender. Sebastian Fitzek nimmt den Leser mit auf eine Kreuzfahrt auf der "Sultan of the Sea", da sein Schreibstil, wie man es von ihm kennt, wieder klasse ist.

Mir fehlte in dem Buch aber ganz klar die Spannung. Es war zwar nie langweilig oder ähnliches, aber leider war es auch nie so, dass ich dachte, ich kann das Buch jetzt auf keinen Fall aus der Hand legen. Das fehlte mir bei dem Buch, weswegen es auch Abzug in der Bewertung bekommt. Die Charaktere in dem Buch haben mir wirklich gut gefallen. Martin ist ein sehr interessanter Charakter, von dem ich zwischenzeitig nicht wusste, was ich von ihm halten soll. Obwohl diesem Vorschlag nicht ausdrücklich zugestimmt wird, verfällt die Gruppe in ein sehr langes Schweigen, das zweieinhalb bis drei Minuten dauert.

Dieses Mal spricht die Gruppe nicht mehr in Symbolen. Sie ist düster und traurig geworden. Ist dieses Schweigen eine Gedenkminute zu Ehren der Toten? Fühlt die Gruppe schon das unvermeidliche Ende herannahen und ist sie deshalb traurig? Wenn ja, warum dann gerade jetzt? Die während des Schweigens zutiefst empfundene Angst Todesangst, wie es scheint; doch es wird noch zu präzisieren sein, was damit gemeint ist wird verdrängt. Der Trainer wird direkt angegriffen, aber nicht namentlich genannt.

Man ist dem Trainer böse, weil er auf die Maske, die sich die Gruppe aufgesetzt hat, hinweist. Manche haben das Gefühl, etwas 29 zum Ausdruck gebracht zu haben, andere haben es nicht. Man ist nicht recht glücklich über diesen Wal und versucht, ihn loszuwerden. Aber er ist nun einmal da. Art und Weise ihrer Konstruktion sowie der Kommunikation, die sie unter den Gruppenmitgliedern herstellt. Im Unterschied zum vorausgegangenen Brainstorming steht die Idee der Einheit in der Verschiedenheit im Vordergrund und wird praktisch erprobt.

Die Geschichte weist- ihrer zeitlichen Reihenfolge nach geordnetfolgende Elemente auf: Der kleine Mann Warum ist er klein? Unwillkürlich denkt man an eine Eltern-Kind-Beziehung. Von einem Kind sagt man oft, es sei ein kleiner Mann. So besehen, könnte der kleine Mann die Gruppe und die W alfischin den Trainer darstellen, unbeschadet der individuellen Bedeutungen für jedes einzelne Gruppenmitglied. Auf einer tieferen Ebene der Phantasien könnte die W alfischin auch die Gruppe darstellen.

Er begegnet einer Walfischin Knüpft an das vorausgehende Thema des Sturmes an. Warum gerade einer Walfischin? Drei Aspekte fallen zunächst auf: Ist unsere Gruppe, ist jeder von uns lebensfähig?

In der ganzen Geschichte spielt das Meer eine wichtige Rolle. Die Walfischin ist hier wesentlich eine Mutterfigur. Sie symbolisiert insofern den Trainer, als dieser die Mutter der Gruppe ist und die Gruppe zur Welt bringt. Hinsichtlich der Themen Wunder und Kleinheit herrscht offenbar eine bemerkenswerte Übereinstimmung; auch die Dauer entspricht bis auf einen Tag genau jener der T-Gruppe. Zwei Momente des biblischen Berichtes sind hier festzuhalten: Wir werden gleich sehen, ob diese beiden Elemente - Sendung des Jonas und Doppelrolle der Walfischin - auch in unserer Geschichte zu finden sind.

Dort trifft sie einen Handelsvertreter mit einem Regenschirm; der zerstückelt sie und macht Fischbein aus ihr. Hier ist alles Wal: Ferner soll durch das Wortspiel das Thema der Umformung hervorgehoben werden. Der Wal ist sozusagen ein Rohstoff, der immer wieder neu verarbeitet wird.

Auffallend ist die Verbindung der folgenden drei Themen: Es ist eine Art aggressiver Zeugung und Geburt, wobei die Aggressivität vom männlichen Teil ausgeht, der den weiblichen Partner tötet, um Junge zu bekommen. Was das Männchen betrifft, so ist der Trainer in der Gruppe der Handelsvertreter schlechthin. Er kommt alle 14 Tage nach Rennes, und seine sporadische Anwesenheit ist für die Studenten ein Problem. Ist er das heilbringende Weibchen und das zerstückelnde Männchen in einem? Oder ist es die Gruppe, die den Trainer-Wal tötet und zerstückelt?

Zweifelsohne trifft beides zu, denn die Gruppe identifiziert sich ja mit dem Trainer. Er wird aufgefischt von seiner Frau, der W alfischin. Hier spitzt sich der Vernichtungsgedanke zu, und es tritt noch die Selbstvernichtung hinzu: Sofern die W alfischin 2 Sie impliziert auch den Aspekt einer gewissen Heimlichkeit; vgl. Sofern sie für die Gruppe steht, ist sie diejenige, die man vernichten will, die einen aber auch rettet und durch die man gerettet zu werden wünscht.

Er entscheidet sich für die Walfischin. Hier sind in zweifacher Hinsicht doppelte Aspekte gegeben: Entscheidend dürften die Worte sein: Und die Wahl fällt auf das Leben.

Dieses Bild bedarf eigentlich keines Kommentars. Es bestätigt überdeutlich die Interpretation der Walfischin als Mutterfigur. Wir heben zwei Aspekte hervor: Er wird von vielen, vielen Indianern umlagert, die ihn umbringen wollen, aber die Walfischin rettet ihn. Hier sind wir dem Leser eine Erklärung schuldig: Die Geschichte schwankt sodann zwischen drohender Vernichtung und Rettung durch den Wal.

Mehrere Elemente sind zu unterscheiden: Dies ist eine Vereinigung von männlichem und weiblichem Element - Vereinigung, die diesmal ohne Gewalt erfolgt und gelingt. Sie bedeutet nach meiner Ansicht die Verbindung von Gruppe und Trainer. Man kann diesen Satz übrigens ebenso gut als Vereinigung der Gruppe Mann und des Trainers Walfischin - dieser Sinn ist am offenkundigsten -, wie auch als Vereinigung des Trainers Mann mit der Gruppe Walfischin verstehen.

Die erste Lösung bringt die Abhängigkeit der Gruppe vom Trainer zum Ausdruck; die zweite Lösung drückt auf einer tieferen Ebene die umgekehrte Abhängigkeit aus, die des Trainers nämlich, der in gewisser Hinsicht ja nur die Emanation tieferliegender Tendenzen der Gruppe darstellt. Das Sexualtabu gegenüber den Eltern ist lediglich Ausdruck dieser Gefahren. Der Karneval ist ferner ein fröhliches und ausgelassenes Fest.

Dieses Thema erscheint kontrapunktisch unmittelbar nach der Erwähnung Mexikos wir haben die Stelle interpoliert. Das Thema Mexiko, das sich zu dem einer mystischen und sublimen Vereinigung mit dem Trainer entwickelt, wird vom Thema leiblicher und ausgelassener Vereinigung abgelöst. Die Gruppe schwankt zwischen beiden Themen.

