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Das Erdöl aus der


Sie reisen gerne und lieben die Fotografie? Irland ist ein wahres Paradies für Naturfotografen. Nur wenige Regionen vereinen landschaftliche Gegensätze auf so kleinem Gebiet.

Im Norden ziehen grüne Gebirgsketten vom Lough Mask westwärts bis an die von schroffen Steilhängen und einsamen Stränden geprägte Küste. Im Süden verliert sich der Blick über schier endlose Hochmoore.

Von hier aus machen wir uns auf in den Norden in das abseits der Touristenströme gelegene Donegal. Unterwegs lernen wir die Formen und Farben der Natur gekonnt fotografisch festzuhalten und lassen uns zeigen, wie sich das perfekte Motiv findet und ausdrucksstark in Szene setzen lässt. Und wenn es um Wanderreisen mit fotografischem Schwerpunkt geht, ist man bei unserer Reiseleiterin und ausgebildeten Fotografin Tine bestens aufgehoben.

Wenn es nach ihr geht gibt es keine besser geeignete Region, als den ursprünglichen und rauen Nordwesten mit seinen schroffen Steilküsten, einsamen Hochmooren und ruhig in der Sonne glitzernden Seen — immer begleitet von Irlands spektakulärem Wild Atlantic Way und einer frischen Meeresbrise! Etwa 70 Kilometer nordwestlich von Galway liegt der Ausgangspunkt unserer Wanderfotoreise in Westirland. Das Hinterland wird hier durch die bis zu m hohen Partry Mountains geprägt, die sich eindrucksvoll um den See betten.

Nach gründlicher Einweisung und ersten Übungseinheiten auf dem Wasser hat schon mancher Highländer-Reisende im Kanufahren eine neue Leidenschaft gefunden, die wir während eines Ausflugs fachkundig fördern. Gar nicht so leicht hier die Koordiantion zwischen Boot und Kamera zu halten, aber jedes Bild wert. Keine leichte Aufgabe hier mit der Kamera hinterherzukommen. Abends geht es nach Westport, um in einem der Pubs eine typisch irische Live Session mitzuerleben und den irischen "craic" zu erleben.

Nach einem kurzen Abstecher über Westport geht es weiter auf Achill Island, die ein fantastisches Atlantikpanorama mit schroffen Steilküsten bietet und mit dem rauen Charme und seinem besonderen Licht das Herz eines jeden Besuchers erobert. Hier können wir eine riesige prähistorische Landschaft, die natürliche wilde Ökologie des Moores, dramatische Klippen und Küstenlinien perfekt in Szene setzen um die besten Aufnahmen zu erhalten.

Am Morgen erkunden wir die von den Wikingern gegründete Stadt Sligo. Oben angekommen wartet ein eindrucksvoller Ausblick auf den wilden Atlantik.

In Anbetracht der Aussicht und der beeindruckenden Höhe kommt man sich ganz klein vor. Bricht ein Vulkan unter einem Gletscher aus, so werden Unmengen an Wasser geschmolzen und nehmen hunderte Tonnen schwerer Eisklumpen und Geröll mit. Hier steht am Infoschild: Da bleibt nichts übrig.

Wir klettern und fotografieren und führen unseren Weg über die neue Brücke fort. Die ist zwar bis zu 12m breit, aber von so unzähligen, sehr tiefen Schlaglöchern durchzogen, dass wir nur sehr, sehr langsam im Slalom fahren können — viele verirren sich nicht hier hin oder lassen ihr Fahrzeug unterwegs stehen.

Der Gletscher Vatnajökull ist in den Bergen um die m dick und bildet 30 Gletscherzungen die durch Täler — überwiegend im Süden Islands — auslaufen. Die Lagune, die hier eigentlich nur ein kleiner See ist, liegt direkt an der Gletscherzunge. Diese fallen dann ins Wasser und benötigen bis zu 5 Jahre zur Schmelze und bilden teils bizarre Strukturen oder gar Höhlen und Tore. So steigt das Wasser langsam und kleinere Brocken können dann durch den See treiben oder werden durch andere auf die vom Gletscher zurückgebliebenen Geröllhalden geschoben.

Dies ist seit der letzten kleinen Eiszeit um ein normaler Vorgang, die Klimaerwärmung wird den Vorgang wohl beschleunigen, aber aufhalten lässt er sich nicht. Auch hier ein Spaziergang am Ufer und allerhand Fotos geschossen,. Leider viel zu gefährlich dort ganz hereinzuklettern, aber man konnte tief hineinschauen.

Gut zu erkennen waren die Lavaascheschichten die bei mehreren Vulkanausbrüchen im Eis eingeschlossen wurden. Dann endlich die — auch aus Bondfilmen — weltberühmte Gletscherlagune Jökulsarlon. Die riesigen — bis zu 30m über der Wasseroberfläche hohen Eisbrocken liegen eher gemächlich in der Lagune. Auch das ein unglaublicher Anblick. Vielleicht hunderttausend Jahre altes Eis wird hier der Natur im flüssigen Aggregatzustand zurückgegeben. Und der Vorgang geht weiter.

Eigentlich wollen wir noch bis nach Höfn fahren — ca. Freundlich erklärt man uns, dass wir auf dem Parkplatz nächtigen dürfen — perfekt.

Für heute das Wetter sollte wieder Sonnenschein versprechen war mal wieder eine Hochlandtour geplant. Es soll zu den Laki Kratern gehen. Die Kraterreihe entstand während einer Ausbruchsserie im Jahrhundert, die von bis andauerte.

Swantje und Axel standen ja nun auch schon mehrere Tage neben uns und wollten auch zu Laki. Wir bauen die Seitenlehne der Beifahrer-Sitzbank ab — so passen auch 3 Leute halbwegs bequem auf die Bank. Mehrere Furten sind zu bewältigen — aber laut Trackbuch gehört diese Piste zu den einfacheren auf Island. Lediglich die letzte Furt ist kritisch — so kritisch, dass hier erstmals Pinne in der Fahrrinne stehen und ein — jetzt umgefahrener — Mast die Wassertiefe anzeigen soll.

Die Anfahrt — besonders die Abfahrt über die F — gehören zu den schönsten Hochlandstrecken die wir hier bisher gefahren sind. Unterwegs gibt es auch wieder einen Halt an einem Wasserfall. Die letzte Furt hat an diesem schönen Tag lediglich 35cm Wasser — für uns also leicht zu bewältigen.

Angekommen am Laki Infozentrum bekommen wir kurz eine Einweisung von einem witzigen Ranger — immer wieder mit den Hinweisen — nicht offroad fahren sonst Bein und Arm ab — was wir ja eh immer beherzigen. Wir beginnen mit einer Wanderung von ca. An einem mit einem See gefülltem Krater folgt eine Wanderung durch das tiefer liegende Kratergebiet.

