„DASS GERECHTIGKEIT UND FRIEDE SICH KÜSSEN“



Das ist eine Tatsache. Völlig normaler Typ mit völlig vernünftigen Ansichten.

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Removal of heavy metals and other cations from Wastewater using zeolites. Separation Science and Technology 25 , S. Zur Therapie von Schwermetallvergiftungen werden gewöhnlich sogenannte Chelatbildner eingesetzt. Chelatbildner sind Stoffe, die Schwermetallionen im menschlichen Körper binden und Chelate, d.

Die festen Ionenbindungen Adsorption machen die Toxizität der Schwermetalle unwirksam. Es gibt aber noch keine optimal wirkende Chelatbildner. Die Behandlung ist sehr aufwendig, weil diese mittels Infusion appliziert werden müssen. Auch unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten. Mit dem Klinoptilolith-Zeolith haben wir dank der besonderen Eigenschaften Adsorption und selektier Ionenaustausch mehr als einen Chelatbildner und ein einzigartiges Detoxmittel, denn er kann auch notwendige Mineralien zuführen.

Die Adsorption des Klinoptilolith-Zeoliths ist an die Körperflüssigkeiten gebunden. Sie stellt einen Wechselwirkungsprozess zwischen Adsorbens und Adsorbat dar, der sich an der Grenze der Körperflüssigkeit und der Oberfläche des Adsorbens darstellt. Ionenaustausch und Adsorption stellen eine funktionelle Wirkungseinheit im Organismus dar. Bei dem Ausleitungsprozess, z. Der Hauptwirkungsmechanismus des Klinoptilolith-Zeoliths liegt in funktioneller Einheit: Schema zum Ionenaustausch [Hecht , ] Dieser Prozess vollzieht sich wie oben erwähnt mittel van-der-Waals-Kräften sowie physikalischer und chemischer Ad sorption.

Das nunmehr mit unschädlichen Schwermetallen und anderen toxischen Stoffen belegte Kristallgitterkörnchen wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Das gleiche geschieht auch mit dem nicht zum selektiven Ionenaustausch benötigten Klinoptilolith-Zeolith-Kristallgitterkörnchen. Hecht und Hecht-Savoley ; Hecht ]. Der Selektivitätskoeffizient S charakterisiert die Gleichgewichtskonstante der Ionenaustauschreaktion.

Mittels des Selektivitätskoeffizienten werden Sorptionsreihen erstellt. Nachfolgend einige Beispiele von verschiedenen Zeolithvorkommen Tabelle 1: Einige Beispiele von verschiedenen Sorptionsreihen. Blei Pb steht in den drei Beispielsorptionsreihen immer in vorderster Stellung, d.

Hecht und Hecht-Savoley ; Hecht ] Gorokhov et al. Schibri-Verlag, Berlin, Milow, 1. Lebenskraft durch das Urgestein Zeolith. Zu dieser Zeit formierte sich mit den Peeliten auch eine Splitterpartei der Konservativen. Später sorgten die Whips der Parteien dafür, dass Abgeordnete sich nach der Parteispitze richteten.

Eine Neufassung der parlamentarischen Geschäftsordnung schränkte die Entscheidungsfreiheit der Abgeordneten weiter ein. Aufgrund der Wahlrechtsreformen modernisierten sich die Parteien und warben in der breiten Öffentlichkeit um Unterstützung. Seit Ende der er Jahre richteten sie ein organisiertes Netz regionaler Parteibüros ein; charismatische Parteiführer zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Als Gladstone die Stempelsteuer abschaffte und Zeitungen für jedermann bezahlbar wurden, beeinflussten auch diese stark die öffentliche Meinung.

Führende Politiker lehnten oftmals Demokratiebestrebungen nicht grundsätzlich ab, sondern versuchten, sie in die bereits vorhandenen politischen Institutionen zu lenken. Im Zuge zweier Wahlrechtsreformen während Viktorias Herrschaft und der damit steigenden Zahl der Wahlberechtigten gewann die Volksvertretung, das Unterhaus des Parlaments, an Legitimität.

Bestechungen und Gewalt waren weiterhin verbreitete Praktiken bei Wahlen, aber der Einfluss der Krone und des Oberhauses auf die Zusammensetzung des Unterhauses war beschnitten. Trotz aller Reformen blieb das Parlament, quer durch die Parteien, von der Schicht der Grundbesitzer dominiert, was sich unter anderem in den Auseinandersetzungen um die Getreidezölle zeigte.

Die Mehrheit der Liberalen befürwortete eine Ausweitung des Wahlrechts und schlug unter Premierminister Russell ein Gesetz vor, das aber im Unterhaus an den Torys und dem konservativen Flügel der Liberalen scheiterte. Auf Verlangen Disraelis brachten die nun gewählten Konservativen unter dem Earl of Derby einen erheblich weitreichenderen Gesetzentwurf als denjenigen der Liberalen ein. Dieses Gesetz von verdoppelte die Zahl der Wahlberechtigten nahezu, behielt jedoch die Trennung zwischen den zwei Arten von Verwaltungseinheiten, den Countys und Boroughs , bei.