Das Thema der leiblichen Vereinigung wird zurückhaltender ins Spiel gebracht und eher ins Lächerliche gezogen. Auch das bestätigt einmal mehr die Parallele Walfisch-Trainer. Die beiden Unterthemen - materielle und geistige Nahrung- sind ferner eng miteinander verbunden: Wenn wir alle diese Elemente vereinigen und sie in Begriffe der Beziehung zum Trainer übersetzen, ergibt sich folgendes: Das Karnevalsthema wird mit verstärktem Akzent wieder aufgenommen- als Kontrapunkt zum mystischen Thema, das im Wal-Kult seinen Höhepunkt erreicht hatte und jetzt negiert wird: Die Gruppe will von nun an vom Mystischen nichts mehr wissen und kehrt zum Alltäglichen und Konkreten zurück.

Die Rückkehr zum realen Alltag ist endgültig. Zwar taucht das Vernichtungsthemanochmals kurz auf- es wird von der Gruppe sofort zurückgewiesen -, doch dann wendet man sich einer prosaischen Vereinigung zu. Der weibliche Teil ist der Mensch. Die Antwort lautet ohne Zweifel: Zu einem späteren Zeitpunkt der Sitzung sieht man auf der Zeichnung von Marceline: Gruppe und Trainer wechseln also das Geschlecht; die Gruppe ist zur Frau geworden, jedenfalls in ihren Beziehungen zum Trainer.

Er findet sie nicht mehr so vor, wie sie waren - soweit die Basisgruppe Wirkungen zeitigt. Er steht vor der Wahl zwischen dem Status quo und der. Diese Furcht besteht aber über den Trainer hinaus allen Gruppenmitgliedern gegenüber, zu denen die Bindungen enger werden.

Sie waren glücklich und hatten viele kleine Sardinen. Das Thema erfährt eine abrupte Wendung, die offensichtlich ironisch gemeint ist. Es ist das Happy-End eines düsteren Filmes. Das deutet der stereotype Charakter des Satzes an, der die Vorstellung bürgerlichen Glückes und bescheidener Personen erweckt. Die Vereinigung ist aber auch fruchtbar. Die Harmonie ist vom Himmel herabgestiegen und zugänglich geworden.

Aus dem kleinen Mann ist eine kleine Sardine geworden, nachdem er sich mit der Walfischin vereinigt hat und selbst Wal geworden ist. In dieser Umformung - sind aus einem mehrere geworden, - ist aus einem Menschen ein Tier - und aus dem männlichen ein weibliches Wesen geworden.

Wir haben nur wenige Hinweise, um diese Umwandlungen im derzeitigen Stadium zu interpretieren. Wir versuchen es mit folgenden provisorischen Hypothesen: Gleichzeitig nimmt sie aber ihre Mitglieder als einem anderen Geschlecht zugehörig wahr Frau, Sardinen.

Vielleicht fällt es den Gruppenmitgliedern schwerer, ihr männliches Geschlecht wahrzunehmen angesichts des Trainers, dessen Gegenwart und Existenz sie im übrigen nun eher akzeptieren. Die Bedeutung der Geschichte liegt unseres Erachtens hauptsächlich in einer Vereinigung, die mit einer Geburt endet.

Gemeint ist die mühsame und schwierige Vereinigung der Gruppenmitglieder mit dem Trainer und - darüber hinaus - miteinander, die zur Geburt der Gruppe und zur Neugeburt jedes einzelnen Gruppenmitgliedes führt.

Diese Vereinigung wird zunächst als zerstörerisch erlebt: Zerstörung der Gruppe durch den Trainer, Zerstörung des Trainers durch die Gruppe der Handelsvertreter zerstückelt die Walfischin, das kleine Männchen tötet sie: Symbole, die, wie wir gesehen haben, einen doppelten Sinn haben , Selbstzerstörung der Gruppenmitglieder. Diese destruktive Vereinigung ist auch steril der Handelsvertreter macht Fischbein aus der Walfischin.

In diesem Stadium stellen Gruppe und Trainer teilweise miteinander vermengte Wesen dar die Walfischin repräsentiert zum Beispiel sowohl die Gruppe als auch den Trainer , die sich nur schwer voneinander sowie von den einzelnen Gruppenmitgliedern unterscheiden lassen ' das kleine Männchen ist ebensosehr Gruppenmitglied gegenüber der Gruppe wie auch die Gruppe als Ganzes gegenüber dem Trainer.

Diese beiden Wirklichkeiten, Gruppe und Trainer, sind für den einzelnen furchterregend und können zu seiner Vernichtung führen. Die Vereinigung der Gruppenmitglieder mit dem Trainer und durch ihn mit der Gruppe als ganzer erfährt sodann eine Umformung. Sie gewinnt eine positive Tönung, bleibt aber eine Beziehung zwischen Un39 gleichen.

Sie gleicht der Fötus-Beziehung des kleinen Kindes zu seiner Mutter, die es physisch und geistig ernährt, schützt und rettet. Sie wandelt sich noch einmal und wird zu einer rein mystischen und geistigen Vereinigung, in der die vergöttlichte Mutter der Trainer nur noch eine Ratgeberin und geistige Schutzherrin darstellt, während die Gruppe, ihr Sohn der Priester , auf Erden als Erwachsener handelt.

Doch entbehrt diese Beziehung, in der die Gruppe erwachsen ist, der sinnlichen Vitalität und der Fruchtbarkeit. Bisher haben wir lediglich die Geschichte mit Hilfe einiger symbolischer Schlüssel vor allem des Schlüssels Gruppe-Trainer im Klartext nacherzählt, aber wir haben sie noch nicht interpretiert.

Das Problem der Interpretation soll hier nur skizziert werden, weitere Ausführungen sind dem theoretischen Teil vorbehalten. Oder wir könnten - und das wäre vielleicht noch naheliegender - die Ideen Otto Ranks über das Trauma der Geburt heranziehen: Für die Benützung derartiger Begriffe stehen uns jedoch zwei Perspektiven zur Wahl: Eine im eigentlichen Sinn psychoanalytische.

Durch einen näher zu untersuchenden Mechanismus verbinden sich die individuellen Konflikte miteinander und führen zu einer kollektiven, als Gruppenereignis anzusehenden Geschichte. Die andere Perspektive - und das ist die unsere - erblickt den Ursprung der in der Walfischgeschichte zum Ausdruck gebrachten Emotionen in der Gruppensituation selbst.

Mehr als das vorausgehende erlaubt ein solches Interpretationssystem die Erklärung sowohl der individuellen Unterschiede und der jedem einzelnen eigenen emotionellen Schattierungen als auch der eigenartigen Gemeinsamkeit der affektiven Erfahrung der Gruppe, einer Erfahrung, die sich, wie wir gesehen haben, zugleich mit der Situation der Gruppe oft rasch ändert.

Was das einzelne Gruppenmitglied zum Ausdruck bringt, sind dann nur die besonderen Gesichtspunkte eines kollektiven affektiven Geschehens. Welche Bedeutung könnte die Walfischgeschichte in dieser Perspektive haben? Es handelt sich unserer Ansicht nach um einen Konflikt zwischen dem intensiven Verlangen zu leben und ebenso intensiven Zerstörungsängsten. Der von allen Gruppenmitgliedern kollektiv empfundene Konflikt besteht zwischen dieser Möglichkeit des Austauschs, die das kollektive und zugleich individuelle Leben der Gruppenmitglieder begründet, und den Ängsten, die diese Möglichkeit hervorruft.