Die F ist dann das eigentliche Highlight. Swantje und Axel starten ihr Fahrzeug und wir fahren nun doch zum nächsten Campingplatz im Ort, der auch offiziell noch geöffnet hat. Dann geht es weiter den Berg wieder hinunter und nochmals am Kirchenboden vorbei. Da es gerade mal 12h ist und es leicht zu regnen begonnen hat, machen wir erst mal einen Abstecher ins Schwimmbad und relaxen im warmen Wasser.

Es hat was, wenn einem der kalte Regen ins Gesicht fällt, während man im warmen Wasser liegt. Obwohl wir eigentlich zu faul sind, um den HotPot zu verlassen, machen wir uns auf, denn wir sind noch an der Schlucht Fjadrargljufur mit Swantje und Axel verabredet.

Es ist einfach traumhaft schön — diese Schlucht soll zu den schönsten der Welt zählen. Wir kehren danach zu unserem Stellplatz von der Nacht zuvor zurück und Mikey versucht, die Beta wieder ans Laufen zu bekommen, während ich über meinem Buch einschlafe. Aber die Beta muckt auch weiterhin, zwar springt sie ein paar mal an, aber so richtig rund läuft sie nicht. Wir werden vom Trommeln des Regens auf unser Dach geweckt, voll doof.

Wir trödeln ziemlich rum, das Wetter macht uns ein bisschen lustlos, aber dann schaffen wir es doch noch zurück on the road. Dort gibt es eine Info, an der wir uns über die Wasserstände kundig machen wollen.

Da es dort immer wieder starke Sandstürme gegeben hat, haben die Isländer begonnen, die Ebene zu begrünen, das ist auch gut gelungen, von Sand ist nicht mehr viel zu sehen. Dann erreichen wir Kirkjubaerklaustur und steuern zunächst die Info an.

Wir erfahren, dass die tiefste Furt Richtung Laki etwas über Kniehöhe ist, zudem sind Pflöcke im Wasser, die die seichteste Stelle markieren. Wenn es nicht viel regnet, ist es jetzt die beste Jahreszeit zum Furten, denn es ist auf dem Gletscher kalt genug, so dass es wenig Schmelzwasser gibt, es darf nur nicht viel regnen.

Wir werden es wohl einfach ausprobieren. Danach geht es zum Supermarkt, die VinBudin hat noch geschlossen. Also ab zum Campingplatz, der hat zwar eigentlich schon geschlossen, doch das stört uns nicht. Aufgewacht und erst mal rausgeschaut, es regnet nicht mehr. Es hat den Anschein, dass sich die Sonne heute durchkämpfen wird, perfekt für unseren Plan. Wir wollen zum Campingplatz Pakgil, der im Hinterland liegt, und dort ein bisschen wandern gehen.

Wir verabschieden uns, mal wieder, von Swantje und Axel und satteln unsere Pferdchen. Dann geht es los auf die Schotterpiste, eng, steil, holprig, aber keine Wasserfurten. Schon auf dem Weg halten wir immer wieder an, um die tolle Landschaft zu fotografieren. Der Campingplatz selbst ist ebenfalls wunderschön in einem kleinen, grünen Tal gelegen — an allen Seiten von Berggipfel umgeben — denke der Schönste den wir hier auf Island bisher hatten.

Der Grillplatz ist in einer natürlichen Höhle, die mit dutzenden Teelichtern beleuchtet ist und auch einen Ofen hat. Wir suchen uns ein Plätzchen für den Magirus und schnüren unsere Wanderstiefel. Als erstes wollen wir zum Wasserfall, da wir erst mal den falschen Weg nehmen, müssen wir entweder zurückgehen, was wir natürlich nicht wollen, oder den Fluss irgendwie überqueren.

Das Wasser ist a….. Aus Solidarität geht auch Mikey diesen Weg. Dann müssen wir erst mal einen Berg erklimmen, es geht ganz schön steil nach oben.

Aber irgendwann haben wir es dann geschafft. Danach auch direkt auf der anderen Seite wieder runter und der Rest des Weges ist eben. Dann kommt ein steiniges Stück und um die Ecke dann die Belohnung, der Wasserfall. Wir müssen erst mal den gleichen Weg wieder ein Stück zurück, dann gehen wir in Richtung Myrdalsjökull. Auch hier wird es wieder ganz schön steil, aber wir wollen den Gletscher von nahem sehen.

Auf einem Plateau ist unser Wanderweg zu Ende, aber wir folgen einem Trampelpfad, der sich weiter Richtung Myrdalsjökull windet. Aber wir kommen dem Gletscher näher, wir einigen uns darauf nur bis Der Gletscher ist im vorderen Bereich schwarz Ascherste aus dem Eis und zerklüftet, ein beeindruckender Anblick. Wir machen uns auf den Abstieg und kehren zum Truck zurück. Knappe 16 km sind wir heute wieder gelaufen, rauf und runter. Nachdem wir gestern gegen Zudem hat der Magirus eine kleine Wartung nötig.

Öl nachfüllen, Dichtheiten prüfen, Fensterkurbeln schon wieder festschrauben, aussaugen etc. Jetzt gerade fertig mit allem und Zeit, dies hier noch nieder zu schreiben. Ob ich mich bei dem Wetter noch unter das Auto lege weis ich noch nicht. Es regnet jetzt seit Stunden in Strömen -der bisher schlechteste Tag überhaupt hier auf Island für uns.

Überhaupt ist dieser Platz hier abends gerammelt voll — jetzt gegen 17 Uhr sind nur noch 5 Fahrzeuge hier. Kommen gleich sicherlich viele wieder hier an. Freies Stehen also nächtigen mit Wohnmobilen ist auf Island nun überall gesetztlich verboten. Trotzdem wird es an vielen Stellen — weitab von Campinplätzen oft toleriert. Nicht aber in Naturschutzgebieten. Es steht eine Fülle von Campingplätzen zur Verfügung — im Hochland aber eher spärlich — da sind die Campgrounds meist bei den Ranger-Hütten angesiedelt.

Teilweise gibt es dort in den Hütten dann auch Schlafplätze zu mieten. Da muss man es nicht riskieren nachts weggescheucht zu werden oder gar eine Strafe zu zahlen. Wir haben mittlerweile viele Reisende kennengelernt, die fast nur frei stehen, aber hin und wieder für Dusche, Waschmaschine etc. Die Campingplätze sind meist einfach ausgestattet.

Wiese, fast immer Strom, Schotterflächen, Toiletten. Nicht immer mit warmen Wasser und auch nicht immer mit Dusche. Andere wiederum haben ein angeschlossenes Cafe oder Restaurant. Je weiter man sich von den Hauptverkehrsrouten entfernt desto einfacher meist die Ausstattung. Eine gute Übersicht der vorhandenen Infrastruktur erhält man zusammen mit der CampingCard — da sind dann alle Plätze mit kurzer Beschreibung und Karte erläutert.

Ich habe schlecht geschlafen, der Wind rüttelt am Magirus, es hört sich an, als würde ein Troll versuchen am Heckträger hochzuklettern — das kommt davon, wenn man abends isländische Sagas vorgelesen bekommt, dann bekommt man Alpträume.