Während in den Countys der Besitz oder die Pachtung von Land mit einem Mindestertrag zur Wahl berechtigte, durften in den Boroughs Haushaltsvorstände mit eigenem Haus sowie bestimmte Mieter wählen.

Dies schloss Arbeiter aus, die häufig ihre Bleibe wechseln mussten. Die Wahlkreise wurden ebenfalls neu eingeteilt, wobei die Gewichtung sich an den jeweiligen Bevölkerungszahlen orientierte. Als Folge dieser Reform waren rund 36 Prozent der erwachsenen Männer wahlberechtigt, darunter die meisten Facharbeiter. Mit der Reform von nahm die Macht der jeweiligen Regierung zu. Nicht nur Radikale, sondern auch Konservative befürworteten nun eine stärkere politische Beteiligung der Arbeiter.

Die Wahlrechtsreform von berechtigte die meisten Haushaltsvorstände mit ständigem Wohnsitz zur Wahl. Wiederum änderte man die Wahlkreise; diesmal fielen die Unterschiede zwischen Countys und Boroughs weg.

Abgeordnete mit landwirtschaftlichen Anliegen gerieten zugunsten der nunmehr wesentlich einflussreicheren Industriegebiete in die Minderheit. Damit waren rund 60 Prozent der erwachsenen Männer wahlberechtigt. Die Reform zog weitere Gesetze nach sich, die den Einfluss des Adels in den Kommunalstrukturen schwächten. Die Steuerzahler wählten zwei Drittel der Stadträte; ein Drittel — sogenannte Aldermen — wurden vom Stadtrat selbst gewählt.

Mit der Zeit übernahmen die neuen Organe diverse Aufgaben der Lokalverwaltung, verloren aber ihre rechtsprechende Gewalt, da diese von Parteibestrebungen unabhängig sein sollte.

Ein erster Schritt zur Einführung eines Berufsbeamtentums war die Wiedereinführung der Einkommensteuer , die das Inspektorenwesen, das Geschäftseinkünfte und Arbeitsverhältnisse kontrollierte, auf die Steuererhebung ausweitete.

Die Durchsetzung dieser und anderer Regelungen auf Kommunalebene erforderte fachlich ausgebildete Sonderbeauftragte, die ab von einer Kommission bestimmt wurden.

Ab rekrutierten sich die Kandidaten durch freien Wettbewerb und Prüfungen, wodurch die Bürokratie endgültig Unabhängigkeit erlangte.

Die ungesunden und unhygienischen Lebensverhältnisse in den britischen Städten verschlimmerten sich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Da es keine Abwasserentsorgung und, wenn überhaupt, nur Zugang zu schmutzigem und mit Krankheitserregern verseuchtem Wasser gab, waren gefährliche Infektionskrankheiten allgegenwärtig.

Wasserwerke erschlossen frischere Wasserquellen; man richtete Wasserspülungen und Kanalisationen ein. Trotz weiteren Widerstands schritt die Gesundheitspflege in den Städten voran, was sich in einer stark sinkenden Mortalität niederschlug.

Dennoch blieben die medizinischen Kenntnisse recht eingeschränkt. Wichtige Entwicklungen waren die Verbreitung der Anästhesie bei Operationen seit den er und die erste Anwendung der Desinfektion durch Joseph Lister in den er Jahren. Bereits seit den er Jahren hatten die Liberalen auch für die Unterschicht Bildung gefordert, die traditionell eher eine Angelegenheit zwischen Familie und Kirche war.

Zu Reformen kam es erst, nachdem unter Gladstone die Anglikanische Kirche , die sich lange den staatlichen Bildungsbestrebungen widersetzt hatte, einige ihrer Privilegien verloren hatte.

Nicht zuletzt angesichts des effizienteren, stärker naturwissenschaftlich-technisch ausgerichteten Bildungssystems des wirtschaftlichen Konkurrenten Deutschland wurde ein Erziehungsgesetz verabschiedet.

Die Public Schools höhere Privatschulen nahmen nach und nach ihre heute typische Form an. Gegen Ende des Jahrhunderts baute man auch das Hochschulsystem stark aus, wovon vor allem Industrieregionen profitierten. Die Universitätslaufbahn wurde allen qualifizierten Bürgern, unabhängig von sozialem Stand und Religion, geöffnet. Insbesondere in London nahm auch das Angebot an Erwachsenenbildung zu.

Die Einführung kam in den Grafschaften nur schrittweise voran und variierte beträchtlich von Region zu Region; erst wurde sie verbindlich. Die Deportation von Strafgefangenen nach Australien wurde vollständig abgeschafft, hatte aber schon vorher abgenommen.

In der Folge übernahm der Staat die Verwaltung von fünf Gefängnissen. Dennoch reformierte sich das Strafrecht fortlaufend. Nach wurde nur noch für Mord und Mordversuch gehenkt, wenngleich öffentliche Hinrichtungen noch bis verbreitet waren. Irland war seit dem Königreich angeschlossen. Mit der Zeit entwickelte sich eine mächtige Nationalbewegung, die die völlige Unabhängigkeit forderte.