Dieses um Leben und Zerstörung kreisende Kommunikationsgeschehen ist in diesem Augenblick allen Gruppenmitgliedern gemeinsam und bestimmt ihre Beziehungen untereinander.

Erlebt wird es jedoch in erster Linie in der Beziehung zum Trainer. Auf diese Beziehung wird der Konflikt projiziert, der infolge der intensiven Angst, die er hervorruft, nicht unmittelbar angegangen werden kann.

Was auf den Trainer projiziert wird, ist die Möglichkeit des Austauschs und der Zerstörung, die in dieser gegenwärtigen Begegnung der Gruppenmitglieder untereinander eingeschlossen liegt. Diese Projektion tritt natürlich um so stärker in Erscheinung, je mehr der Trainer sie akzeptiert und die Gruppe nicht dazu nötigt, sie zu verschleiern.

Der Trainer wird damit zur Quelle lebendiger Interaktion schlechthin, aber auch zur Quelle möglicher Zerstörung. Zugleich ist er ein Angriffsziel, das die Gruppe manchmal vernichten möchte, um sich selbst zu schützen. Die Angst vor Zerstörung nimmt ab oder verschwindet ganz.

Mir ihr verschwindet auch die Notwendigkeit der Projektion auf den Trainer. Die Gruppenmitglieder werden zu echtem Austausch untereinander fähig, der nicht nur die gemeinsame Angst vor dem Trainer, sondern die differenzierte gegenseitige Wahrnehmung von Bedürfnissen, Wünschen und Kooperationsmöglichkeiten zum Inhalt hat.

Dieser soeben skizzierte Interpretationsrahmen wird, so glauben wir, der Geschichte vom Walfisch gerecht. Er erklärt die zerstörerische Vereinigung mit dem Trainer, die Verwechslungen zwischen Trainer, Gruppe und einzelnen Gruppenmitgliedern auf Grund von Projektionsphänomenen, und er erklärt auch den Mythos vom Trainer, der die Gruppe erzeugt, denn die Vereinigung der Gruppenmitglieder erfolgt ja über den Trainer und die Vereinigung mit ihm.

Ebenso erklärt unser Interpretationsrahmen die späteren Phasen der Geschichte. Die Umwandlung der Zerstörerischen in eine positive, aber noch ungleiche Vereinigung Phasen des fötalen und des geistigen Einsseins entspricht einer Verminderung der Angst und einer Akzentuierung der Austauschmöglichkeiten mit dem Trainer.

Die Angst ist jedoch noch immer gegenwärtig. Das zeigt der Schutz durch die Mutter und dann durch die schützende Gottheit.

Selbstausdruck und Möglichkeiten der Kommunikation bleiben begrenzt, was aus dem Bild des Fötus und dem des sterilen Priesters hervorgeht. Allerdings treten dazwischen wieder Befürchtungen auf, ausgebeutet oder verraten zu werden Untreue, Zuhälter. Die Walfischgeschichte und die bisherige Deutung klären jedoch ein wichtiges Problem nicht auf: Wir können eine Antwort auf diese Frage erst versuchen, wenn wir eine andere Frage untersucht haben werden: Der Stil der Geschichte Wir beschränken uns auf die Wiederholung einiger Bemerkungen, die wir bei der Besprechung der einzelnen Symbole nebenher schon anfügten.

Die Geschichte ist in ihrer Grundstimmung voller Humor: Wortspiele Wal-Fischbein, Makrele-Zuhälter scherzhafte Inkonsequenzen den Wal nimmt man unter den Arm, die Nachricht enthält eine Einladung zum Karneval in Rio , Brüche im Rhythmus und keine Übergänge zwischen den einzelnen Teilen der Geschichte seine Frau ist mit einem Zuhälter durchgegangen, sie waren glücklich usw.

Der Humor erfüllt eine dreifache Funktion: Indem die Gruppe absichtlich Inkonsequenzen und Wortspiele häuft, entmystifiziert sie die verwendeten Symbole. Er ist Zeichen eines heimlichen Einvernehmens mit den Zuhörern Trainer, Gruppe , die eingeladen werden, verborgene Bedeutungen aufzuspüren. Der Humor ist somit das Zeichen einer gewissen Transparenz der Symbole.

Und eben dieser Zustand partieller Transparenz stellt etwas Neues in der Gruppe dar und bildet einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Er enthält die Ankündigung und Vorbereitung des Übergangs zu unverschlüsselter, nicht symbolischer Kommunikation. Die bisher genannten Funktionen sind Ausdrucks-Funktionen. Dem Humor kommt aber auch eine abwehrende Funktion insofern zu, als er von der Wirklichkeit wegführt zum Symbol und so vor dem Schutz bietet, was das Symbol möglicherweise bedeutet.

Diese Funktion ist hinlänglich bekannt. Der Humor leistet zumindest an dieser Stelle simultan und kontradiktorisch folgendes: Die Gruppe erlebt in ihr eine Art Passion, die ihr zur Geburt verhilft und sie begründet. Bis zu dieser Sitzung hatte die Gruppe vor allem auf symbolischer Ebene ihre Gefühle, ihre Angst wie auch ihre positiven Erwartungen zwar vertieft, aber es kam zu keinerlei Wandlung oder Umformung.

Diese geschieht jetzt, zumindest auf der symbolischen Ebene der Walfischgeschichte. Die Gruppe hat scheinbar für eine Zeitlang ihre Angst überwunden und ihren Konflikt mit dem Trainer gelöst.

Sie ist lebensfähig, ohne durch ihre Angst und den Trainer gelähmt zu sein. Sie setzt sich aus brüderlichen, aber sich unterscheidenden Individuen zusammen, zu denen auch der Trainer gehört und die willens und fähig zu gegenseitigem Austausch sind, um darin Befriedigung zu finden.

Die Analyse der Walfischgeschichte zeigte uns den Mechanismus dieser affektiven Alchemie. Die Gruppe hat sich mit ihrer Destruktionsangst und ihrem Destruktionsverlangen klar auseinandergesetzt. Während es in der vorhergehenden Sitzung nur zu diskreten Anspielungen kam, die sich im Rahmen eines verbalen Symbolismus oder einer noch undeutlicheren Ausdrucksweise hielten und ihren Niederschlag in einer Zeichnung oder physischem Handeln Umstellen der Tische fanden, wird jetzt in der Sprache verbaler Symbolik offen von Töten, Zerstückeln und Selbstmord geredet.

Dadurch bricht die Gruppe den Bann, in dem sie der Trainer gefangenhält Er war die dunkle und schreckenerregende Macht, die es ihr untersagte, mit ihm in Kontakt zu treten, Kontakte untereinander herzustellen, zu leben. Auch mit ihrem tiefen Verlangen nach Leben, nach Austausch und gegenseitiger positiver Hilfe setzen sich die Gruppenmitglieder auseinander. Beide Tendenzen erleben sie zunächst in Verbindung mit dem Trainer, der sie symbolisiert. Indem sie sich dem Trainer nähern, scheinbar, um ihn zu vernichten oder sich von ihm vernichten zu lassen, vollzieht sich eine Vereinigung.

Diese ist zuerst sehr eng und angenehm, aber ohne Gleichberechtigung steril und im Grunde angsterfüllt; dann jedoch wird sie zu einer fruchtbaren Vereinigung von Gleichberechtigten.