Als wir aus dem Truck klettern, sehen wir erst mal , was für einen tollen Stellplatz wir haben, der Campingplatz ist von 3 Seiten von hohen steil aufragenden Bergen umschlossen, ein Jahre alter Vulkan. Kamen ja gestern erst gegen 23 Uhr im Stockdunklen hier an Direkt nebenan ist der Golfplatz. Es wurde ein Haus aus 15m Asche wieder ausgegraben und das Museum drumherum gebaut.

Da wird einem ganz anders. Am frühen Morgen des Dabei hatten die Einwohner noch Glück im Unglück, da am Tag vor dem Ausbruch ein starker Sturm wütete, war die gesamte Fischfangflotte im Hafen geblieben.

Mit diesen Booten wurden die ca. Einige Hundert blieben zurück, um zu retten, was zu retten war. An verschiedenen Stellen stehen einzelne Wände oder Teile von Häusern, wo die 30 m hohe Lava dann endlich stockte. Die zweite Ausstellung widmet sich der Entstehung der Insel Surtsey, die bei einer Unterwassereruption entstand. Diese erzeugt dann Strom und mit einem 20MegaWatt Boiler wird Wasser erhitzt und damit die ganze Insel und auch das Schwimmbad geheizt.

Nach einem Mittagssnack und Nickerchen im Magirus besteigen wir noch den neu entstanden Vulkanberg Eldfell m. Mittlerweile hat sich auch der Sturm weiter entwickelt. Unten suchen wir dann noch nach den Seilen die hier in den Klippen hängen Rope swinging , an denen sich die örtliche Jugend austoben kann — ein Sport, entstanden durch die Klettereien in den Felsen um den Vögeln die Eier zu stehlen.

Am Ende des Tages landen wir hier in einem netten Kaffee — leisten uns ein Stück Torte und warten jetzt auf die Fähre, die uns zurück zur Hauptinsel Island bringt. Morgens lacht die Sonne — entgegen dem Wetterbericht immer noch. Wir wollen noch die Schlucht bewandern. Brechen recht früh auf, will noch eben meinen Pulli holen, den ich gestern in einer Hütte — weil viel zu fett angezogen — extra aufgehängt hatte.

Weil wir aber mit dem Hochlandbus von einer anderen Hütte zurück sind, hing der immer noch da. Da wir gestern ja meherer Fahrzeuge gesehen haben, die die Krossa an dieser Hütte Langidalur passiert haben, denke ich ich schaff das auch.

Hole den Pulli und fahr wieder zur Furt — da fahre ich aber schon an der falschen Stelle an — es geht viel zu steil runter. Trotz Längssperre und Untersetzung kann ich aber auch nicht mehr rückwärts. Im Nachinein hätte ich die Quersperre an dieser Stelle versuchen sollen. Ich denke — na dann eben weiter — sind ja schon sehr tief — tiefer gehts wohl nicht.

Weit gefehlt, es geht noch ein Stück tiefer und dann steil nach oben — ein Flussbett halt. Ich steh also mittendrin und komm auf der anderen Seite nicht mehr hoch — hänge zwischen Felsen fest.

Zurück geht auch nicht so richtig — viel zu steil. Ständig geht der Motor aus, hoffe es liegt nur daran, dass der Auspuff voll unter Wasser steht. Vielleicht hat der Magirus sich hier an dieser Stelle auch einen Schluck Wasser genommen???? Sperre quer an Hinterachse - rück und vor — und dann ist es endlich geschafft. Der Magirus schnurrt jetzt wieder wie ein Kätzchen.

Derweil hatte Janine aufgehört zu filmen und schon versucht den Ranger und auch den Notruf zu erreichen. Konnte denen aber dann mitteilen: Janine war auch völlig aufgelöst mit wackeligen Knien. Haben uns dann beide erstmal beruhigt.

Wir haben hier mega Schwein gehabt. Hier ein Video zu diesem glücklich ausgegangen Desaster und auch andere Beispiele zu Furten in die Porsmörk. Weiter zur Beruhigung machen wir die Wanderung durch die Schlucht, sind beide aber immer noch so aufgebracht, dass wir die gar nicht zu Ende gehen können — ständig müssen wir den Gletscherfluss queren — nasse Schuhe, wollen kein Wasser mehr sehen.

Kippen sind auch schon wieder alle, E-Ziggi leer — Mann — es kann nur besser werden. Wir nehmen die restlichen 14 Furten auf dem Weg zurück dann eher mit Leichtigkeit, bei den beiden tieferen dann aber auch wieder mit mulmigen Gfühl in der Magengegend. Kaufen dann im nächsten Ort erstmal Zigaretten — jetzt endlich ruhig und zur Fähre — Ticket buchen zu den Westmänner Inseln. Können leider erst auf die letzte um 22 Uhr — vergnügen uns dann erstmal im Schwimmbad.

Weiteres Update zu diesem Tag folgt. Wir stehen immer noch an der Thorsmörk -Wald des Thor. In allen anderen Fahrzeugen herrscht noch Stille. Ich laufe flussaufwärts, aber auch da ist keine bessere Überfahrt möglich — eher gar nicht. Dann kommt plötzlich ein Fahrzeug aus Richtung Porsmörk. Ich muss warten bis es an der Furt ist. Ein höhergelegter Pickup mit Wohnkabine. Ganz routiniert fährt er da durch. Am Hang, wo es tiefer ins Wasser geht, taucht er bis zu den Scheinwerfern ein, dann ist es aber auch schon geschehen — da war klar, das schaffen wir auch mit Leichtigkeit.

Wir spülen und packen kurz alles wieder in die Schränke. Neben uns die Polen sind jetzt auch wach und wärmen sich im laufenden japanischen Geländewagen. Die lassen lieber uns den Vortritt. Die Polen fahren dann hinterher.

Danach mal eben nach links und dort die Furt durch die Krossa angeschaut. Wir wenden und fahren zum Platz Basar. Es sind weitere 4 Furten, davon eine ähnlich tief wie eben die. Da allerdings mit steilerem Böschungswinkel. Auch kein Problem für uns, die Polen passen und machen kehrt. Janine überredet mich aber, doch zum Basar zu fahren. Ein netter Platz am Fluss im Birkenwäldchen. Dort schauen wir uns bei strahlendem Sonnenschein mehrere Fahrzeuge an, wie die an dieser seichteren Stelle die Krossa furten.

An der Hütte treffen wir dann Svantje und Axel, die beiden hatten wir schon auf einem Campingplatz vor 4 Tagen bei einem Bier kennen gelernt und einen netten Abend gehabt. Ein echt netter, grandioser Tag bei strahlend Sonne. Da das Tal von 3 Seiten von Bergen umschlossen ist, herrscht hier ein milderes Klima, weshalb es hier um einiges grüner ist als im Rest dieser tollen Insel.

Wir nehmen noch Kaffee und Bier dort, dann kommt der Hochlandbus der Svantje und Axel wieder zum Fahrzeug in die nächsten Stadt bringen soll. Der Busfahrer erklärt sich bereit, uns bis Basar mit zu nehmen, so müssen wir die ca. Der Busfahrer zeigt mir auch ganz stolz, dass der Ansaugstutzen des Luftfilters bis an den Rand der Windschutzscheibe hochgelegt ist — und der kann auch noch in den Fahrgastraum umgelenkt werden.