Etwa eine halbe bis eine Million Menschen verhungerten. Vereinzelte gewalttätige Aufstände machten die britische Regierung immer wieder auf die irische Frage aufmerksam.

Irland drängte nun auf Home Rule Selbstverwaltung. Ein folgendes Gesetz, das die Rechte der von den englischen Grundherren ausgebeuteten irischen Pächter stärken sollte, hatte nur wenig praktische Auswirkungen. Gladstone gewährte Pächtern zwar ein gewisses Miteigentum am Land der Grundbesitzer, konnte aber die soziale Unzufriedenheit nur teilweise mildern.

In der Folge wurden mehrere englische Beamte ermordet; die Regierung reagierte mit Zwangsgesetzen. Nach der Wahlrechtsreform von gewann die neu gegründete Irish Parliamentary Party an Bedeutung, worauf Liberale und Konservative den Iren entgegenkamen, um Stimmen zu gewinnen.

Während die Konservativen die Landablösung weiterführten, bemühten sich die Liberalen um die Durchsetzung der Selbstverwaltung. Gladstones Gesetzesentwurf von scheiterte am Unterhaus, ein weiterer von nur noch am Oberhaus. Mit den Unionisten bildete sich eine Gegenbewegung, die die Selbstverwaltung ablehnte und mit der Gaelic League eine kulturelle Nationalbewegung. Dies verzögerte weitere Entwicklungen in der Irlandfrage. Viele politische Entscheidungen dieser Zeit waren entweder von Laissez-faire etwa der Freihandel oder im Gegenteil von Kollektivismus etwa die Arbeitszeitregelungen geleitet.

Ab etwa wurden Laissez-faire und Individualismus mehr und mehr als utopisch und unerreichbar betrachtet. Zur praktischen Durchsetzung dieses Prinzips konnte je nach Situation Laissez-faire oder Kollektivismus angewandt werden. Bentham theoretisierte mehr als jeder andere Denker seiner Zeit über Regierungspolitik.

Mehrere namhafte Intellektuelle und Politiker, unter anderem Chadwick, traten für seine Ideen ein. Jahrhunderts in Verbindung gebracht; inwieweit er tatsächlich die Reformbestrebungen der viktorianischen Zeit bestimmte, ist jedoch umstritten. Um den Handel nicht zu gefährden, zog er in Europa friedliche Lösungen von Konflikten vor.

Das Sendungsbewusstsein nahm in der Politik wie in der Massenpresse rassistische und jingoistische Züge an, ohne Selbstverwaltungen zu erwägen. Nachfolgende liberale Regierungen bemühten sich ebenfalls um eine — zunehmend defensive — Sicherung des Britischen Imperiums. In den er Jahren übernahm der Staat die koloniale Erwerbspolitik, die vorher auch von privaten Gesellschaften getragen wurde, vollständig.

In den er Jahren schwächten mehrere Unabhängigkeitsbewegungen, darunter in Ägypten, das Osmanische Reich. Daraufhin bildete der russische Zar eine Allianz mit dem türkischen Sultan und entsandte Truppen. Ibrahim zog sich nach Syrien zurück.

Muhammad Ali gab daraufhin Syrien auf, was Frankreichs Ambitionen einschränkte. Damit war auch der Einfluss Russlands, das vormals den britischen Zugang vom Nahen Osten bis nach Indien gefährden konnte, zurückgedrängt. Der Sultan lehnte, unterstützt durch den britischen Botschafter, die russischen Forderungen ab. Die russische Besetzung der unter osmanischer Herrschaft stehenden Donaufürstentümer löste den Krimkrieg aus. Juni forderte Österreich Russland auf, sich aus den Donaufürstentümern zurückzuziehen und besetzte diese nach dem russischen Abzug selbst.

Die westlichen Alliierten waren enttäuscht vom freiwilligen Rückzug der Russen und beschlossen, die russische Festung Sewastopol auf der Halbinsel Krim anzugreifen. Frankreich suchte damit weiterhin einen militärischen Erfolg, und Premier Lord Aberdeen erwartete vom Krieg einen Sympathiegewinn bei der russenfeindlichen Öffentlichkeit.

Das britische Militär musste angesichts unzureichender Versorgung und mangelnder Hygiene, die zu Epidemien führte, hohe Verluste hinnehmen. Kriegsberichterstatter wie William Howard Russell machten die Öffentlichkeit zudem auf die schlechte Organisation des Stellungskriegs aufmerksam. Florence Nightingale erlangte in diesem Zusammenhang Bekanntheit, indem sie sich um verbesserte Bedingungen in den Lazaretten bemühte.

Die durch eine Reihe von Missverständnissen ausgelöste britische Attacke der Leichten Brigade auf russische Geschützstellungen während der Schlacht von Balaklawa gilt in der englischen Literatur bis heute als zentrales Ereignis.