Am Ende der Geschichte hat die Gruppe - jedenfalls auf symbolischer Ebene -Beziehungen zum Trainer und unter den Teilnehmern hergestellt, die frei von Identifikation und Entfremdung sind. Dadurch hat sie jedoch ein bestimmtes Bild des Trainers zerstört, nämlich das einer magischen Autorität, deren Macht auf den Ängsten beruht, die auf sie 44 projiziert werden. Jetzt ist die Gruppe aufgebrochen und offen wie die Walfischin, und man kann erkennen, woraus sie besteht: Selbst die Art der Beziehungen unter den Teilnehmern bestätigt diese aus der Inhaltsanalyse ablesbare Entwicklung.

Entscheidungen werden rasch, ohne sinnlose Debatten oder Streitigkeiten, ohne Formalismus und in stillschweigendem Einverständnis getroffen und ausgeführt das Umstellen der Tische, die Zettel, das Brainstorming, die Geschichte. Die Gruppenmitglieder erweisen sich als zur Kooperation miteinander fähig, indem sie ihre Aktionen in die kollektive Aktion integrieren. Die Beteiligung der Mitglieder ist vollständiger, wenn auch nicht immer gleich das wird zu Ressentiments und Konflikten führen.

So hat insbesondere Philippe, dessen hartnäckiges Schweigen die anderen so beunruhigte, aus eigener Initiative zum ersten Mal das Wort ergriffen und in humorvoller Art, die der Grundstimmung der Gruppe entsprach, eines der Leitthemen der Walfischgeschichte beigesteuert.

Seltsamerweise treten aber die Angst und der Konflikt mit dem Trainer gerade zu dem Zeitpunkt erneut und mit voller Schärfe in Erscheinung, da sie überwunden schienen: In diesem Moment zerfällt die Einheit der Gruppe; einige bekritteln die Arbeit der Gruppe, andere verteidigen sie und werfen den ersteren vor, sich nicht daran beteiligt zu haben. Von neuem beschäftigt man sich mit dem Trainer: In 45 diesem Gefühl der Bitterkeit, das dem Trainer wie auch den Unbeteiligten entgegengebracht wird, kommt ohne Zweifel indirekt und in Form von Abwehr das Gefühl eines Mangels zum Ausdruck.

Diese negativen Themen sind mit anderen, positiven verflochten, aus denen das Gefühl und der Wunsch, zusammen zu sein, hervorgeht: Wie ist die Wiederkehr negativer Themen zu erklären?

Ausdruck auf dieser Ebene ist zwar direkter als auf der Ebene materieller Aktion oder der Zeichnung, aber dennoch nicht so direkt wie auf jener, wo die in der gegenwärtigen Situation der Gruppe erlebten Gefühle zum Ausdruck kommen. Rogers nennt dies - in bezug auf Psychotherapie - die Ebene der unmittelbaren Erfahrung experiencing.

Die Rückkehr in den traumlosen Bereich des Gruppenalltags wird von Unbehagen und Angst begleitet, denn letztlich geht es nicht um die Bewältigung affektiver Konflikte von Walfischen, Makrelen und Sardinen, sondern gegenwärtiger Personen. Die härteste Arbeit kommt indessen vielleicht erst noch. Das erneute Auftreten von Unbehagen und Angst ist daher untrennbar mit einer Änderungsphase in der Sprache oder Ausdrucksebene der Gruppe verbunden.

Das Todesthema ist natürlich nicht neu, aber seine Bedeutung ist eine andere geworden. Die Atmosphäre, die es umgibt, ist nicht mehr wie zu Beginn der Sitzung voller Gewalt, sondern traurig und deprimiert.

Es erinnert eher an einen natürlichen Tod am Ende des Lebens als an einen gewaltsamen auf dem Schlachtfeld. Und hätten wir damit nicht eine Antwort auf die weiter oben bei der Kommentierung der Walfischgeschichte gestellte Frage, ob es nicht eine Angst gibt, die der Furcht vor Zerstörung und der Aggressivität zugrunde liegt? Doch wir greifen vor. Diese neuen Themen sich hier nur angeschnitten. Wir erinnern hier nur noch an die Umformung der von der Gruppe verwendeten Sprache, auf die wir bei der Analyse des Stils der Walfischgeschichte hingewiesen haben.

Die vorherrschende Sprache ist zwar immer noch die der verbalen Symbolik, doch werden die Symbole insbesondere dank des Humors halb-transparent. Sie bereitet sich auf jene Phase vor, in der die Sprache der unmittelbaren Erfahrung dominieren wird.

Er fühlt sich isoliert. Der drohende Tod; unmittelbar nach der Erwähnung des Trainers. Hier ist an die Indianer der Walfischgeschichte zu erinnern. Die Indianer sind die Gruppe, und die spricht in Zeichen. In der Geschichte hätten die Indianer den kleinen Mann beinahe umge- 49 bracht, später machten sie die W alfischin zu ihrem Gott. Also gut, ich werde gerne kommen, aber mein Zug geht um Will er seinen Zug versäumen? Sitzung hatte J acques ein Schweigen von 10 Minuten vorgeschlagen.

Die Gruppe schwieg damals zweieinhalb bis S Minuten. Ein tiefes Schweigen breitet sich 50 Anmerkungen des Trainers während des Schweigens: Glaube - stets den Willen der aus, das 10 Minuten dauert. Jeder scheint zutiefst davon gefangen. Die anderen halten den Blick gesenkt. Nach 8 Minuten heben Francis und Jean den Kopf und schauen vor sich hin.

Bella hebt den Kopf und schaut alle an. J acques schaut Bella an. Man beginnt reihum zu sagen, was jeder während des Schweigens empfunden hat.

Ich kann nicht allein an die Probleme der Gruppe denken. Wir haben uns ein Theater vorgespielt. Ich habe an nichts gedacht, ich hatte einen leeren Kopf. Das Schweigen war eine Form des lnsichgehens, eine Rückkehr zu sich selbst. Ich habe es nicht als qualvoll empfunden. Ich fragte mich, wer es beenden würde und warum. Ich verspürte eine gewisse Unzufriedenheit mit dem, was bisher geschehen ist.

Sie hatten alle eine künstliche Atmosphäre, und ich selbst war künstlich, eine Maske. In der Gruppe hier kann ich das feststellen, denn wir sind über das übliche hinausgekommen. Wir mömten mehr erreichen, aber es gelingt nimt. Nimmt man die Masken ab, ist nichts dahinter.

Jacqueline wollte sich in der 7. Sitzung von der Gruppe trennen. Das Schweigen hat diese Hoffnung ein wenig zerstört. Weiche Bedeutung hat dieses Schweigen?

Analysieren wir zunächst die Kommentare. Ein Thema kehrt nahezu einstimmig wieder: Für viele war dieses Schweigen eine Erfahrung der Ablehnung: Ablehnung durch die anderen, Zurückweisung d. Es gibt zumindest dem Anschein 54 nach zwei verschiedene Modalitäten der Erfahrung Spannung, Entspannung.

Manche Themen kommen jedoch bei den Vertretern beider Tendenzen zum Ausdruck und verleihen so der Erfahrung eine gewisse Einheitlichkeit. Die Einsamkeit ist eines dieser Themen. Ein weiteres Thema ist das Nichts, die Leere. Bindungen der einzelnen untereinander gibt es nicht, denn Bindungen erscheinen als illusorisch; das Individuum ist allein, doch diese Einsamkeit ist ein Nichts, denn die individuelle Person ist nichts weiter als eine Reihe von Rollen und Masken, die ihre Leere verbergen sollen.