Also so tief möchte der bestimmt auch nicht durchs Wasser — aber gute Idee. Unsere — noch immer nass vom Haifossausflug an kleinen Birken — aufgehängte Klamotten sind nun auch endlich trocken. Wir essen zu Abend und schauen uns den grandiosen Sternenhimmel an, da es hier oben so gut wie kein externes Licht gibt, funkeln hier scheinbar 5x so viele Sterne als bei uns.

Zudem suchen wir den Himmel immer wieder nach Anzeichen für Nordlichter ab, bis jetzt erfolglos. Wir starten heute wieder mit Regen in den Tag, nicht so schön. Da der Wetterbericht für morgen Sonne verspricht, wollen wir nun doch nach Pörsmörk oder auch Thorsmörk -Wald des Thor- fahren.

Dort soll es ein paar wunderschöne Wanderruten geben. Allerdings ist die Zufahrt nicht ohne, da zahlreiche zum Teil tiefe Furten durch Gletscherflüsse zu bewältigen sind. Wir erfahren, dass die Flüsse rund um Pörsmörk sehr hohe Wasserpegel haben, da es in den letzten Tagen stark geregnet hat. Die junge Frau ist wirklich sehr hilfsbereit. Mittlerweile hat sich der Regen verzogen und die Sonne zeigt sich immer wieder.

Wir wollen uns das Flugzeugwrack, das wir auf dem Hinweg wegen schlechten Wetters ausgelassen haben, jetzt doch noch anschauen. Das Flugzeug- ein Rosinenbomber- ist in den 70er Jahren am schwarzen Strand notgelandet. Die Besatzung wurde gerettet, die wichtigen Bauteile von den Amerikanern abgebaut und der Rest einfach am Strand liegen gelassen.

Der Parkplatz ist auch ganz schön voll und man kann die Menschenmassen den mittlerweile markierten Weg zum Flugzeug in Richtung Strand laufen sehen. Mit dem Auto darf man nicht mehr dorthin fahren, es wurde ein enges Tor aufgestellt, aber mit der Beta sollte das gehen. Also laden wir das Mopped ab, was mittlerweile zwar routiniert von der Hand geht, aber doch Minuten in Anspruch nimmt. Aber… nichts passiert, der Anlasser orgelt und orgelt, aber die Beta will nicht anspringen.

Dann ist auch die Batterie leer georgelt, eine Ersatzbatterie auch schon leer und wir müssen mit dem LKW Starthilfe geben — aber das Mopped springt nicht an. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Damit Michael sich wieder abregen kann, machen wir eben einen Spaziergang zum Flugzeug. Jede Menge los da, wir warten geduldig, bis wir Fotos machen können, ohne dass 20 andere mit auf dem Bild sind. Dann geht es zurück zum Magirus. Die letzte über die Krossa werden wir auf keinen Fall nehmen können, die Wassertiefe liegt bei über 1m und die Strömung ist sehr stark, was sich zum Abend hin noch verschlimmert.

Wir finden auch viele Youtube Videos mit schrecklichen Beispielen. Aber wir wollen schauen, wie weit wir kommen. Schon die Fahrt dorthin ist landschaftlich ein Traum. Wir queren 14 Wasserläufe, alles kein Problem, bis wir an die Nummer 15 kommen. Es fängt schon an, dunkel zu werden. Wir halten an und machen uns ein Bild. Der Fluss ist breit, der Grund ist nicht zu sehen und die Strömung ist stark.

Bei solchen Furten schaut man sich am besten erst mal die Isländer an. Mittlerweile ist es dunkel geworden und die ersten zarten Anzeichen von grünen Nordlichtern zeigen sich am Himmel. Nur kurz und ganz schwach, aber immerhin.

Da geht bestimmt noch mehr. Scheinbar schon Herbst hier. Den Parkplatz muss man zahlen — Toilette kostet extra — unzählige Menschen unterwegs hier — der Parkplatz gerammelt voll — wir dürfen zum Glück auf einer Busspur parken. Für die Hinterwanderung muss man sich fast anstellen — trotzdem nett.

Auf dem Parkplatz befragen wir einen Superjeepfahrer, der gerade aus Richtung Pörsmörk ein nur schwer zu erreichendes Tal im Hochland kommt, nach den Wassertiefen. Er sagt uns bestimmt drei mal, dass es für unseren Truck kein Problem sein sollte — erst am Ende rückt er mit mehr als 1,2m Wassertiefe für die letzte Furt heraus.

Habe ihm erklärt, dass aufgrund unseres tief hängenden Luftfilters nur max. Mann, der muss unbedingt umgebaut höhergelegt werden. Müssen also weiter auf der Touriroute fahren. Diese Inseln sind durch Vulkanausbrüche entstanden — die letzte erst in den 60er Jahren. Das ist ja förmlich ein Schnäppchen für 2 x 35min Fähre mit 7.

Geht aber erst abends um 22 Uhr oder an einem anderen Tag. Also auch keine Option dem Touristenstrom zu entkommen. Gleiches Touristenschauspiel wie oben. Wir machen schnell ein Foto — gehen nicht den Berg hinauf — gestern der Haifoss war eh unschlagbar. Da liefen übrigens nur immer 3 Leute gleichzeitig rum.

Da es schon wieder anfängt zu regnen besuchen wir nebenan das Heimat- und Technikmuseum Skogar. Das war echt schön und sehr informativ. Fast alles was in Island früher so aus Holz gebaut wurde z. Nächstes Ziel wäre jetzt eigentlich das berühmte Flugzeugwrack im schwarzen Sandstrand. Parkplatz auch wieder voll, es nieselt, es ist kalt — wir lassen das Flugzeugwrack aus — vielleicht später nochmal und wir fahren mit dem Moped da hin???

Auch die Gletscherzunge des Solheimerjökull lassen wir aus. Haben ja schon diverse schmutzige Gletscherzungen gesehen — und später im Südwesten kommt ja auch noch die Gletscherlagune. An einem Parkplatz hat man Sicht auf den EyjaFjallaJökull — das ist der Gletschervulkan der so viel Asche ausgeblasen hatte, dass der gesamte Flugverkehr bis zu uns in Europa unterbrochen wurde. Danach dann rechts ab zum südlichsten Punkt. Vom m hohen Riff am südlichsten Punkt hat man einen schönen Blick auf die Basaltfelsen mit ausgewaschenem Tor und auf einen herrlichen schwarzen Strand.

Im Strand sind viele Fahrspuren und mehrere Fahrzeuge tummeln sich da rum. Da kommt natürlich sofort die Idee: Da wollen wir auch hin. Mit dem Fernglas erkunden wir den Weg — an der Zufahrt angekommen steht ein Schild, welches besagt, dass die Zufahrt nur für die Filmcrew zu speziellen Strandfahrtaufnahmen erlaubt sei. Zudem ein Schild — privat — das ist die Farm von Dyrholaey. Hier können wir also auch nicht entfliehen — also auf zum BlackBeach. Nur ein paar Kilometer — wieder Parkplatz suchen.