Als heldenhafter Todesritt von Balaklawa wurde sie zum Mythos verklärt. Mit der alliierten Eroberung Sewastopols, nach fast einjähriger Belagerung, im September , endete der Krieg. Die Unabhängigkeitsbewegungen in Ungarn unterstützte Palmerston nicht, da er Österreich als Gegenspieler Russlands behalten wollte.

Im Deutsch-Französischen Krieg —71 blieb Gladstone neutral und sicherte per Vertrag mit den beiden Kriegsmächten die belgische Neutralität. Im Gegensatz zur liberalen Opposition wandte sich Disraeli während der Balkankrise —77 gegen Russland.

Der Frieden von San Stefano bedeutete einen enormen Machtzuwachs für das siegreiche Russland und konnte den Zugang nach Indien gefährden. Der Berliner Kongress von , der eine neue Balkanordnung festlegte und den Einfluss Russlands einschränkte, konnte einen Krieg abwehren.

Die Krüger-Depesche von führte zur Distanzierung von Deutschland. Seit dem Canada Act von war Kanada in das englische Oberkanada und das französische Niederkanada geteilt.

Ende der er Jahre revoltierte Oberkanada gegen die vom Mutterland eingesetzte Verwaltung, während sich in Niederkanada Spannungen zwischen der französisch-katholischen Mehrheit und der englischen Minderheit entwickelten. Durham trat für eine Selbstverwaltung ein.

Dieser Konflikt belastete die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Die Sicherung der britischen Vormachtstellung in Indien nahm eine herausragende Stellung im politischen Diskurs ein. Ihr Handelsmonopol hatte die Kompanie in den er Jahren bereits weitgehend verloren. Zur Zeit Viktorias versuchten britische Gouverneure wie Dalhousie , die Macht der indischen Fürsten einzuschränken und durch Bautätigkeit sowie Änderungen des Verwaltungs- und Bildungswesens europäische Verhältnisse durchzusetzen.

Auch Missionare waren aktiv. Wenngleich der Widerstand gegen diese kulturellen Eingriffe nie aufgehört hatte, bedeutete der Sepoy-Aufstand einen Einschnitt in der Indienpolitik.

Die Meuterei indischer Soldaten belastete nachhaltig die britische Moral und beendete die aggressivste Phase der Einflussnahme auf den Subkontinent. Erst gelang es, die Afghanen zu besiegen. Palmerstons Chinapolitik verfolgte rein kommerzielle Interessen, wobei ethische Prinzipien, anders als in Europa, nicht mehr galten.

Die Briten eröffneten das Feuer und leiteten den Ersten Opiumkrieg ein, aus dem sie bald siegreich hervorgingen. China musste die Errichtung von Botschaften, die Legalisierung des Opiumhandels und die christliche Mission dulden. Damit begann der Neue Imperialismus; die koloniale Erwerbspolitik beschleunigte sich. Allerdings war die britische Macht in Ägypten begrenzt, da auch andere Staaten, unter anderem Frankreich, Vorrechte im Land hatten.

Januar eroberten die Mahdisten Khartum wobei Gordon Pascha getötet wurde. Januar , zwei Tage nachdem diese gefallen war. Gladstones Ansehen litt unter diesem Rückschlag. Erst wurde ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps unter Kitchener in Marsch gesetzt, das die Mahdisten am 2.

September in der Schlacht von Omdurman besiegte. U einen beim Kanthaken kriegen: Kantonist Dienstpflichtiger; ein unsicherer Kantonist: Karbunkel Geschwür aus mehreren Furunkeln. Karteikarte, deren Stichwort keiner wirklichen Person oder Sache, keinem tatsächlichen Vorgang mehr entspricht; 2. Haftraum in Hoch- und höheren Schulen: U Gefängnis, siehe auch Bau! Textilindustrie zwei Gewebe miteinander verbinden, indem man einen Klebstoff als Bindemittel dazwischen einlager t.

Katafalk Schaubett, Trauergerüst zur Aufbahrung hoher Persönlichkeiten. Katzelmacher abschätziger Bezeichnung für Gastarbeiter, insbes. Italiener; ursprüng-liche Bezeichnung für eingewan-derte italienische Handwerker, die Küchengeräte, besonders Löffel, herstellten; es gibt auch andere Herkunftsdeutungen: Kaufhalle in der DDR gebräuchlich für Supermarkt.

KdF Die nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude KdF war eine politische Organisation mit der Aufgabe, die Freizeit der deutschen Bevölkerung zu gestalten, zu überwachen und gleichzuschalten.

Kehraus Schlusstanz einer Lustbarkeit; den Kehraus machen: Kehricht mit dem Besen zusammengefegter Schmutz, Unrat. Kemenate beheizbares Zimmer in der Burg; Frauengemach.

Kempe D Kämpfer, streitbarer Ritter. Kerbholz Stab, in denen man Vermerke, bes. Ketwurst Ausdruck in der DDR gebräuchlich: I mmer m arktfrisch! Kinderlandverschickung diese Bezeichnung KLV wurde vor dem 2.

Heute wird unter diesem Stichwort meistens an die Erweiterte Kinderlandverschickung gedacht, bei der ab Oktober Schulkinder sowie Mütter mit Klein-kindern aus den vom Luftkrieg bedroh-ten deutschen Städten längerfristig in weniger gefährdeten Gebieten untergebracht wurden.