Individuelles wie soziales Leben erscheinen als Illusionen, die einander stützen. Die Trainer werden oft durch die Frage in Verlegenheit gebracht: Auffallend ist die Bestimmtheit, mit der dies mehrere erklären, als wäre ihnen die Offenbarung von etwas Absolutem zuteil geworden.

So wird die Erfahrung des Schweigens von der Gruppe als eine zutiefst negative erlebt: Hier gerät die Gruppe auf den Grund ihrer Verzweiflung, denn es ist eine absolute Verzweiflung. Gruppe nicht etwas Künstliches?

Diese Antwort ist unvollständig und unbefriedigend. Sie tut so, als wäre c: Trotzdem verzichtet man nicht auf sie. Die Bedingungen der T -Gruppe sind kein experimentelles Artefakt. Sie ist in einem gewissen Sinn die am wenigsten künstliche und die am meisten reale Gruppe. Erfahrung und Existenz sind in ihrem Wesen V er:: Die fundamentale Erfahrung der Gruppe wird mithin als eine unmittelbare erlebt.

Dies ist ein wichtiger Punkt der Theorie, den wir schon angedeutet haben und auf den wir zurückkommen werden. Diese unmittelbare Erfahrung wird wesentlich als individuelle und negative erlebt. Hier tritt jedoch der Widerspruch offen zutage: Wie wir gesehen haben, wird die Einsamkeitserfahrung von allen einhellig, in selbstverständlicher und zwangloser Einstimmigkeit, geteilt.

Was manche als Ablehnung, Spannung, Unvermögen, sie selbst zu sein, empfinden, erfahren andere als Entspannung, als eine Form des Insichgehens, als Möglichkeit, sich auszudrücken.

Die Gefühle der Unechtheit, des Nichts, tun sich in 57 einer Erfahrung kund, die wie eine Evidenz, eine absolute Realität erscheint. Die Mitglieder der Gruppe entdecken also in einem und als untrennbares Ganzes: Sie entdecken dies nicht als unerklärbares Nebeneinander von Gegensätzen, sondern als dialektische Einheit. Es ist also nicht die früher oft gemachte Erfahrung des Konflikts zwischen kontradiktorischen Tendenzen, die einander entgegenstehen, sondern vielmehr eine Erfahrung der Einheit und Versöhnung der Gegensätze.

In dieser Erfahrung überwindet die Gruppe radikal die Entfremdung, indem sie die Angst vor Einsamkeit und Trennung annimmt. So ermöglicht sie eine echte Kommunikation in der Angst und durch die Angst. Gleichzeitig hebt die Gruppe die Identifikation mit dem Trainer auf. Er wird nirgends genannt; aber dieses eine Mal bedeutet das nicht Abwehr, denn die Gruppe hat sich aus der mythischen Bindung gelöst, die sie mit dem Trainer vereinte und die aus der nicht akzeptierten Angst gewirkt war.

Jetzt steht jeder allein dem Trainer wie auch den anderen gegenüber. Aufgabe des Trainers wird es sein, die Aufmerksamkeit der Gruppe auf die paradoxen Aspekte ihrer Erfahrung zu lenken, um ihr deren vollständige Verarbeitung zu ermöglichen. Er hat mit Hilfe der Gruppe auch schon damit begonnen: Nach jenem Schweigen war die Gruppe nicht in der Lage, über das zu sprechen, was sie während des Schweigens empfunden hatte. Die unmittelbar folgenden Kommentare bezogen sich auf eine entferntere oder unbestimmtere Erfahrung, auf die Gruppe im allgemeinen oder die Walfischgeschichte, die kurz zuvor erzählt worden war: Andere brachten Schuldgefühle oder die Verneinung der Erfahrung: Unmittelbar nach den Kommentaren begannen die Mitglieder, sich gegenseitig und den Trainer anzugreifen; sie kritisierten die verurteilende Haltung von einigen, die den freien Ausdruck behinderte, und die Interpretationen des Trainers, die einem das Gefühl, V ersuchskaninchen zu sein, gegeben hätten.

Gleichzeitig hatte Jean die Frage gestellt: Alles das findet nun seine Erklärung durch das Schweigen der jetzigen Sitzung. Der Angriff auf den Trainer und die gegenseitigen Angriffe der Mitglieder sind weitere Formen, die Erfahrung des Schweigens abzulehnen. Gleichzeitig sind sie aber auch - teilweise wenigstens überwunden worden. Die Einheit der Gruppe wurde im damaligen Schweigen zwar empfunden, blieb aber unaussprechbar und wurde vorsichtshalber sofort mit einzelnen Streitereien verdeckt, in denen sich aber noch wie von ferne diese Einheit widerspiegelte.

Dort bilden, ändern und verbinden sich Sinnzusammenhänge, dort werden Energien freigesetzt und dort entstehen die Tiefenströmungen ihres Lebens. Er möchte aus der Anonymität heraus. Die Gruppe als Mythos, die über die Identität eines jeden einen Schleier legte, ist in der Erfahrung des Schweigens verschwunden.

Die Gruppe ist kein Magma mehr, sie besteht aus Beziehungen autonomer Individuen. Ich ziehe mich vor Fremden nicht aus! Gibt es etwas oder nichts? Sind die Personen nichts, dieses Nichts - sind das Personen?

Man sagt, man fühlt sich wohl, fühlt sich schlecht, man ist zusammen, man ist allein; wir wollen Zusammensein, wollen es nicht. Wasbleibt übrig, wenn man die Puppen auszieht? Die Gruppenmitglieder machen die Augen auf und erkennen sich nicht wieder. Nun, da diese Entfremdung plötzlich geschwunden ist, erkennen sie weder die anderen noch sich selbst wieder. Frei von Entfremdung sind sie da, ohne zu wissen wie und warum, haben aber keinen Bezugsrahmen, ihre Präsenz zu rechtfertigen oder zu beschreiben.

Sie ist eine Tatsache, die vorerst nur erlebt, aber nicht ausgedrückt werden kann. Ein jeder 63 deren sehen einen nicht so ich bin nackt vor mir selbst. Die eigene Persönlichkeit ist eine Funktion der anderen.

Ist man so wie man glaubt zu sein, oder so wie einen die anderen sehen? J acques versucht, einen besonderen Aspekt seiner Beziehung zu den anderen sowie seiner Entfremdung in ihnen zu überprüfen. Gleichzeitig führt er damit ein für die Gruppe sehr bedeutsames Thema ein: Der einzige Sohn ist in einer exklusiven Beziehung zu den Eltern isoliert bzw. Die Gruppe erteilt Jacques in dieser und in den folgenden Sitzungen die Antworten, die er erwartet, in ziemlich grober Art.

Das liegt einerseits an dem von ihm aufgebrachten Thema: Andererseits durch3chaut die Gruppe Jacques, der gerade durch die Art und Weise, wie er die Frage stellt, eine besondere Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen sucht: Sind wir die Bilder, die sich die anderen von uns machen, oder etwas anderes?