Warnschilder und Hinweise zu den jedes Jahr vorkommenden tödlichen Unfällen von Leuten, die zu nah an die gefährliche Brandung gehen. Der Strand hat wirklich was Eigenes, pechschwarzer feiner Kies auf m Tiefe, dann hohe Klippen mit Höhlen und einmaligen grauen Basaltsäulen.

Wir treiben allerhand Unfug, klettern, hängen, sammeln Steine und versuchen die gefährliche Brandung einzufangen. Hier halten sich auch noch einige der niedlichen Puffins auf, haben wohl den Abflug verpasst?! Mittlerweile ist es fast 20 Uhr — noch 5km bis zum nächsten Campingplatz8 in Vik. Auch der Campingplatz ziemlich überlaufen. Das Wetter ist heute halbwegs lala, wir denken, dass wir die Auffahrt zum Hekla Vulkanmassiv starten können.

Der aktivste Vulkan Islands, der ca. Auf dem Weg dorthin immer wieder Regen und Sonne abwechselnd, weswegen wir heute die meisten Regenbogen überhaupt auf der Reise sehen konnten. Manche zum Greifen nahe. Wir wissen von diversen Reiseerfahrungen aus dem Internet, dass der ganze Bergrücken von Nord nach Süd bis fast zum Gipfel befahrbar sein soll. Die Hekla ist m hoch. Es ist immer noch harte Vulkanasche, doch der steile Anstieg ist ziemlich kaputt gefahren.

Viele tiefe Löcher und vor allem auch Schräglagen. Die machen uns hier schon zu schaffen. Wir ziehen vorbei und weiter den Berg rauf. Es folgt die Schneegrenze. Man sind wir naiv, wir konnten doch tagelang sehen, dass oben viel Schnee liegt und wundern uns jetzt. Wir schaffen durch diverse Schneefelder noch ca. In etwa Höhenmetern stoppen wir und erkunden den Weg — nur noch um die Ecke dann folgt auch schon der Bergrücken.

Theoretisch alles machbar, aber es wird eine geschlossene Schneedecke geben — wir haben ja auch schon Erfahrungen wie schnell der LKW im Schnee ins Rutschen kommt. Wir kapitulieren hier, denn die fehlenden Höhenmeter zu Fuss im Schneeregen hinter uns zu bringen, um dann ein paar Meter Sicht zu haben, der Gipfel von Hekla liegt komplett in den Wolken, reizt uns nicht besonder. Diesen Wasserfall hatten wir vor 3 Tagen ausgelassen, da wir ja den Keith the man in the river nach Hella fahren mussten.

Unterwegs stoppen wir am Hof Stöng. Dieser ist eine Ausgrabung aus der Asche von der Hekla und stammt wohl aus der Zeit — sozusagen das Pompeji von Island, die ganze Gemeinde umgekommen. Unter der Überdachung — die die Ausgrabung schützen soll — finden wir viel Lehmboden und etwa 40cm hohe Mauern.

Insgesamt waren es an dieser Stelle wohl 4 Häuser, Stallungen und eine Kirche. Es ist wieder eine holprige Angelegenheit von ca.

Die letzten 7km bestehen nur aus sehr tiefen Schlaglöchern. Die sind teilweise so tief, dass der LKW ständig völlig verschränkt und der Koffer von rechts nach links fällt. Heute helfen wir einer Gruppe Franzosen, die sich beim Schlaglochausweichen am Rand die Flanke des Reifens aufgerissen haben. Notrad ist zwar da, es scheitert am richtigen Schlüssel um die Muttern zu lösen. Am Ende mussten nur die Plastikkappen runter von den Muttern, wozu denen aber auch das Werkzeug fehlte. Nächstes Problem, wie rum dreht man lose???

Nächstes Problem, wie rum macht man das Ersatzrad denn dran??? Die letzten 3 km wollen die auch nicht mehr fahren, wenden und genug Highland Adventure gehabt. Eigentlich sind es mehrere Wasserfälle.

Wir schauen tief in den Canyon und sehen auch den Wanderweg der unten vom Hof Stöng ankommt. Dem Canyon folgend müsste man dort eigentlich ankommen — da wir uns heute kaum bewegt haben — wollen wir zum Haifoss runter — vielleicht mal prüfen, ob man hinter den Fall laufen kann — sieht von oben so aus.

Während der Wanderung fängt es an zu regnen — wir sind mal wieder klatsche nass. Von hier unten sind m Wassersäule gigantisch. Es wird schon dunkel und wir halten auf einen Hamburger an einer Tanke. Wir beratschlagen, was wir heute unternehmen wollen. Der Track ist an sich schon knifflig genug, da sehr steil und ruppig, aber für heute ist starker Wind und Regen angesagt, keine gute Idee.

Da wir keine weite Fahrt vor uns haben, statten wir dem örtlichen Schwimmbad erst mal einen Besuch ab. Faul liegen wir im Grad warmen HotPot, während uns der Wind um die Nase pfeift und der Regen aufs Gesicht prasselt, dann kriegen wir auch noch einen Kaffee gebracht, perfekt.

Ich brauche zuhause auf unserer Terrasse auch einen HotPot, das ist so klasse. Muss nur noch Michael davon überzeugen. Sehr beeindruckend und auch beängstigend. Da zur Zeit Suppenfest in Hvolsvöllor ist, ist im Eintrittspreis ein Teller typisch isländischer Suppe mit Lamm enthalten, auch super lecker.

So gestärkt fahren wir zum Campingplatz Langbrok, wo wir die Nacht verbringen wollen. Als wir dort ankommen, fängt es fürchterlich zu regnen an , gleichzeitig scheint die Sonne. Das Ergebnis ist ein riesiger Regenbogen, der sich weit über das Land spannt, so schön. Gleich nebenan ist das Kaffi Langbrok, dort werden wir heute abend noch hingehen, vielleicht haben wir ja Glück und die Hausband Hjona-band spielt heute abend dort noch auf. Dort soll man althergebrachte heidnische Lieder singen und fluchen, was das Zeug hält.

Na, das hört sich doch richtig gut an. Die Farmer leben hier meist von der Schafzucht, Pferdezucht und hin und wieder sind auch wenige Milchkühe zu sehen. Scheinbar wird nur Gras angebaut und gemäht um es dann — eingewicklet — für den Winter am Hof zu lagern. Wir konnten gut erkennen wie sich im Laufe der zeit die Höfe immer mehr mit den Grasbündeln in allen erdenklichen Farben füllen.

Denn im September werden alle freilaufenden Tiere aus dem Hochland auf die Höfe geholt. Schafsabtrieb — hoffe das wir den hier noch irgendwo erleben können — z. Der typische Hof hat also ein Wohnhaus, einen Stall, viel Fläche für die Graswickel und meist eine Ausstellung von verosteten Landwirtschaftsgeräten aus Generationen — oft stehen dort Trecker aus mehreren Jahrhunderten. Nach einer stürmische Nacht mit richtig viel Regen, stand der Campingplatz vollständig unter Wasser.