Kinkerlitzchen U allgemein für ein Produkt oder eine Sache, die als albern, nichtig, unnötig oder sogar unsinnig abgewertet werden soll; franz. Klabautermann Schiffskobold, dessen Erscheinen den Untergang des Schiffes anzeigen soll; zu kalfatern. Klafter Das seltener der, veraltet auch die Klafter ist eine alte Längeneinheit , die von vielen Völkern verwendet wurde.

Klamauk mit viel Bewegung, ausgelassenem Herumtollen verbundener Lärm, Krach; macht nicht so einen fürchterlichen Klamauk! Klassenfeind Bezeichnung in der DDR: Bohnen klauben , auslesen, sondern; Worte klauben: Klause abgeschiedener Wohnort eines Mönches , einer Nonne oder eines Eremiten.

Klausner jemand, der eine Klause als Wohnort wählt. Gruppe von Menschen, die sich zusammen tun, einander fördern, andere missachten und fernhalten Clique. Knackpunkt U entscheidender Punkt, von dem etwas Bestimmtes abhängt. Rolle, Figur, die durch plumpe, derbe Komik und durch Übertreibung gekennzeichnet ist; 2.

Schauspieler in seiner Rolle als Knallcharge. Knickerbocker etwa wadenlange Hose, mit weiten Beinen und Bündchen unter dem Knie.

Knutschkugel U scherzhafte Bezeichnung für ein winzige Auto, insbes. Seemannssprache schmales, fest eingebautes Bett auf einem Schiff ; 2. Unsinn, Unfug ; 2. Kokotte elegante Frau mit guten Umgangsformen, die mit Männern sexuell verkehrt und sich von ihnen aushalten lässt; franz. Kollektiv Ausdruck aus der DDR: Kolonialwaren, Kolonialwarenladen Lebens- und Genuss-mittel aus Übersee , Laden, der solche Lebensmittel verkaufte, noch bis in die Nachkriegszeit aus Gewohnheit gebräuchlich.

Kombinat in der DDR: Kommissbrot ist ein einfaches, haltbares Brot zur Versorgung von Soldaten ; ab dem Verzehr oder Verbrauch von Gütern;. Konterfei Portrait, Gesicht; franz. Gemeinschaftsgeist, wie er in einem Korps herrscht; 2. U meist abwertend elitäres Standes-bewusstsein das den unbedingten Zusammenhalt von Mit-gliedern höherer gesellschaftlicher Kreise fordert. Kosmonaut in Ländern des ehem.

U viel Aufhebens um nichts: Kreppsohlen bald nach dem Zweiten Weltkrieg übliche weiche, gummiartige, helle Schuhsohlen. U roh , ungeschliffen, unfein, nicht kunstvoll.

Kuhhandel U kleinliches Aushandeln von Vorteilen, übles Tauschgeschäft. Kulturschaffender in der DDR: Kummerbund breite Leibbinde aus Seide. Kümmerling zurückgebliebener Mensch oder zurückgeblie-benes Tier. Rechtssprache jemand, der ohne medizinische Ausbildung und behördliche Genehmigung Kranke behandelt.

Kurschatten U Person des anderen Geschlechts, mit der sich jemand für die Zeit seiner Kur anfreundet: Labetrunk Trunk, an dem man sich labt. Lache Pfütze, Tümpel, stehendes meist schmutziges Wasser.

Lackel M Flegel, alberner Kerl. Ladenhüter U Verkaufsartikel, der schlecht oder überhaupt nicht absetzbar ist. Laffe leerer Prahler, Geck. Landauer viersitzige Kutsche mit zusammenlegbarem Verdeck. Landstreicher jemand, der nicht sesshaft ist, meist keinen festen Wohnsitz hat, ziellos — und vielleicht bettelnd — von Ort zu Ort zieht.

Latrinenparole, Latrinengerücht unwahrscheinliches Gerede; Militär. Laufbursche, Laufmädchen junge Leute zum Wegegehen. Rein, und vermischt, ungetrübt: Lebensborn Der Lebensborn e. Herrenunterhemd auch Leiberl oder Trikot; 2. Leuwagen M norddeutsch Scheuerbesen, Schrubber. U auf den Menschen anwendbar: Liebelei Spiel mit der Liebe.

Anmut , nettes reizendes Aussehen;. Wohn- und Schlafraum der Matrosen an Bord; franz. Lokus, Lokusse U Abort; lat. Lorgnette eine Brille, mit einem länglichen Griff zum Halten. Lorke U dünner, schlechter Kaffee, berlinerisch. Löschblatt aufsaugendes Blatt, um Tinte zu löschen. Lotterbube jemand, der sich herumtreibt, Faulenzer, Taugenichts, liederlicher Lump. U Zuhälter Anfang des Jahrhunderts in der Berliner Gaunersprache auf-gekommen; 2.

Bezeichnung in der Jägersprache für ein totes Tier , das zum Anlocken von Raubtieren verwendet wird; mhd.