Vielleicht ist es auch der Wunsch, uns dessen zu entledigen, womit uns die anderen bombardieren. Ich bin allergisch gegen alles, was er sagt. Jacques steht auf und schreibt rätselhafte Gleichungen an die Tafel: Jean-Marc geht zu ihm hin.

In der Gruppe wird leise gesprochen. Jetzt ist es J ean gegen die Interventionen des Trainers. Man ist nicht völlig in der Lage, mit der eigenen Abhängigkeit in Beziehung zum Trainer zu treten und so isoliert man sich von ihm. Der vorausgegangene Wortwechsel hätte sie ohne Zweifel erklärt, aber der ist uns nicht erhalten. Diese ganze Phase ist ziemlich verwirrt, vor allem seit der Frage Jacques' über den einzigen Sohn.

Für die Interpretation der Gleichungen stehen uns nicht genug Informationen zur Verfügung. Das Schweigen wird als unabänderliche Einsamkeit erlebt, als Ablehnung durch die anderen und der anderen, als Erfahrung des Nichts, als ein Ergriffenwerden von der Unechtheit der Existenz. Dennoch empfinden es nicht alle Mitglieder gleich: Sie betrifft nicht mehr nur diesen oder jenen Aspekt der Existenz, sondern die Existenz als solche.

Es ist deshalb eine Erfahrung, über die hinaus es keine andere mehr gibt. Tiefer wird und kann sie nicht gehen. Die im Schweigen durchlebte Erfahrung wird so etwas wie ein ständiger Bezugspunkt bleiben, ein Fundus, den die Gruppe ausbeuten und dem sie noch andere Sinngehalte entnehmen wird, als sie ihm unmittelbar gegeben hat; diese Erfahrung abzulehnen oder sie hinter sich zu lassen, wird der Gruppe nicht mehr möglich sein.

Die Arbeit der Gruppe wird fortan darin bestehen, den Sinn zu finden, den diese Erfahrung für jeden einzelnen hat. Einmal mehr hat die Gruppe nun erlebt, was sie früher nur angekündigt hatte.

Im Schweigen verwirklicht sich diesesmal eine Vereinigung von der die Gruppe im Verlauf der vorhergehenden Sitzung gesprochen hatte ; auch die Abweisung des Trainers und das positive Glück waren symbolisch schon in der Walfischgeschichte gegeben.

Eine schwierige Frage, die das Schweigen aufwirft, ist die nach der Beziehung zum Trainer. Sie wird in den auf das Schweigen folgenden Kommentaren bis zum Ende der Sitzung nie erwähnt.

Besagt dies wieder einmal Abwehr? Oder hat die Gruppe ihre Entfremdung vom Trainer wirklich überwunden? Unserer Meinung nach trifft beides zu, oder vielleicht sprechen wir besser - um einem Widerspruch aus dem Weg zu gehen - von einer potentiell aufgehobenen Entfremdung. Sie befreien sich somit vom Trainer.

Aber sie befreien sich nur unvollständig von ihm. Sie nehmen das nicht zur Kenntnis. Sie vermögen ihren Schmerz, sich vom Trainer zu trennen, ihre Liebe zu ihm und ihre Abhängigkeit von ihm nicht zuzugeben.

Dadurch bleiben sie seine Gefangenen. Indem sie die besondere Rolle, die der Trainer spielt, nicht anerkennen, erhalten sie sie ihm. So gesehen bedeutet das Schweigen nicht nur eine reale Erfahrung der Trennung und Vereinigung der Mitglieder, sondern auch eine unausgesprochene und stille Trauer um den Trainer. Die Liebe zum Trainer bleibt somit eine Art letzter Zuflucht.

Die Gruppenmitglieder erhalten sie sich als Zeugen ihrer vergangeneo Entfremdung. Erst später werden sie versuchen, sich davon freizumachen. Dies erwartete sich der Trainer in etwa am Ende der 8. Statt dessen scheint die Gruppe einen direkten Weg gewählt zu haben: Es gäbe natürlich noch eine andere, psychoanalytische Erklärung. Ihr zufolge würde die Liebe zum Trainer sehr wohl die tiefste Ebene darstellen. Sie wäre nicht das Ergebnis einer Entfremdung in der Gruppe und der Trainer wäre nicht jene mythische, zugleich furchterregende 68 und schutzbietende Janusgestalt, auf deren zwei Gesichtern sich die Angst der Gruppenmitglieder widerspiegelt, mit ihrer Trennung, ihrer Begegnung, ihrer Begegnung-in-der-Trennung konfrontiert zu sein.

Wie man sieht, sind die beiden Erklärungen symmetrisch. Die authentische Liebe unter den Mitgliedern und die Liebe zum Trainer sind abwechselnd einmal Abwehr und einmal Grunderfahrung.

In Wahrheit liegen die beiden Schemata nicht auf derselben Ebene. Das Freudsche Schema ist genetisch, das unsere existentiell oder ontologisch. Die Entfremdung in der Vaterfigur wird sich auch erst zuletzt reduzieren lassen das wird in unserer Gruppe an der Person des Trainers verifiziert.

Die anderen Bindungen zu den Autoritätsfiguren oder zu Gleichrangigen geschwisterliche Beziehungen werden, historisch gesehen, sicher Umformungen der ersten sein. Für die Psychoanalyse ist sie ein opakes Faktum, Urmanifestation einer nicht weiter analysierbaren Libido, die insofern unter-menschlich ist, als ihr keine Bedeutung signification zukommt.

Hier verlassen wir die historische Methode der Psychoanalyse, der wir für ihren Bereich Gültigkeit nicht absprechen wollen.

Wir versuchen, die der Elternbindung zugrunde liegenden und sie begründenden Bedeutungszusammenhänge zu erforschen. Die Elternbindung wird sich demnach als impliziter und unvollkommener Ausdruck permanenter Bedeutungen Bindung, Trennung, Angst usw.

Wir glauben, nur so die verschiedenen Formen der Beziehung und ihrer Umwandlung richtig verstehen zu können. Die Psychoanalyse zeigt uns, wie die eine Beziehungsform Abwehr einer früheren sein kann, z. In unserer Sicht sind jedoch selbst die ursprünglichsten Beziehungsformen, etwa die Beziehung zur Mutter, nicht eine Abwehr anderer historischer Erfahrungen, sondern eine Abwehr 69 der in dieser Beziehung erlebten impliziten Bedeutungsgehalte.

Für den Psychoanalytiker mögen die am spätesten entwickelten Beziehungsformen den am meisten ausgebildeten Abwehrreaktionen gleichkommen Sublimierung, wechselseitige Sozialbeziehung usw. Für uns hingegen bringen sie die tiefste und die am wenigsten abwehrende Ebene der Beziehung in ihrer historischen Entwicklung insgesamt zum Ausdruck. Die mythische Liebe zum Trainer, Symbol vergangenen Schutzes, ist, um auf unsere Gruppe zurückzukommen, sehr wohl eine Zuflucht für die Gruppe, die sie erst als letzten Ausweg und dann nur teilweise aufgeben wird.

Die Kommunikation unter den Mitgliedern und ihre gegenseitige Liebe, die sich im Schweigen anbahnen, bedeuten eine Abwehrreaktion gegen den historischen Verlust der Liebe zum Trainer. Die psychoanalytischen Analysen der Abwehrmechanismen A. Freud, stellen die Regression auf dieselbe Stufe wie die anderen Mechanismen Verdrängung, Reaktionsbildung, Isolierung, Sublimierung usw.