Wir wollen unsere Tour durch den Süde soweit wie möglich süd-westlich beginnen und fahren nach einem vertrödelten Vormittag erst spät los. An der Atlantikküste gibt es echte Dünen und meist schwarzen Strand mit einer hohen Brandung. Das Wetter hat sich gebessert und hier und da halten wir für ein Foto an. Irgendwann fliegt uns dann ein Stein in die Windschutzscheibe. So entscheiden wir nach einer kurzen Recherche im Internet nach Reykjavik zu fahren und die Scheibe per SmartRepair flicken zu lassen.

Vorher schauen wir uns aber noch eben die berühmte Strandkirche von an. Der erste Glasservice bietet das auch an, sagt aber dass es passieren könnte das die Scheibe bei der Vakum-Reparatur ganz kaputt geht — er könne diese Scheibe aber bis Dienstag also in 4 Tagen besorgen. Wir bitten um Gedenkzeit und fahren einfach mal zum nächsten.

Hier leitet man uns aber weiter an eine Niederlassung, da unser Truck hier nicht in die Garage passt. Nach weiteren 10min sind wir dann da. Bin mal gespannt was der deutsche TÜV dazu sagt. Aber besser als mit der Ungewissheit weiterfahren zu müssen. Da wir eh in Reykjavik sind schaue ich mal kurz nach wo den die Fa. Arctic Trucks sitzt — direkt um die Ecke. Also erstmal da hin, wollte schon immer mal sehen, was die für Autos bauen bzw.

Haben im Hochland diverse Autos dieser Firma gesehen. Alle monströs hoch und viele mit diesen Ballonreifen — erst dann nennt man die einen echten Superjeep. Die kacheln auch jede erdenkliche Piste und jede noch so tiefe Furt. Der Chef, aufmerksam unseren Truck bestaunt, zeigt mir gleich die ganze Firma.

Gerade wird ein nagelneuer Toyota Hilux Pickup vorbereitet. Das ganze Auto vom Rahmen abmontiert. Natürlich auch andere Dämpfer, Federn, Stabis, Lenkunsdämpfer, etc. Am besten finde ich aber die Reifenluftfüllanlage, welche per Handy ferngesteuert wird.

So kann man ganz schnell den Reifendruck an geänderte Bedingungen anpassen. Jetzt sieht er doch deutlich besser aus. Gegen 20 Uhr erreichen wir dann einen Campingplatz an der Küste — nicht weit weg von unserem Steinschlag-Einschlag. Die Suppe ist wirklich einmalig, auch wenn das gar kein Hummer aus dem Atlantik ist — es sind wohl Langusten. Erste Überraschung nach dem Aufstehen, sämtliche Scheiben sind zugefroren, es ist saukalt.

Wir frühstücken und machen alles abreisebereit und verlassen Landmannlaugar über die gleiche ruppige Piste, die wir bereits kennen. Nach ein paar Kilometern kommt uns ein PKW entgegen und winkt uns zu. Ein echt netter Kerl, der bei der ersten Fuhrt seines Islandurlaubs gleich 2 Fehler begeht, er fährt viel zu schnell in das Wasser ein und sucht sich dafür noch die tiefste Stelle aus.

Auto aus, nichts geht mehr, wenigstens hat er es fast bis ans andere Ufer geschafft und die Fuhrt ist so breit, dass andere Fahrzeuge passieren können. Jedenfalls nehmen wir Keith in unserem LKW mit zurück zu seinem Auto und versuchen es erst mal mit Starthilfe, vielleicht braucht die Batterie ja nur etwas Saft. Mittlerweile haben sich noch 3 supernette Holländerinnen zu uns gesellt, um zu helfen.

Da an der Unfallstelle null Handyempfang ist, nehmen wir ihn weiter mit , bis er wieder Empfang hat und seinen Mietwagenverleih anrufen kann. Die haben ihm erst mal verklickert, dass in der Versicherung keine Flussquerungen enthalten sind, oh oh, das kann teuer werden.

Die Verleiher organisieren einen Abschleppwagen, der allerdings aus Reykjavik kommt und Stunden brauchen wird. Da er in Hella im Hotel eingebucht ist, was nicht weit entfernt von uns ist, wollen wir ihn dort hinbringen, damit er sich trockene Sachen anziehen kann. Da aber der Abschlepper mittlerweile schon unterwegs ist, ruft er wieder beim Autoverleih an und nennt seinen Namen, die Dame am anderen Ende sagt: Da hat er wohl jetzt seinen Namen weg. Auf jeden Fall ist es in Ordnung, dass der Abschleppwagen ihn im Hotel aufgabelt und wir setzen ihn eine Stunde später in Hella ab.

Derweil steht das Auto nun also seit Stunden einfach so im River. Keith bedankt sich tausend Mal und wir tauschen Kontaktdaten aus.

Wir kommen darauf zurück wenn wir mal zufällig mit dem LKW durch Florida reisen. Wir füllen unsere Vorräte auf und fahren zum CP, dort gibt es endlich nochmal WiFi, so dass wir unseren Blog für die letzten Tage online stellen können.

Als wir wach werden, scheint wieder die Sonne, aber es bläst ein kalter Wind, also für unsere geplante Wanderung warm anziehen. Dort entscheiden wir uns dem gelben Pfad zu folgen, der uns zum Gipfel der Haalda auf führt. Es sind lediglich 7km bis zum Gipfel, aber das ist echt harte Arbeit, die Beine werden ganz schön schwer. Aber dann ist es geschafft und wir werden mit einem gigantischen Ausblick belohnt.

Da das Wetter klar ist, kann man bestimmt Kilometer weit gucken. Einfach traumhaft, das Schönste, was wir bisher gesehen haben.

Was zuvor steil bergauf ging, geht jetzt steil bergab, mitunter eine rutschige Angelegenheit. Die Natur hat hier einiges zu bieten, manchmal dampft es lediglich leicht aus der Erde, manchmal gibt Stellen, an denen das Wasser kochend aus der Erde kommt- leider hatten wir keine Eier — für den Kochversuch — dabei. Das alles begleitet vom fauligen Schwefelgeruch. Mittlerweile sind meine Beine bleischwer geworden und mir tun die Kniee weh, es geht immer wieder bergauf und ich hoffe, hinter jedem Hügel endlich unseren Truck zu sehen, aber das soll noch eine Weile dauern.

Aber die grandiose Landschaft entschädigt uns und wir gehen tapfer weiter. Und dann können wir in der Ferne ganz klein unseren LKW sehen. Aber bis wir den erreichen, vergehen weitere 2,5 Stunden. Laut meinem Handy sind wir 18km in 5,5h marschiert, eigentlich ja ein Witz, aber durch das ständige steile Auf und Ab war das echt anstrengend. Mikey macht uns eine Kleinigkeit zu essen, dann legen wir uns aufs Bett und schlafen erst mal ein Stündchen. Als wir wieder wach werden, gehen wir in den HotPot, um unseren geschundenen Knochen ein wenig Wärme zu gönnen.