Luftschutz bekannt aus dem 2. Gründung des ; "Reichsluftschutzbundes"; dem entsprechend gab es: Lump U nichtswürdiger Kerl, verkommener, gesinnungsloser Mensch; auch scherzend: U abwertend ältere, füllige Frau; lat. Meist bezieht sich die Bezeichnung auf Mädchen oder Frauen. Der Begriff entstammt aus dem Bild der einzeln an der Mauer wachsenden Blume, die fernab von anderen Artgenos-sen ihr Dasein fristet.

Weltkrieg ein weit verbreiteter Brotaufstrich; franz. Miesepeter schlecht gelaunter Mensch. Milch der frommen Denkungsart: U abwer-tend für Grünschnabel , Milchbart. Milchmädchenrechnung spöttische Bezeichnung für eine naive Betrachtung oder Argumentation, die wesentliche Rahmenbedingungen nicht beachtet oder falsch in Ansatz bringt, und deshalb zu einem nur scheinbar plausiblen, tatsächlich jedoch unzutreffenden Ergebnis; eine auf Trug-schlüssen oder Illusionen beruhende Rechnung; vermutlich aus einer Fabel von La Fontaine Mischpoke, Muschpoke, Meschpoke U G 1.

Messe der Meister von Morgen, ein Jugend-forcht-Wettbewerb. Mondkalb dummer Mensch, ursprünglich für einen miss-gestaltete Menschen; als Mondkalb wurden im Jahrhundert fehlgebildete Kälber von Hausrindern bezeichnet, deren Fehl-bildungen man auf einen schädlichen Einfluss des Mondes zurückführte. Monstrum Monster, Ungeheuer, Scheusal, lat.

Sie ist heute noch in islamischen Rechtsordnungen von Bedeutung. Mores Anstand, gute Sitte: U dünner, schlechter Kaffee; franz. Mucks unterdrückter Laut oder Bewegung, Aufbegehren: Tante, Mutter- oder Vaterschwester; allgemein: Diebstahl oder Unterschlagung von wenigen Nahrungsmitteln oder Verbrauchsgegenständen von geringem Wert. Musikbox ein Automat, der nach dem Einwurf von Geld Musik abspielt, vornehmlich in Lokalen aufgestellt, verschwand mit den 45er Schallplatten und dem Aufkommen der CDs.

Musikkassette Compact Casette, Audiocassette, ein im August vom niederländische Konzern Philips auf den Markt gebrachter Daten- und Tonträger, dessen Produktion in Deutschland eingestellt wurde. Musiktruhe truhenartiges Möbelstück, in das ein Radiogerät, oft in Verbindung mit einem Plattenspieler und einem Fern-sehapparat u. Muttiheft U in der DDR: Mutze, Mutzen sind ein rheinisches Siedegebäck, welches traditionell zu Karneval und Silvester und neuerdings auch zu Weihnachten hergestellt wird.

Provinzgouverneur in Indien; 2. Nachbeter wer die Meinungen eines anderen gedankenlos-gläubig übernimmt, übereifriger Jünger; Goethezeit. Nachen kleines Boot, Kahn, besonders Fischerkahn. Nachwort Epilog ; 2. Verbreitung von schlechten Meinungen über jemanden: Namensbruder, Namensschwester wer den gleichen Nachnamen führt. Narretei Narrentreiben, Torheit oder tolle Lustigkeit.

U jemand, der sich einen Genuss auf Kosten anderer verschafft. U nun, wenn schon; was macht das schon; aus dem Jiddischen. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführter Begriff , der Menschen dunkler Hautfarbe bezei-chnet. Neuerer in der DDR: Erfinder in einem Betrieb, der verwert-bare Vorschläge für Kosteneinsparung oder verbesserte Produk-tionsmethoden einbrachte Neudeutsch: Nicki Pullover aus plüschartigem Baumwoll- material, ärmelloses Unterhemd; regionale Bezeichnung.

Niednagel losgelöster, aber noch festsitzender Teil eines Fingernagels, der Haut um den Fingernagel; nach niederld. Nierentisch ein für die er Jahre typischer Tisch mit asymmetrisch geformter, häufig gemusterter resopal-beschichteter oder mosaikbesetzter Oberfläche und schräg gestellten, dünnen Tischbeinen. Nietenhose frühere Bezeichnung für Jeans; wegen der bisher nicht gekannten Form der Nahtverstärkungen durch Metal-lnieten.

Beispiele für Nippes sind Putten - bzw. Engels-figürchen aus Porzellan oder kleine Vasen ohne praktische Funktion; franz. Ausdruck für alte Kleidungs-, Wäschestücke, Klamotten; 2. Einzelne Nissenhütten waren auch noch in den er-Jahren bewohnt. Ihr Parteivor-sitzender war seit der spätere Reichskanzler Adolf Hitler , unter dem sie Deutsch-land in der Diktatur des Nationalsozialismus von bis als einzige zugelassene Partei beherrschte.