Versteht man unter dem Begriff der Abwehr eine Deformation, eine Verzerrung des Grundkonfliktes, dann stellt die Regression in Freudscher Sicht eine Anomalie dar, denn der Grundkonflikt ist ja gerade der früheste Konflikt, und den macht die Regression sichtbar.

Auf Grund dieser Überlegung unterscheiden wir auch zwischen dem Begriff der Zuflucht und dem der Abwehr. Wir definieren die Abwehr als die Verzerrung eines Grundkonfliktes, die Zuflucht als das Ausweichen vor einer als gefährlicher empfundenen Beziehungsform in eine solche, die mehr Sicherheit bietet. Wenn wir diese Begriffsbestimmung auf die Regression anwenden, und zwar auf die Regression unter psychoanalytischem Gesichtspunkt, dann erweist sich die archaische Form der Beziehung nicht als Abwehr, sondern als Zuflucht.

Für uns hingegen ist die Regression beides. Obgleich abwehrende Verzerrung der Grunderfahrung der Beziehung, kann sie dennoch weiterhin als Zuflucht vor der Gefahr, die mit dieser Beziehung verbunden ist, fungieren. Somit bedeutet die fortschreitende Aufgabe der Abwehrhaltungen gegen die Erfahrung der authentischen Beziehung vor allem die Aufgabe der tiefsten Abwehr, nämlich der Liebe zur Autoritätsfigur, wie sie in einer Basisgruppe zu finden ist, nicht einfach Rückkehr zu einer unveränderten vergangenen Erfahrung, sondern eine Eroberung der Gegenwart und der Zukunft.

Denn nie zuvor wurde die gegenseitige Liebe so explizit erlebt, wie dies in einer Basisgruppe der Fall sein kann, obzwar sie- deformiert- in der Eltern-Kind-Beziehung und in den täglichen Beziehungen implizit vorhanden war und praktisch realisiert wurde.

Damit wird, was explizit war, implizit, und umgekehrt wird das, was Abwehr einer authentischen Erfahrung der Beziehung war, eine Beziehungsform, die nun ihrerseits abgewehrt wird. Die Unterscheidung zwischen den Begriffen Abwehr und Zuflucht kann das Problern vielleicht klären helfen. Wir suchen den Ursprung in der impliziten Struktur der Phänomene selbst. Der Abwehrbegriff impliziert in beiden Fällen den indirekten und deformierten Ausdruck einer Grunderfahrung.

Aber die Grunderfahrung, die man abwehrt, ist in der Psychoanalyse eine historische Urerfahrung, die auf Grund der Übertragungsphänomene in der Gegenwart eine Neuauflage erfährt. Für die Psychoanalyse ist die Erfahrung des V ergangenen die am meisten authentische, aber auch die am meisten beängstigende; für uns ist dies vor allem eine gegenwärtige Erfahrung, die ihren Ursprung in der jeweils gegenwärtigen Situation selbst hat.

Ebenso kann der Begriff des Tiefenniveaus in einem historischen oder in einem existentiellen Sinn verstanden werden. Letzten Endes können Authentizität und Abbau der Entfremdung nur in Richtung einer wechselseitigen Transparenz von Gegenwart und Vergangenheit gesucht werden.

Folgende einfache Schemata mögen unseren Standpunkt veranschaulichen: Im Fall I dienen die archaischen Beziehungsformen zur Abwehr der gegenwärtigen Beziehung, die nicht ausdrücklich erlebt werden kann.

Im Fall II beginnt die gegenwärtige Beziehung transparent zu werden, aber nun werden die archaischen Formen von ihr verdeckt und verwischt. Die archaischen Beziehungen dienen dann als Zuflucht vor der gegenwärtigen Beziehung, ohne jedoch aufzuhören, Abwehrreaktionen gegen die gegenwärtige Beziehung zu sein. Die abwehrende Funktion der archaischen Beziehungen wird indes nicht erkannt. So werden sie unverändert beibehalten.

Im Fall sind die archaischen Beziehungen wieder vorhanden, ihre abwehrenden Funktionen sind erkannt worden, und sie haben die Tendenz, sich zu ändern. Sie werden modifizierbare Ausdrucksformen der gegenwärtigen Beziehung. Die Abwehrreaktionen wechseln sozusagen das Vorzeichen. Deshalb sprachen wir weiter oben hinsichtlich dieser Etappe im Leben der Gruppe von einem Umkehrpunkt.

Man wird uns natürlich nach Beweisen für die Richtigkeit unseres Standpunktes fragen. Ohne uns schon jetzt in eine nähere Diskussion einzulassen, unterscheiden wir zwei Kategorien von Argumenten. Andererseits Argumente empirischer Art: Bis jetzt bewegte sich die Gruppe mit uns im Bereich der Identifikation mit dem Trainer. Aber beide lnterpretationssysteme blieben möglich, und vor allem schlossen sie sich gegenseitig aus. Wir vermochten keine Zusammenhänge zwischen ihnen zu sehen, denn wir hatten mit der Gruppe noch nicht die unmittelbare Begegnungserfahrung gemacht, die den Identifikationen Sinn verleiht.

Wie nach jeder tiefen Erfahrung ist die Gruppe nach dem Schweigen fassungslos. Keiner findet sich mehr in seiner Welt zurecht, erkennt sich oder die anderen wieder: Die Fremdartigkeit ist diesesmal stärker, da eine Zeitlang - während des Schweigens - alle Entfremdung von der Gruppe abgefallen war.

Die Gruppe bleibt nicht dabei stehen. Er fängt an, seine Entfremdung als die seine zu erkennen. Die Einheit der Persönlichkeit, die auf tiefster Ebene in einer Erfahrung besonderer Art erlebt worden ist, will auf die mehr an der Oberfläche gelegenen Bereiche der sozialen Rolle ausstrahlen s.

Das Interesse am Bild, das sich der andere von einem macht, ist in diesem Stadium sehr verschieden von dem, was es früher war. Doch die detaillierte Umerziehung in bezug auf jede einzelne Abwehrhaltung bleibt noch zu leisten. Die Gruppe wird damit zu einer Art Gemeinschaft gegenseitiger Umerziehung.

Die Mitglieder können dies unter besseren und vor allem klareren Bedingungen als früher bewerkstelligen, denn dank der Verringerung der Entfremdungen und Identifikationen ist ihre Fremdwahrnehmung klarer, und ihre Bindungen sind weniger ambivalent.

Die Aussicht, ein weniger permissives Klima vorzufinden als in der Gruppe, zwingt dazu, gewisse Waffen, deren man sich entledigt hatte, wieder zu ergreifen und sich wieder ein soziales Gesicht aufzusetzen. Daher bringt das Wiederaufnehmen der Abwehrhaltungen neben aller entschiedenen Fortführung des Entfremdungsabbaus auch einen Gutteil an Regression und Rückkehr zu alten Abwehrformen mit sich, die man nicht modifiziert.

Ein neues Gleichgewicht wird hergestellt. Das Wiederaufnehmen der Abwehrhaltungen gehört dem dritten Stadium an. Jacques drängt die Gruppe, aber sie kann ihm nicht antworten: Im Gefolge der Erfahrung des Schweigens hat sich die Gruppe potentiell vom Trainer freigemacht, denn durch die Konfrontation mit der Angst erübrigt sich der mythische Schutz, den man von ihm erwartete, und die Gefahren, die er verkörperte, erweisen sich als illusorisch. Doch kann die Gruppe ihre Entfremdung in den Trainer nicht eingestehen.