Ich denke, das ist schon einmalig. Wir werden eine weiter Nacht hier verbringen, denn keiner von uns hat Lust, heute noch irgendwo hinzufahren. Nach der stürmischen Nacht, in der wir dann doch recht gut geschlafen haben, machen wir uns recht früh wieder auf den Weg — besser gesagt auf Piste.

Es sind dann aber immer noch mehr als 80km Piste. Zwischendurch tauschen wir auch heute mal die Positionen — ich will einfach kein Wellblech mehr fahren — bei dem ganzen Gerappel finden wir auch hier jeden Tag neue Sägespäne im Aufbau — die fallen aus allen Ritzen — wo die wohl alle vorher waren??? Janine macht die letzten 30km — zwischendurch halten wir an einem mit Wasser gefüllten Krater.

Die Landschaft wird immer schöner und wir können jetzt schon mit Sicherheit sagen, dass dies das landschaftlich Schönste ist, was wir auf Island bisher gesehen haben. Oft halten wir an um zu staunen und Fotos zu machen. Nach mehr als 6h Stunden kommen wir endlich am Ziel an.

Dort völlig überlaufen, HochlandBusse kommen dir auf schmaler Piste entgegen oder drängeln von hinten. Dann ein Parkplatz und hinter einer recht tiefen und breiten Doppelfurt der Campground.

Janine fährt natürlich durch die Furt. Ich beschäftige mich mit dem Ersatzhandy — das ist das alte Microsoft Lumia Handy — da scheint das Kameramodul defekt zu sein — Mist, auch Käse. Die Entscheidung ein neues Handy einzukaufen ist gefallen. Bis Janine dann mal aufsteht beschäftige ich mich weiter damit, wie man denn von einem Handy ohne Display die Daten sichern kann.

Werde die Daten wohl erst wieder zu Hause zurückbekommen können. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem LKW direkt zum örtlichen Shoppingcenter und ich bekomme ein recht günstiges Nokia Handy mit vernünftiger Ausstattung.

Erst danach bin ich wieder glücklich — jetzt kann es auf die Sprengisandur gehen. Die Wetterwarnung hatte sich bis hier hin nicht bestätigt und die Sonne scheint. Es ist das pure Hochland, Steinwüste, windig, kalt. Daher auch der Name: Sprengi -schnell Reiten und Sandur steht für Wüste. Durch schnelle Wetterumschwünge konnte ein Ritt quer durchs Hochland sehr beschwerlich und auch gefährlich sein und wurde dann deshalb mehrere hundert Jahre vermieden.

Erst seit den er Jahren wurde diese Route wieder offiziell eingerichtet und auch erstmals mit Fahrzeugen befahren. Wir brauchen etwa 1h von Akureyri bis zum Abzweig der die dann auf die F26 führt. Es ist eine schöne Anfahrt durch ein wasserdurchflutetes Tal ins Hochland, es geht am Godafoss vorbei und auf dem Weg zur F26 folgen noch zwei schöne Wasserfälle die wir bisher noch nicht besucht hatten.

Auf der F26 wechselt sich das Bild dann schnell. Nach etwa 6h erreichen wir nach genau km also ungefähr genau in der Mitte der Sprengisandur den Campground und Mountainhutt Nyidalur gegen 20 Uhr. Dort gibt es eine Schutzhütte und einen Campground.

Es gibt Spagetti und ein Bier. Während wir hier schreiben, beginnt aber nun der Sturm ganz heftig. Der ganze LKW wackelt, wir gehen nochmal raus, der Truck steht gut so, wie es ist, der Wind kommt von vorn. Wenn man aus dem Windschatten tritt, fliegt man fast weg, die Luft ist voller Sand — in Deutschland wäre das sicher eine Okan Warnung wert gewesen.

Wir wissen nicht, ob wir heute Nacht gut schlafen werden. Heute haben wir ausgeschlafen, kein Wecker schrillt uns aus dem Bett. Gestern abend hat der Wind bei 0 Grad mächtig am Magirus gewackelt, aber heute morgen hat der Wind sich gelegt, die Wolkendecke beginnt sich zu lichten und es verspricht ein sonniger Tag zu werden.

Da Mikey sich bei den Nachbarn festquatscht, nutze ich die Zeit den Camper mal wieder gründlich zu saugen. Als Alptraum erweist sich allerdings die Piste, die hinunter ins Tal führt. Und natürlich, ausgerechnet an einem besonders engen, steilen und ruppigen Stück kommen uns ein Mopped, 2 Quads und ein Pickup entgegen, die aber freundlicherweise ganz an den Rand gefahren sind, die Frau im Pickup hat uns von ganz unten gesehen und dort bestimmt 15 Minuten gewartet, bis wir an ihr vorbei waren.

Immer wieder müssen Wasserläufe durchfahren werden. Zwischendurch immer wieder Abschnitte, die sehr gut zu fahren sind, aber meist nur für 10m, danach geht es wieder ruppig zur Sache. Wir suchen uns auf dem Citycamp ein Plätzchen und gehen in die Innenstadt, da wir lediglich gefrühstückt haben, gönnen wir uns erst mal 2 HotDogs.

Im Einkaufszentrum der Stadt ist ein Vodafoneladen und noch ein weiteres Handygeschäft, aber beide haben schon geschlossen, wir treffen jedoch noch einen Verkäufer, der keine guten Nachrichten hat. Handydoktor gibt es nur in Reykjavik. Blöd, aber das lässt sich nicht ändern. Wir haben jetzt Hunger und da wir gestern eigentlich anlässlich unseres Hochzeitstages eh essen gehen wollten, aber es nicht konnten, da wir die Nacht irgendwo mitten im Nirgendwo verbracht haben, gehen wir ins Steakhaus und gönnen uns ein gutes Abendessen.

Da das Restaurant freies Wifi hat, checken wir die vedur. Dort wird für morgen vor Starkregen und Wind mit hohen Windgeschwindigkeiten im gesamten Hochland gewarnt. Der Plan ist die Sprengisandur, das ist der alte Reitweg, der von Norden nach Süden führt, zu fahren, ein Muss für jeden Islandreisenden mit Allrad, aber wir werden unseren Plan wohl ändern, denn die Warnungen auf dieser Seite sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem, da im Hochland weit und breit niemand ist, der einem im Notfall helfen kann und es gibt keinen oder nur schlechten Handyempfang.

Wir werden das morgen früh nochmal checken und ggf. Nicht ausgeschlafen, war ein langer Abend, Kopfweh von dem komischen Bier. Diese werden uns retten für den Fall das wir es selbst nicht mehr zu einem Boot oder an Land schaffen — oder beides zu gefährlich ist.

Hinten dran ein hochgelegter Anhänger mit den beiden Booten und den Kajaks der Lifeguards. Nach 45min ist der Startpunkt erreicht. Alles nett erklärt — mit vielen Witzen ausgeschmückt — sofern man die von einem Ami auf amerikanisch überhaupt verstehen kann. Alles sehr professionell aufgezogen. Dann geht es also los. Wir tragen die Boote runter ans Wasser und paddeln los — etwa 18km Strecke haben wir zu bewältigen.