April durch die Nationalsozialisten als eingetragener Verein gegründet und am 3. Nutz D zu Nutz und Frommen: D jemandem als Pflicht, Aufgabe zufallen ;. Ochsenkopfantenne in der DDR: Fernsehantenne zum Empfang des Westfernsehens, nach dem Sender auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge gerichtet. Odeum im Altertum runder, dem antiken Theater ähnlicher Bau für musikalische, schauspielerische Aufführungen. Ohrenbläser Zuträger, Schmeichler und heimlicher Verleumder.

Ölgötze steifer, dummer, eingebildeter Mensch. Onkelehe Zusammenleben einer verwitweten Frau mit einem Mann, den sie nicht heiratet, um ihre Witwenrente o. Ort, an dem das Orakel gegeben wurde; lat. Palaver überflüssiges Gerede; eigentlich: Paletot Überzieher, Herrenmantel; franz.

Pantoffelheld Ehemann, der sich von seiner Frau befehlen lässt. Pappenheimer U seine Pappenheimer kennen ; bestimmte Menschen mit ihren Schwächen genau kennen und daher wissen, was man von ihnen zu erwarten hat; Schiller. U in die Parade fahren: Parteibonze U abfällig für Parteifunktionär besonders einer Staatspartei. Parvenü abwertend Emporkömmling , Neureicher , f ranz.

U besonders geistloser Lehrer. Pedell Hochschul-, Schul-, Gerichtsdiener. Pelerine kurzer Schulterumhang, franz. Pennäler Schüler einer höheren Schule. Persiflage feiner, versteckter Spott; franz. Persilschein einen solchen Schein zu besitzen oder zu erhalten, bedeutet eine weitrei-chende Erlaubnis, einen Freibrief, um einem lukrativen Geschäft oder einem zuvor moralisch oder rechtlich angezweifelten Interesse nachgehen zu können; der Begriff hängt mit dem Persilkarton zusammen; Der Begriff Persilschein erfuhr insbesondere während der Entnazifizie-rungsphase nach dem Zweiten Weltkrieg einen Bedeutungs-wandel.

Persipan nachgemachtes Marzipan; Kunstwort aus lat. Petschaft Gerät zum Einprägen eines Zeichens in vorübergehend weichen Stoff; z. Pfennigfuchser U Geizhals Pfründe 1. Einkommen aus einem Kirchenamt; 2. Dritten Reich Abkürzung für P artei g enosse. Nachbarvolk der alten Juden; 2. Phonograph Gerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Schallwellen; griech. Piefke eingebildeter Angeber, dümmlicher Wichtigtuer ; in Berlin bekannt; ursprünglich in Österreich abwertend für einen Deutschen.

Spiel beim Skat , bei der jeder gebende Spieler einen festgelegten Betrag auf einen Teller legt ; 4. U abwertend einfältiger Mensch, Dummkopf: Angehöriger einer Kinderorganisation der führenden Partei; davon: Pionierhaus, Pionierlager, Pionierleiter; 2. Soldat der Pionier-truppen ; ein für kriegstechnische Arbeiten ausgebil-deter Soldat Anfang Pionierorganisation politische Kinderorganisation und Teil des einheitlichen sozia-listischen Schulsystems fest in die Schulen DDR integriert.

Plaste in der DDR: Plastik , Kunststoff , Chemiewerkstoff , fachlich auch: U ich bin hier der Platzhirsch: Plaudertasche U Schwätzerin, Klatschbase. Plörre dünnes, wässriges, gehaltloses, fades Getränk, besonders dünner Kaffee. Meist eine Zusammenfassung der bisherigen Leistungen, die jemand vorweisen kann; 2. Gesamtbestand an Wertpapieren ; Von franz.

Dienstboten-eingang, das Haus über den Hof betreten; 2. Posse derbkomisches, volkstümliches Bühnenstück; eine Posse aufführen ; in übertrage-ner Bedeutung: Prahlhans jemand, der sich rühmt, sich wichtig machen will, sich durch unbescheidene Reden hervor tun will. Pranger Stelle auf einem öffentlichen Platz mit einem Pfahl, einer Säule, wo jemand wegen einer als straf-, verachtenswürdig empfundenen Tat angebunden stehen muss und so der allge-meinen Verachtung ausgesetzt ist; an den Pranger kommen dem Tadel, Vorwurf, der Kritik ausgesetzt werden , jemanden anprangern.

U Schule zur beschleunigten Vorbereitung für Prüfungen; der P. Hahn war auch auf einer Presse in Hamburg. U gewöhnlicher Mensch; Proletarier bezeichnete seit dem Jahrhundert auf abwertende Weise Angehörige der städtischen Unterschicht , insbeson-dere Industriearbeiter , seit Aufkommen des Marxismus aber auch positiv Arbeiter im Kontext des Klassenkampfes. Pummel , Pummelchen U rundliche, dickliche Person,. Punktum U und damit Punktum!

U Knirps , kurzer, flinker Kerl; 2. Puschen norddeutsche Bezeichnung für einen hinten geschlossenen Hausschuh; er sitzt in Puschen vor der Glotze. Putzmacherin Handwerkerin, die Hüte formt, schmückt und auch sonst Zusatzarbeit zur weiblichen Kleidung macht.