Ihre Befreiung wäre dadurch endgültig, die mythische Bindung würde sich vollends auflösen, und an ihre Stelle träte die reale Bindung an den konkreten Trainer. In dieser Sitzung haben wir drei Anmerkungen des Trainers. Die beiden ersten haben wir weiter oben einer gewissen, im theoretischen Bereich liegenden Erwartung des Trainers hinsichtlich dieser Sitzung zugeordnet. Die andere Anmerkung spiegelt die persönlichen Gefühle des Trainers während des Schweigens wider.

Sie enthalten aber auch einen stärkeren positiven Aspekt als die Kommentare der Mitglieder Glaube - stets den Willen der Gruppe akzeptieren - Sehnsucht zu beten 4 Dankbarkeit und Liebe. Die persönlichen Gefühle des Trainers stimmen also mehr als die der 4 Zur Klarstellung: Zwar verfügen die Teilnehmer über die zur Behandlung ihres Problems nötigen Informationen und sind auch mit den vom Problem erforderten Methoden des V orgehens vertraut.

Unlösbare Interessenkonflikte scheint es unter ihnen nicht zu geben. Dennoch behält ein jeder lnformationselemente, deren die anderen bedürfen, für sich. Argumente rufen sogleich Gegenargumente hervor, kein Vorschlag wird zu Ende diskutiert, die Diskussion bleibt vielmehr im Formalismus stecken.

Jeder scheint die anderen zu beobachten, keiner ist geneigt, aus sich herauszugehen. Alles verläuft so, als ob unausgesprochene Befürchtungen die Teilnehmer lähmten. Selbst das Eingeständnis dieser Befürchtungen fällt schwer oder ist unmöglich. Man fürchtet, sich lächerlich zu machen oder eine Schwäche zu zeigen, von der die anderen profitieren könnten. Diese unausgesprochenen Befürchtungen beherrschen das Leben der Gruppe weit mehr als die objektiven Gegebenheiten des zur Diskussion stehenden Problems: Die Gruppenmitglieder haben Angst voreinander und wagen nicht, es sich zu sagen.

Ihr Gelähmtsein, die Gegensätzlichkeiten, der Kommunikations- und Führungsstil sind Ausdruck dieser zweifachen Wirklichkeit. Ist die Angst rationalisiert, kann man wenigstens für eine Zeitlang leichter mit ihr umgehen, und sie ist erträglicher.

Bisweilen bestätigt dies der umgekehrte Fall. Jemand bringt die unterschwellige Angst zum Ausdruck, indem er z. Was ist eigentlich los? Alsbald ändert sich die Atmosphäre, die Diskussion lebt wieder auf, man teilt sich Gefühle mit, und das verfehlt nicht seine Wirkung auf die rationale Behandlung des Problems: Ziele und Vergehensweisen treten klarer hervor, die wirklichen Interessenkonflikte sowie gewisse mögliche Kompromisse werden sichtbar.

Auf die unechte und defensive Rationalität zu Beginn - in Wirklichkeit Ausdruck einer unterschwelligen, nicht erkannten und auf ungeklärten Gefühlen beruhenden Irrationalität - folgt eine echtere Rationalität, die eine objektive Prüfung des Problems erlaubt. Noch viele andere Situationen lassen das Vorhandensein unterschwelliger affektiver Phänomene erkennen: Alle diese und noch andere Phänomene treten bekanntlich sowohl in kleinen Arbeitsgruppen und in Organisationen wie auch innerhalb ganzer Kollektive und Gesellschaften auf.

Unterschwellige irrationale Fak- 80 toren, die in nicht ausgesprochenen Gefühlen verborgen sind, scheinen am Werk zu sein. Einen zusätzlichen Beweis für die Existenz solcher Faktoren kann man in den plötzlich eintretenden Umschwüngen erblicken, die sich mitunter feststellen lassen. Affektivität in der Gruppe oder Affektivität der Gruppe? Das Problem liegt also nicht so sehr darin, eine unterschwellige Affektivität in den Gruppen aufzuzeigen, als vielmehr darin, wie sie zu verstehen und zu erklären ist.

Es stellt sich eine erste Frage: Handelt es sich um eine Pluralität individueller Affekte oder um eine allen Mitgliedern gemeinsame Affektivität?

In jeder Gruppe existiert zu jedem Zeitpunkt ein vorherrschendes Gefühl, das von allen Mitgliedern der Gruppe mit individuellen Nuancen geteilt wird. Die These gliedert sich in folgende Elemente: Betrachten wir die Argumente. Die entscheidendsten stammen aus der klinischen Gruppenarbeit: Diese klinische Gruppenarbeit ermöglicht eine Reihe von Feststellungen, die unsere These unterstützen.

Darauf folgte eine angeregte Diskussion über die Architektur des Krankenhauses, bei der die Qualität der Baupläne und die Stabilität des Bodens, auf dem das Krankenhaus errichtet worden war, erörtert wurden. Oberflächlich betrachtet sind diese Elemente verschiedenartig und untereinander beziehungslos. Die ganze Walfischgruppe illustriert unsere These.

Ein gutes Beispiel bietet der Beginn der 3. So scheint die Gruppenaffektivität alle Ebenen des Gruppenlebens sowie alle Mitglieder zu durchdringen. Die Gruppengefühle kommen auf sehr verschiedne Art und Weise zum Ausdruck, und zwar mehr oder weniger direkt je nach den Mitgliedern und den Ausdrucksebenen. Sie sind es, die den Gruppenphänomenen ihre Einheit verleihen und die letztlich auch eine Erklärung ihrer Zusammenhänge erlauben.

Symbolische Kommunikation unter den Mitgliedern einer Gruppe, Symbolzonen Eine weitere Feststellung präzisiert die vorhergehende. Sie betrifft das, was wir als die Symbolzonen der Gruppe bezeichnen möchten. Jacques hatte ein Rätsel aufgegeben: Wer ist der Ranghöchste? In der weiteren Folge der Diskussion verfestigte sich diese Deutung 83 noch, und zwar auf dieselbe Weise. Herrscher und Marschall stellen ebenso wie der General offensichtlich Statussymbole dar.

Hinsichtlich des Sündenbockes ist der Zusammenhang mit dem Trainer nicht so klar. Wir stehen somit vor einem ganzen Netz expliziter Gleichsetzungen von Symbolen, von denen jedes einzelne implizit schon auf eine gemeinsame Symbolbedeutung verweist.

Eine derartige Verflechtung nennen wir eine Gruppensymbolzone. Wir definieren sie mithin als ein engmaschiges Netz von Symbolen, die von verschiedenen Mitgliedern einer Gruppe hervorgebracht werden; das Netz ist doppelt verflochten: Die beiden Begriffe sind scheinbar sehr verschieden, ja sogar entgegengesetzt. Andererseits stellt die Gruppensymbolzone natürlich ein kollektives Phänomen dar. Laplanche und Pontalis , betonen jedoch: Der Begriff der Gruppensymbolzone könnte vielleicht auch zu einer teilweisen Klärung der Frage beitragen, wie die Symbolsprache entsteht.

Die Gruppenmitglieder sind ja gemeinsam an der Ausbildung einer Sprache beteiligt. Diese Erkundung erfordert Kommunikation.