Aber nach ein paar Metern kommt schon das erste Kommando von unserem Bootsführer, alle ins Wasser und wieder ins Boot klettern, gar nicht so einfach, aber auf jeden Fall funktionieren die Anzüge- kein Tropfen Wasser dringt ein. Dann kommen auch schon die ersten Stromschnellen, alles noch ganz harmlos. Aber das bleibt nicht so. Die nächsten Stromschnellen sind dann auch schon ganz gewaltig.

Das Boot gräbt sich meist bis zur Mitte tief ins Wasser ein. Danach ist das Boot voll mit Wasser, aber nach ein paar Metern ist das Wasser durch unten angebrachte Löcher wieder abgelaufen und so vor kentern wieder sicher. Irgendwann ist Halbzeitpause, am Ufer gibst — serviert durch einen kleinen Seilzug oben von den Klippen herunter — Kakao und Waffeln.

Immer wieder stehen Felsbrocken im Wasser die umschifft werden müssen und die Strömungsgeschwindigkeit hat zugelegt. Dementsprechend sind auch die Abfahrten dann meist viel schlimmer. Bis hier hin haben wir es aber in unserem Boot alle geschafft nicht ins Wasser zu fallen. Dann halten wir nochmals kurz zum Briefing zur gefährlichsten Stelle in diesem Flussabschnitt — 3 gewaltige Stromschnellen direkt hintereinander. Also immer schön die Beine hoch in Hockstellung treiben lassen — nach den Stromschnellen erst zum Boot oder Ufer.

Und der Guide steht aufrecht hinten im Boot während wir fast alle auf dem Hosenboden sitzen. Dann kommt eine kurze Zeit der Entspannung und eine Rast. Hier kann jetzt jeder entscheiden, ob er den geplanten Flip mitmachen möchte. Der funktioniert dann so: Alle rein ins Boot und mächtigst gegen den Strom in die nächste besondere Stromschnelle paddeln. Dort angekommen will das Boot gar nicht wieder raus aus dem Wasserloch. Dann gibt der Guide dem Boot eine bestimmte Richtung und schon heben sich ca.

Alle fliegen ins Wasser, müssen bei starker Strömung and Ufer schwimmen. Das geht auch nicht für alle ohne Blessuren ab — man schlägt schnell mal unter Waser an einen Felsbrocken. Manche müssen dann in der Strömung vom Kajak abgeschleppt werden, manchen bleibt nur noch das geworfene Seil — Action pur. Wir verzichten auf eine zweite Runde — wollen das Glück nicht mehrfach herausfordern — der LKW muss noch von uns beiden bestiegen und auch bewegt werden können.

Bei der nächsten Haltestelle ist Klippenspringen angesagt. Jeder nach Gusto im Freiflug — auch cool. Anmerkung JS, ich verzichte freiwillig, bin zu schissrig. Die letzten 5km sind wirklich entspannend, aussteigen, den Berg hochklettern, ablegen und mit dem Bus zurück. Erwähnenswert ist hier noch die Art und Weise wie die Boote die 80m Canyon hinaufgebracht werden: Oben steht — eingegraben — ein Trecker, der links hinten nur eine freilaufende Felge mit Stahlseil hat.

Trecker an, Gang rein, das linke Hinterrad dreht sich und die Boote kommen förmlich hochgeflogen. Der Track folgt zunächst dem Canyon, den wir eben noch geraftet haben, danach ins Hochland — Lavafelder soweit das Auge blickt. Der Track ist aber relativ gut zu befahren. In Laugafell angekommen — mittendrin im Hochland — wirkt es wie eine kleine Oase von 3 kleinen Häusern und dem wirklich schön angelegten HotPot.

Wir gehen baden, dann essen Strammer Max auf Knäckebrot und feiern unseren Hochzeitstag mit einer auf Island sehr teuer eingekauften Flasche Sekt.

TAG 42 — Freitag, Es war sicherlich nach 1 Uhr nachts, als wir endlich erschöpft ins Bett fielen. Sind nach dem Frühstück mal wieder ins Schwimmbad gegangen, Wollen Euch an dieser Stelle auch nicht langweilen mit Fotos aus dem Whirlpool bei 42 Grad.

Muss wohl mal sehen, ob ich irgendwie da noch dran komme — auch ohne Display — muss halt raten wo man hinklicken muss — später — erst mal abregen. Eine Wollfabrik ist echt erstaunlich — Maschinen produzieren aus der Wolle Meterware mit Motive und Näherinnen machen daraus dann Pullover, Mützen , Handschuhe und sonst was.

Genau 11 Robben tummeln sich — besser gesagt — schlafen auf Lavafelsen. Erst bei Flut bewegen die sich wieder — die Flut hier macht einen Höhenunterschied von 6m aus — erstaunlich. Wir warten nicht mehr so lange bis sich endlich mal was bewegt oder die Flut kommt und fahren weiter um die Halbinsel. An der Landspitze im Norden gibt es dann den geheimnisvollen Basaltfelsen Hvitserkur zu sehen der als Ungeheuer , als Mammut oder sonst was gedeutet werden kann.

Der steht bei Flut einfach so im Meer, ist bestimmt 35m hoch und man fragt sich: Wir umwandern dieses seltsame Schauspiel, sammeln Muscheln, fotografieren und nehmen zum NachMittag einen Kaffee im Magirus. Unser heutiges Ziel Laugafell — mitten im Hochland — ist wohl nicht mehr zu erreichen — schon viel zu spät — wir fahren einfach mal weiter und planen derweil um.

F nach Laugafell, dann wieder Richtung Norden um dann letztendlich die Sprengisandur F85 komplett nach Süden zu nehmen, Den letzten Campingsplatz übersehen wir und landen bei einer Viking-Rafting Destination. Der Diensthabende dort versichert uns das wir hier für kleines Geld übernachten dürfen, korrigiert sich nach Einparken aber in so fern, dass das nur geht wenn wir auch ein Rafting buchen. Nach ein paar Bier und Videos an der Theke haben wir Janine endlich soweit, dass sie die River-Rafting Tour das als ordentliches Hochzeitstaggeschenk anerkennt.

Erinnert mich eigentlich an meine ersten Selbstbrauversuche beim Bierbrauerkurs — lange her. Eine nette Thekenbedienung führt uns durch den Abend, liest unseren Blog wegen der Westfjorde, macht Bier und kickert sogar mit uns. Ein sehr netter Abend.

Auf dem Bild sieht man auch schön was uns morgen erwarten wird. Heute hat uns der Wecker wieder aus dem Schlaf gerissen, ich möchte mir die Lavahöhle Surtshellir nicht mit lauter anderen Touris teilen.

Schnell gefrühstückt, Katzenwäsche, warm anziehen und bewaffnet mit Stirn- und Taschenlampe gehen wir zum ersten Einstieg in die Höhle.