Quacksalber Kurpfuscher , niederl. Quasseln U unaufhörlich reden, plappern. Quasselstrippe U wie viel redet. Feuer, Wasser, Luft und Erde. Die Quintessenz ist also etwas ganz Besonderes. Ab Juni musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten.

Raffke Frau und Herrn Raffke: Ränkeschmied tückischer, boshafter Mensch Intrigant. Handlung aus Ranküne; franz, mittelalterl. Rappel U plötzlicher Anfall von Verrücktheit, Tobsuchtsausbruch. Rauchwaren, Rauchwerk zugerichtete gegerbte, noch nicht in der Regel zu Pelzbekleidung verarbeitete Tier felle.

Der Begriff ist insbesondere im Handel selbst gebräuchlich; jedoch: U ich raufe mich mit ihm: Reep M Tau, Schiffstau; Reeperbahn: Reichssportfeld Reichssportfeld nannten die National-sozialisten das Berliner Olympia-gelände. Reisekader in der DDR: U in der Bundes-republik auch für Führerschein; da war ich die Pappe los: Renommee Ruf, Leumund, guter Name: Repetent ein Schüler, der eine Schulklasse wegen ungenügender Leistungen mehrmals besuchen muss; lat. Nachbildung eines zumeist künstlerischen Gegen-standes; 2.

Antwort oder Gegenrede; 3. Erwiderung auf Einwen-dungen gegen einen Anspruch; lat. Retourkutsche U das Zurückgeben eines Vorwurfs, einer Beleidigung o. Reverenz Ehrerbietung, Hochachtung einem Höhergestellten, einer Respektsperson gegenüber. Fachsprache gegossenes oder geschmiedetes Werkstück, das noch weiter bearbeitet werden muss ; 2. Rollkutscher ein Mann, der mit einem Pferdegespann Bierfässer oder auch anderes transportierte.

Rotzjunge, Rotzlöffel M frecher, naseweiser Kerl, dummer Grünschnabel. Einen am Gürtel befestigten Beutel in unterschied-lichen Formen, meist zur Aufbewahrung von Münzgeld, aber auch kleinen wertvollen Gegenständen wie Ringen, Steinen oder Edelmetallstücken.

Rüffel grober Verweis, Tadel von Vorgesetzten. Rüpel Flegel, Lümmel, Grobian; Lutherzeit. Schwanz von Hunden oder Füchsen; 2. Rütli-Schwur Dieser sagenumwobene Schwur ist ein Element einer Geschichts-erzählung des ausgehenden Jahrhunderts, die im Zuge der Entstehung moderner Nationalstaaten zu einem Schweizer Nationalmythos ausgebaut wurde.

Pfalzgrafen zum Dichter ernannter Bader hat so überaus form- und geistlos gereimt, dass man seine Werke damit verspottete. Salonlöwe U wer eine Rolle in der Gesellschaft spielen will. U umgangssprachlich heftige Vor-würfe, laute Auseinandersetzung ; 2. U Ausruf des Erstaunens oder der Verwünschung; 2. U Ausruf des bewundernden Erstaunens ; 3.

U noch einen draufsatteln: Sättigungsbeilage sättigende Essenbeilage; bes. Sammelbezeichnung für die in Gaststätten zu Fleischgerichten gereichten Kartoffeln, Reis, Nudeln, wenn beim Druck der Speisekarte nicht absehbar war, was zur Verfügung stehen würde. Saus und Braus prassend, ohne irgendwelche materiellen Einschränkungen: Schabefleisch oder Beefsteakhack wird aus sehnenfreiem und fettarmem Muskelfleisch vom Rind wie z.

Oberschale bei sehr feinem Schabefleisch auch den Enden vom Filet herge-stellt und ist feiner zerkleinert als einfaches Hackfleisch. Es wird vor allem roh angemacht als Tatar gegessen; Schabefleisch ist vor allem ein in Berlin gebräuchlicher Ausdruck.

Schabernack Neckerei, Possen, übermütiger Streich: Behang oder mit Stoff bezogene Verkleidung quer über Fenstern oder allgemeiner: U abwertend altes Pferd , alte hässliche Frau;. Schäferstündchen [heimliches] Beisammensein von Verlieb-ten, bei dem Zärtlichkeiten ausgetauscht werden [und bei dem es zu sexuellen Handlungen kommt] ; nach franz. Scharführer Der SS-Scharführer kurz: Scharlatan Marktschreier, Windbeutel, Schwindler; ital.

Schaden oder Lücke in der Schneide; eine Scharte auswetzen: Öffnung im Mauerwerk einer Burg, Festung. Schattenreich Totenreich, Unterwelt; griech. Bottich , weiter Eimer: Schickeria spöttische Bezeichnung für: U verschaffen von etwas Nichtzukommenden, ohne zu bezahlen: Eindruck schinden , zu machen suchen; 3. Schindluder mit einem treiben, spielen: Schindmähre altes, abgemagertes, verbrauchtes Pferd.