Weltwirtschaft: Indien: Vom Handel abgehängt


Dabei könnte Indien neue Märkte gut gebrauchen: In der Außenhandelsbilanz klafft ein Minus von 8,5 Prozent vom BIP. Während China den Welthandel dominiert, liegt Indiens Anteil am Welthandel.

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Zusammen mit der Herrschaft über Ägypten eroberte Augustus die Kontrolle über einen Handelsweg, der seit ptolemaischer Zeit den Wohlstand des Landes am Nil gemehrt hatte. Der Periplus Maris Erythraei, der wohl um die Mitte des 1. Jh. n. Chr. geschrieben wurde, beschreibt den Weg nach Indien mit allen wichtigen Stationen genau.

Dies sei für die Opfer von Massenvergewaltigungen ein weiterer Schock. Ein Händler pries Teenagern einschlägige Videos mit den Worten an, dass sie die missbrauchte Frau vielleicht sogar kennen. Massenvergewaltigungen in Indien sind immer wieder Thema in den Medien, doch die Dunkelziffer ist hoch. Seit Jahren gibt es immer wieder Proteste gegen die grassierende sexuelle Gewalt gegen Frauen. Hier können Sie selbst Artikel verfassen: Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen.

In Indien blüht der Handel mit Videos von Massenvergewaltigungen. Die Polizei ist machtlos Die Polizei würde zwar gegen einzelne Videoshops vorgehen, doch dem Handel mit den grausamen Filmaufnahmen sei kaum Herr zu werden. Hacker stellt Sexualstraftäter - Nun droht ihm eine höhere Strafe als den Tätern.

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Mehrere Tage lang behandelten die Ärzte das Kind. Durga hatte nicht nur Verbrennungen, sie war auch unterernährt, ihre Finger waren entzündet, ihre Lippen vernarbt. Durga sollte arbeiten, nicht reden. Sie arbeiten auf den Feldern, in Fabriken, Bordellen und in privaten Haushalten - oft ohne Lohn und meistens ohne realistische Chance abzuhauen. Die indische Regierung kam bei der Zählung des Milliardenvolks auf insgesamt 12,6 Millionen Minderjährige zwischen 5 und 14 Jahren, die arbeiten.

In Wahrheit sind es wohl deutlich mehr, viele Kinder werden bei ihrer Geburt nicht offiziell registriert. Und natürlich verheimlichen die Besitzer von Kindersklaven deren Existenz. Hilfsorganisationen schätzen, dass allein drei Viertel der Hausangestellten in Indien Kinder sind - 90 Prozent davon Mädchen. Kinderarbeit ist zwar ebenso verboten wie der Handel mit Kindern. Aber nur selten greift die Polizei ein, noch seltener verurteilen die Gerichte Kinderhändler oder Sklavenhalter.

Durga wuchs in Kalkutta auf. Als sie sieben war, starb ihr Vater, zwei Jahre später ihre Mutter. Ein Mädchen musste weg. Also verkaufte sie die Jüngste. Das entspricht ungefähr einem Euro. Allein fuhr Durga mit dem Zug die fast Kilometer nach Bangalore. An die Fahrt kann sie sich nicht erinnern, wohl aber an ihre Ankunft. Ich hatte Angst, aber sie sagte mir, ich würde es gut haben.

Fortan putzte sie jeden Tag die Wohnung des Ehepaars, kochte, wusch die Kleider, spülte das Geschirr. Durga wurde nie bezahlt, hatte nie frei und durfte das Haus nicht verlassen. Oft schlug die Frau sie, seltener der Mann. Durga wehrte sich nicht. Inzwischen ist Durga zwölf. Ihr schwarzes Haar trägt sie als Knoten am Hinterkopf. Gegessen wird gemeinsam im Flur. Das Heim belegt ein Stockwerk eines Schulhauses. Sie kommen alle aus sehr schlechten Familien und haben schon zu viel erlebt.

Anees wohnt mit den Kindern im Heim. Ihr Tag beginnt um fünf Uhr morgens und endet um elf in der Nacht. Sie schläft mit zwei anderen Frauen in einem kleinen Zimmer. Nebenan dürfen die Heimkinder fernsehen. Es läuft ein Bollywood-Film. Alle starren gebannt auf den Fernseher. Ein Mann singt, die Mädchen träumen. Durga will auch mal so einen Mann, der sie heiraten möchte und nicht schlagen wird.

Sie denkt nach und streicht sich mit den Fingern über ihre vernarbten Lippen. Fast jedes Kind im Zimmer hat mehrere Jahre seines Lebens gearbeitet. Die Älteste ist 16 Jahre alt.

Selbst mit einer Schulausbildung werden sie es schwer haben. Eine Boom-Stadt, glitzernd, aber brutal, ein Dschungel - und doch für viele eine Hoffnung. Allein am City-Railway-Bahnhof kommen täglich mehr als 80 Züge aus fast allen Teilen des Landes an, mit billigen Arbeitskräften zuhauf, mit Armen, die eine Zukunft suchen.

Hierher bringen seine Mitarbeiter Kinder, die sie allein am Bahnhof gefunden haben. In dem Häuschen warten zwei Mädchen und ein Junge. Davor ein schmaler Tisch. Der Pater, in Südindien geboren, beherrscht neben Englisch fünf indische Landessprachen. Die Kinder entspannen sich, als er sie in ihrer Muttersprache Kannada befragt. George scherzt und erzählt ihnen kleine Geschichten. So lange, bis sie ihm antworten.

Sie sind leichte Beute für Händler, die am Bahnhof auf sie warten. Die Männer versprechen eine Unterkunft und einen gutbezahlten Job, bei Übergabe an einen Arbeitgeber verdienen sie bis zu Rupien Provision, das sind knapp 12 Euro pro Kind. Kommt ein Zug an, halten sie nach Kindern Ausschau. Es gibt zehn Bahnsteige, jeweils fast einen Kilometer lang.

Verlassen die Kinder den Bahnhof, sind sie kaum mehr zu finden. Selten nur würden sie dann tatsächlich für ihre Arbeit bezahlt, viele würden gehalten wie Durga, als Sklaven. Hunderte Busse quetschen sich jede Stunde aneinander vorbei. Eine Brücke führt in das Marktviertel. Ein Mann, der sich Krishna nennt, hockt im Schatten einer grünen Hauswand. Der Mann hat ein schmales Gesicht und einen sehr schmalen Körper. Krishna zündet sich eine Zigarette an und erklärt, der Job sei schwierig geworden, weil es zu viele Konkurrenten gebe.

Die meisten würden ihre Arbeit nicht so gut machen wie er. Einige Passanten nicken Krishna zu. Er nickt kaum merklich zurück. Er sehe sofort, ob ein Kind stark genug sei. Jungen bringe er in Hotels und Werkstätten, Mädchen vorwiegend in Schneidereien oder zu einem Kollegen, der private Käufer bediene.

Krishna trägt eine goldene Uhr.